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Kein (M-)Budget für eine ColdFusion Lizenz?

Seltsame Fehler-Meldungen, die einem auf einigen Seiten der Migros-Webseite entgegenspringen.

Migros - ColdFusion Error - Developer Lizenz

You tried to access the Developer Edition from a disallowed IP address (109.164.129.15). The Developer Edition can only be accessed from 127.0.0.1 and two additional IP addresses. The additional IP addresses are: 85.2.52.200,84.227.8.111

Ob da das Budget für eine reguläre ColdFusion-Lizenz nicht mehr gereicht hat?

(Mit Dank an Tippgeber Stephan!)

[Update] 10:50 Uhr
Inzwischen wurde offenbar wieder Budget gefunden. Zumindest ist die Fehlermeldung verschwunden…

Gratis-Profifotos für Blogs

Fotoglif.com

Für Blogger ist es nicht immer einfach, passende Fotos für einen Beitrag zu finden. Ausser, man hat selber welche gemacht oder man bezahlt für die Bilder. Mit Fotoglif sollen solche Sorgen nun der Vergangenheit angehören – der Blogger soll mit der Veröffentlichung von Profibildern sogar noch etwas verdienen können.

Nach eigenen Angaben stellt Fotoglif bereits 3 Millionen Bilder zum kostenlosen Einbinden ins eigene Blog zur Verfügung. Interessant daran ist, dass es sich dabei um Bilder von spezialisierten Nachrichten- bzw. Photoagenturen wie etwa Reuters oder Getty Images handelt, also um Bilder, die auch von Zeitungen und Zeitschriften genutzt werden. Im Gegensatz zu den Verlagen sollen Blogger aber für die Verwendung der Bilder nicht bezahlen müssen, sondern stimmen zu, dass entsprechend Werbung eingeblendet wird. Werbung, deren Einnahmen zu 50 Prozent an den Fotografen und zu 20 Prozent an den Blogger ausbezahlt wird.

Gesagt, getan. Nachdem ich gestern einen kurzen Abstecher ans Montreux Jazz Festival gemacht habe, suchte ich also nach aktuellen Fotos des Konzerts der Blind Boys of Alabama, Bettye Lavette und Solomon Burke. Und tatsächlich finden sich bereits Bilder von gestrigen Auftritt von Solomon Burke in Montreux…

Das Problem daran: Das Gesamtbild mit den unter das Bild gepappten AdSense-Anzeigen sieht einfach scheusslich aus. Und es taucht noch ein zweites Problem auf, denn Google erlaubt nur maximal drei AdSense-Werbeeinblendungen pro Seite. Nutzt man also mehr als drei Fotos aus dem Pool von Fotoglif, verstösst man gegen die AdSense-Richtlinien. Etwas, was sogar Fotoglif selbst auf dem eigenen Blog tut.

Ergo wird es Fotoglif wohl schwer haben, sich wirklich etablieren zu können, auch wenn die Idee, Bloggern das kostenlose Einbinden von Agenturfotos gegen etwas Werbung zu ermöglichen, durchaus interessant ist.

Byebye Bitacle

Der ziemlich aggressive Aggregator Bitacle.org aus Spanien war in deutschen Blogs in den letzten Tagen immer öfter Thema. In der Schweiz habe ich bisher erstaunlicherweise wenig bis gar nichts davon gelesen. Höchste Zeit aber dies zu ändern, zumal nun auch die ersten Schweizer Blogs vom neuen Content-Dieb heimgesucht werden.
Bitacle sagt von sich selbst eine Blog-Suchmaschine zu sein, die auch alte Posts archiviert und zugänglich macht. Dabei werden die eigenen Posts komplett (also nicht als Auszug) wiedergegeben und mit AdSense-Werbung zugekleistert. Unnötigerweise wird auch noch die Möglichkeit, einen Kommentar zu hinterlassen, mit angeboten.

Nach den Wellen der letzten Tage haben die Betreiber offenbar etwas nachgebessert (Copyrighthinweis etwas grösser), doch das Grundübel, die vollständige Wiederveröffentlichung fremder Inhalte ohne Genehmigung) bleibt bestehen. Lustigerweise macht Bitacle selbst mit Trackbacks auf sich aufmerksam, man sollte also relativ schnell erkennen, ob Bitacle das eigene Blog schon kennt.

Vorsorge ist aber manchmal besser und so habe ich, auch wenn Bitacle es noch nicht bis zu meinem Feed geschafft hat, vorgesorgt. Mit der folgenden Anweisung in der Datei .htaccess kann dem Bitacle-Bot der Zugriff verweigert werden:

RewriteCond %{REMOTE_ADDR} ^81\.172\.108\.9$ [OR]
RewriteCond %{REMOTE_ADDR} ^81\.172\.108\.83$ [OR]
RewriteCond %{REMOTE_ADDR} ^81\.172\.109\.137$ [OR]
RewriteCond %{REMOTE_ADDR} ^81\.172\.109\.145$ [OR]
RewriteCond %{REMOTE_ADDR} ^212\.22\.59\.251$ [OR]
RewriteCond %{HTTP_USER_AGENT} Bitacle
RewriteRule .? - [F]

Damit werden Zugriffe von den IP-Adressen 81.172.108.9, 81.172.108.83, 81.172.109.137, 81.172.109.145 und 212.22.59.215 (die bisher bekannten Adressen des Bitacle-Bots gelten) sowie von Bots mit der Kennung „Bitacle“ auf die eigenen Seiten verhindert.

Owen hat zudem ein WordPress-Plugin namens „AntiLeech“ veröffentlicht, welches das bequeme Sperren von IP-Adressen und Bots via WordPress Administration ermöglicht. Der Ordnung halber sei dazu noch vermerkt, dass „AntiLeech“ sich offenbar nicht mit dem „Feedburner Plugin“ verträgt. Ein weiteres Plugin gegen Bitacle hat Elias geschrieben: „Bitacle blocker wordpress-plugin„. Allerdings tendiere ich sowieso dazu, nicht für jede noch so kleine Funktion ein Plugin einzusetzen. Etwas Handarbeit kann manchmal gar nicht schaden.

Mit Stop Bitacle.org haben die Spanier nun sogar ein ihnen gewidmetes Blog und auch Blogs rund um die Welt schreiben sich die Finger wund…

Bloggen unter Creative Commons

Spätestens durch das Auftauchen des Archiv-Blogs sind Fragen zum Urheberrecht bzw. die Lizenzierung durch Creative Commons (CC) wieder aktuell geworden. Stefan Waidele erklärt in seinem Post „Kreatives Schaffen durch Teilen“ die Vor- und Nachteile einer Creative Commons-Lizenz und was dabei zu beachten ist.

(via Basic Thinking)

Dreister Artikelklau

Was haben Paperholic, Superdeluxe, Geekorama, Forum Ignoranz, Blogbox, Polis, Berner Gazette, Recherchen Blog, Medienpraxis, Zum runden Leder, piece O plastic, unefilledulimmatquai, Patrice’s Weblog und mein Blog gemeinsam? Klar, alles Schweizer Blogs. Aber auch alles Blogs, deren Artikel ich, je nach RSS-Feed gekürzt oder ungekürzt, im Archiv-Blog gefunden habe.

Archiv-Blog?

Das Archiv-Blog soll dazu dienen, ein umfassendes Archiv deutschsprachiger Blogs zu erstellen. Bisher nehmen wir regelmäßg neue Beiträge von ca. 20.000 Blogs auf und stellen diese hier zur Verfügung.
Wenn nun dein Server geklaut wird oder abbrennt, kein Problem: Deine Arbeit war nicht umsonst und ist nicht verloren. Wir haben eine Kopie, die wir dir kostenlos zur Verfügung stellen.

Dieser Service ist völlig kostenlos für alle Nutzer und wird die anfallenden Kosten allein durch Werbung auf dieser Webseite finanzieren.

Nun ist dieses Archiv-Blog ja kein Aggregator, sondern schlicht ein Blog, das sich gerne mit Werbung finanzieren möchte. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden, sofern man sich nicht mit fremden Federn schmückt. Beim Archiv-Blog tut man aber genau das, denn es ist nicht auf den ersten Blick ersichtlich, dass es sich dabei um fremden Content handelt. Bis vor wenigen Stunden konnten die Leser dort sogar noch Kommentare zu den Posts hinterlassen, so dass der Eindruck, es handle sich um eigenen Content, noch verstärkt wurde.
Der geneigte Leser konnte sich dort also meine gesamten Texte zu Gemüte führen und dort unter Umständen eine Diskussion über meine Posts führen, ohne dass ich davon gewusst hätte. Und das geht mir eindeutig zu weit. Und dabei bin ich nicht der Einzige: In Deutschland brodelt es bereits. Udo Vetter hat bereits eine ziemlich eindeutige Message an den Betreiber geschickt und weder Hirnrinde, Werbeblogger, der Telagon Sichelputzer noch Thomas Knüwer können der Sache etwas positives abgewinnen.

Und damit ich hier nicht falsch verstanden werde: Ja, ich publiziere einen vollständigen RSS-Feed. Dieser unterliegt aber genauso der von mir benutzten Creative Commons Lizenz wie die eigentliche Webseite auch. Das Ziel des Archiv-Blog ist aber das Generieren von Einkommen durch Werbung, was der genannten Lizenz widerspricht.
Auch der Einwand, dass archive.org oder der Google Cache dasselbe wie der genannte Blog machen, zieht nicht: Bei beiden erscheinen die Seiten komplett und der Inhalt wird nicht als der Eigene ausgegeben.

Was bleibt ist, sein Blog schleunigst aus dem Archiv-Blog zu löschen und zu hoffen, dass Leute, die auf solche Ideen kommen, sich es noch ein zweites Mal überlegen, ob sie diejenigen gegen sich aufbringen wollen, die ihnen (unfreiwillig) Content liefern sollen.

(via eMail. Danke Willi!)

[Update] 09.05.2006 17:36 Uhr
Wie Don Alphonso genüsslich feststellt, ist das Archiv Blog unterdessen von der Bildfläche verschwunden und wurde durch die Suchmaschine oodu.de ersetzt. Ob da jemand kalte Füsse bekommen hat?

Bloxbox-Bashing

Mario Aldrovandi hats nicht leicht. Schon kurz nach dem Start seiner Bloxbox geriet er wegen seiner eMails erstmals in die Schlagzeilen. Drei Monate später regt sich nun erneut grosser Widerstand gegen Bloxbox, wie man u.a. bei Don Alphonso, im RA-Blog oder IT&W nachlesen kann. Thomas Knüwer legt sogar noch einen Zahn zu, redet von bewusstseinserweiternden Drogen und meint, dass die „geistigen Uhren“ in der Schweiz manchmal etwas anders gehen würden.

Aber was ist los? Da schreibt euch ein Betreiber eines Aggregators, dass euer Feed aufgenommen und die Artikel nun auch dort zu lesen sind. OK, dass die Artikel auf Bloxbox im Volltext verfügbar waren, mag nicht ganz geschickt gewesen sein, zugegeben. Aber wie man sieht, ist Mario’s Bloxbox durchaus fähig, auf Kritik zu reagieren, denn die Vollfeeds sind passe. Warum also das (vor allem) in Deutschland leider übliche Gehabe, gleich mit der „Rechnungs- und Abmahnkeule“ zu drohen? Wäre es nicht sinnvoller, zuerst einmal miteinander zu reden, anstatt dass alle gleich loshauen?

Ja, es gibt durchaus Punkte über die man sich uneinig sein kann: Beispielsweise, ob es erlaubt ist, einen Feed im Volltext in einen Aggregator zu integrieren. Oder ob das Tun im einen oder anderen Falle gegen Copyrights verstösst. Ja das kann man diskutieren, aber niemand scheint auf die einfache Idee gekommen zu sein, ganz einfach per Mail, Telefon oder Brief mitzuteilen, dass er seinen Feed nicht im Aggregator haben möchte.

Übrigens hätte ich gerne die Reaktion der Blogger gesehen, hätte Bloxbox nicht per Mail mitgeteilt, dass der Feed in den Aggregator aufgenommen wurde. Schreibt Bloxbox ein Mail, dann wird es als Spam bezeichnet, hätte er keins geschrieben, dann wäre das Geschrei wohl noch grösser gewesen.

Um es klar zu sagen: Ich habe nichts mit Bloxbox am Hut, und kann, mit Ausnahme der gelungenen Zusammenfassung der Tages-Geschehnisse auf der Frontpage, auch nicht sonderlich viel damit anfangen. Aber im Moment kann ich einfach nicht ganz nachvollziehen, wieso sich nun alle so auf Bloxbox einschiessen.

So, und jetzt muss ich mich für den Rest des Tages wohl ziemlich klein machen…

Übrigens: Der erste Entwurf zu diesem Post war lang. Sehr lang. Und schliesslich zu lang. Und darum habe ich das Ganze nun „nur“ in einer Kurzversion veröffentlicht. Aber das reicht ja trotzdem…

Heute schon Lizenzbestimmungen gelesen?

Dumme Frage, ich weiss. Wer nimmt sich schon die Mühe, die seitenlangen Texte zu lesen bevor man die Software installieren darf. Also schnell auf Lizenzbestimmungen akzeptieren klicken und weitermachen.

Die Firma PC Pitstop wollte es genauer wissen und platzierte im Licence Agreement einer ihrer Programme den Hinweis, dass der Erste, welcher ein eMail an die Firma schreiben würde, eine finanzielle Entschädigung erhalte.
Und tatsächlich: Das Programm war bereits seit vier Monaten im Internet und über 3000 mal heruntergeladen worden, bis sich jemand meldete … und prompt 1000 Dollar erhielt.

(gefunden im Internet Pro Weblog)