Technikprobleme bei Hostpoint

Der Hosting-Provider Hostpoint, nach eigenen Angaben „mit 35’000 Kunden und rund 45’000 aktiven Domains (Stand September 2005) […] im reinen Hostingbereich die Nr. 1“, kämpft derzeit offenbar mit schwerwiegenden Problemen. Vor Wochen bereits hatte man dort offenbar Lastprobleme und sperrte beispielsweise die Webpräsenz von Christian Leu (Blogtrends, Leumund etc.) und Benjamin’s slug.ch. Via Technorati finden sich derzeit ebenfalls Postings die besagen, dass sich die Ausfälle beim Hoster seit rund 14 Tagen häufen und offensichtlich ist man bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht Herr der Lage.

Peter liefert in seinem Post „Hostpoint schwächelt“ eine Zusammenfassung, die auch aufzeigt, dass ein Troubleticket seit dem 31.12. besteht bzw. bestand, denn das Troubleticket ist nicht mehr online. Das ist auch eine Sache, die mir nicht ganz einleuchten mag, denn ich beobachte die Ausfälle von Hostpoint ebenfalls seit ein paar Tagen und mir fällt auf, dass immer wieder neue Troubletickets eröffnet werden und gleichzeitig alte Tickets sang- und klanglos verschwinden. Keine Rede davon, dass bspw. ein Ticket geschlossen wurde oder so; nein, die Tickets werden schlicht gelöscht.

Hostpoint garantiert in ihren Geschäftsbedingungen eine Verfügbarkeit von 99% pro Jahr, was etwas mehr als 3.5 Tage Nichterreichbarkeit pro Jahr bedeutet. Insofern bewegt sich Hostpoint derzeit wohl noch im grünen Bereich, und auch die Tatsache, dass die Ausfälle bis jetzt vor allem über die Festtage stattfanden, war wohl Glück im Unglück.
Ungemütlich könnte es allerdings werden, wenn die Probleme nicht in Kürze gelöst werden, denn auf den „Problem-Servern“ finden sich nicht nur privat betriebene Seiten, sondern auch Unternehmens-Webauftritte wie z.B. Kuoni Reisen, Bridgestone/Firestone, swissmetal, Adam Touring, Aargauer Zentralmolkerei AZM, Würth AG oder Sony’s playstation.ch und auch das Alternative Lokalradio LoRa.

Hostpoint-Bashing bringt sicherlich nicht viel, da gebe ich Matthias recht. Allerdings sind die derzeitigen, nicht gerade kurzen Ausfälle bei Hostpoint auch nicht wegzudiskutieren. Und da stellt sich sicher einmal mehr die Frage, wie viel Wachstum innerhalb kurzer Zeit ein Provider verkraften kann…

Verbockt…

Die vergangenen Feiertage hatten es in sich: Für den Shopblogger, dem das Sozialgericht Bremen Namensanmassung vorwirft, und für den Werbeblogger, der vom Vater von Heidi Klum aufgefordert wird, den „gesetzlich geschützten Namen Heidi Klum“ aus der URL eines Posts zu entfernen.
Doch auch die beiden „Angreifer“ reiben sich wohl die Augen: Denn beide haben mit ihren (meiner Meinung nach unberechtigten) Forderungen nun so ziemlich das Gegenteil von ihrem ursprünglichen Willen erreicht. Auf einmal tummeln sich dutzende neuer Suchergebnisse auf Google zu den Themen. Robert hat dazu bereits erste Analysen gemacht, und zeigt seine Ergebnisse unter „Kopf-an-Kopf Rennen beim Keyword “Sozialgericht Bremen”“ sowie „Einsamer Spitzenreiter: “Heidi Klum” + Werbeblogger“ auf. Allerdings ändern sich die Ergebnisse ständig und es kommen immer mehr Einträge dazu.

Die beiden Fälle zeigen einmal mehr auf, dass viele Leute das Internet und/oder die Blogosphäre noch nicht wirklich verstanden haben. Solange kein klarer Rechtsverstoss erkennbar ist, wird das immer ein Echo nach sich ziehen, dass in den meisten Fällen in dieser Form nicht gewünscht war, und ein Image eher beschädigen als verbessern kann. Da gerade Blogs von Google mit ihren ständig aktualisierten Seiten nach wie vor ein wenig „bevorzugt“ behandelt werden, dauert es jeweils nicht lange, bis die Blogs auf Topplätzen in den Suchresultaten gelistet sind. Mit der zunehmenden Verbreitung erreichen die Fälle auch die „Mainstreammedien“ wie Golem oder werden in einem Eintrag bei Wikipedia vermerkt.

Und das war wohl kaum das Ziel des Sozialgerichts oder des Heidi Klum-Papa’s. Ein Schuss, der wohl nach hinten losging. Wie schreibt Plus Eins so schön: „Wie in jedem Großkonzern üblich laufen nun auch bei Blogger Inc. Deutschland Sofortmassnahmen an. Die Meldung über das Eintreffen dieses VIP-Mails verbreitet sich unter den Kollegen wie ein unkontrolliertes Lauffeuer.

Und auch die rechtlichen Ansichten zum Thema kommen nicht zu kurz:

Willkommen im 2006

Schon interessant, was sich in der Silvesternacht so alles zuträgt. Da warten alle bei teilweise hohem Alkoholkonsum darauf, dass es Mitternacht wird, nur um erneut mit alkoholischem Saft anzustossen, wildfremden Leuten „Happy New Year“ zu wünschen und alles und jeden, das sich in der Nähe befindet, zu umarmen.
Noch mehr zu denken aber gibt, was in den Stunden nach dem Jahreswechsel so alles passiert: Mit steigendem Alkoholpegel häufen sich dann auch Liebes- und Beziehungsprobleme und scheinbar harmlose Diskussionen arten plötzlich in Streitigkeiten aus…

Wie gut, dass wir neben den ganzen Troubles um uns herum einen eigentlich rundherum gelungen Jahreswechsel feiern konnten. In diesem Sinne wünsch‘ ich euch, wenn auch verspätet, ein glückliches und erfolgreiches neues Jahr!

Beschäftigungstherapie

Rund um Weihnachten scheint es einigen Leuten an Beschäftigung zu mangeln und so widmet man sich in der sinnfreien Zeit einfach etwas intensiver dem Internet. Dass dabei nicht immer viel schlaues herauskommt, zeigte sich bereits beim Shopblogger, dem das Sozialgericht Bremen Namensanmassung vorwirft.
Doch damit nicht genug. Scheinbar hat auch der Vater von Heidi Klum ein bisschen zuviel Freizeit und dafür nicht sehr viel Ahnung vom Internet. Wie sonst ist es zu erklären, dass er den Werbeblogger auffordert, den Namen Heidi Klum aus der URL eines Posts zu entfernen, da dieser gesetzlich geschützt sei.

Oh Du schöne, schöne Weihnachtszeit…

(via Peter, aus einem Kommentar)

Der Shopblogger im Behördenclinch

Behörden sind eifrig, manchmal auch etwas übereifrig. Aber vielfach sind sie in Gebieten eifrig, die gar nicht zum eigentlichen Aufgabenbereich der Behörde gehören. So darf sich Björn, alias der Shopblogger, neuerdings mit dem Sozialgericht Bremen herumschlagen, die ihm den Tatbestand der Namensanmassung vorwerfen.

Und das alles nur, weil er am 27. Mai 2005 einen Post mit dem Titel „Sozialgericht Bremen“ schrieb (den Titel des Posts hat er unterdessen in „Volle Ladung“ geändert). Das Sozialgericht hat ihm nun einen Schreiben zukommen lassen und ihn mit folgender Begründung aufgefordert, die Namensanmassung zu unterlassen:

Eine Namensanmaßung im Sinne von § 12 BGB liegt vor, wenn der Verletzer diesen Namen unbefugt gebraucht und dadurch schutzwürdige Interessen des Berechtigten verletzt.
Eine Verletzung solcher schutzwürdigen Interessen ist gegeben, wenn durch die unbefugte Namensverwendung eine Zuordnungsverwirrung entsteht (vgl. Urteil des LGH Hannover vom 12.09.2001 – 7 O 349/01). Eine solche Zuordnungsverltzung liegt vor, da, wenn man unter Google den Namen „Sozialgericht Bremen“ eingibt, Ihre Internetadresse unter den ersten zehn Treffern erscheint. Es wird suggeriert, dass es sich um eine offizielle Seite des Sozialgericht Bremen handelt. Da erst die Überschrift erscheint und dann die Seite aufgebaut wird, bleibt dieser Eindruck zunächst bestehen.

Noch lustiger wird die Sache, wenn man weiss, dass es im zitierten Urteil des LGH Hannovers darum ging, „dass eine Privatperson sich die Domain eines Ministeriums reserviert und benutzt hat, dazu noch ohne konkret die möglichen Besucher der Site darauf hinzuweisen, das sie nicht beim entsprechenden Ministerium gelandet sind.“
Was nun aber das Vergehen von Björn mit dem genannten Urteil zu tun hat, bleibt mehr als schleierhaft.

Das wär ja noch schöner, wenn man einfach jeden verklagen kann, der in den ersten zehn Suchresultaten in Google auftaucht. Da hätte auch ich auf einmal einiges an Arbeit und Daniel Boos, Tempa, der Amtsleiter und viele mehr hätten auf einmal mit Post von meinem Anwalt zu rechnen. Namensanmassung, jawoll! 😉

Windows Passwort-Recovery

Wer sein Windows-Passwort vergessen hat, hatte unter Windows 95, 98 & Co. keine grossen Probleme. Im Login-Screen einmal die Taste „Esc“ gedrückt, und schon war das Fenster verschwunden. Unter Windows 2000, Windows XP und Windows 2003 Server sieht das schon ganz anders aus.
Aber auch hier gibt es eine Lösung, wie Alain in seinem Blog aufzeigt. Zwar brauchts dafür ein paar Klicks mehr, scheint aber offensichtlich zu funktionieren.

HowTo: WordPress-Upgrade

Nachdem WordPress nun in der neuen Version 2.0 erschienen ist, gibt es auch bereits etliche Postings zum Thema. Manuel Bieh hat sich die Mühe gemacht, und die englischsprachige Upgrade-Anleitung in eine deutsche Version zu übersetzen.

Allen, die mit einem Upgrade liebäugeln, möchte ich diese Anleitung wärmstens ans Herz legen. Ich werde, wie bereits hier erwähnt, vorläufig noch zuwarten, da meine Blogs so laufen, wie ich mir das vorstelle und ich bis jetzt auch kein wirklich wichtiges Feature in der neuen Version finden konnte, das mich von einem sofortigen Upgrade überzeugen könnte…

Weitere interessante Postings zum Thema:

slug.ch mit Hoster-Problemen

Die Homepage von slug.ch ist derzeit inhaltlich ziemlich geschrumpft, nur folgender Text ist dort noch nachzulesen:

Hostpoint lässt SLUG sterben
Die „Profi“-Webhoster Hostpoint sind nicht in der Lage, eine Seite wie SLUG zu hosten. Aus diesem Grund ist SLUG derzeit nicht in Betrieb. Sobald die Sache geklärt ist, werde ich mich daran machen SLUG wieder in Betrieb zu nehmen (wird wahrscheinlich nicht mehr dieses Jahr sein).

Benjamin als Betreiber von slug.ch teilte mir auf meine Nachfrage hin mit, dass die Cronjobs, welche die RSS-Feeds der verschiedenen Blogs „abholen“, gemäss Aussage von Hostpoint zu einer „massiven Instabilität“ führten. Hostpoint habe deshalb die Cronjobs abgestellt, so dass sich Slug naturgemäss nicht mehr weiterbetreiben lässt.

Was die Aussagen von Hostpoint zur Last der Cronjobs betrifft, kann sich jeder denken was er will. Offenbar aber scheint Hostpoint negative Äusserungen gar nicht gerne zu sehen, zumindest drohte man Benjamin sogar mit einer Strafklage wegen Rufschädigung, wie er in seinem Blog bytezh erklärt:

Da mir Hostpoint bereits vor einer Woche mit einer Klage wegen Rufschädigung gedroht hat als ich über die Ausfälle von Hostpoint geschrieben habe, werde ich ein Statement betreffend SLUG und Hostpoint auf die kommenden Tage verschieben. Wobei: Rufschädigung ist es ja nicht, wenn man über seine Erfahrungen mit einem Hoster schreibt.

Und genau das ist der Punkt: Solange Benjamin seine Aussagen belegen kann, hat er auch von einer Strafklage nichts zu befürchten und ich hoffe, dass er sich davon nicht einschüchtern lässt.

slug.ch bleibt übrigens trotz des derzeitigen Ausfalls auf der Liste der Schweizer Aggregatoren, da Slug ja in Kürze „wiedergeboren“ werden soll…

Weihnachten überall…

Alle Welt schreibt über Weihnachten. Man zeigt uns, wie der „Heiligmorgen“ aussehen kann, wünscht sich einen hochkonzentrierten Weihnachtsmann oder zeigt uns auf, dass das Verscherbeln der geschenkten Opern-CD auf eBay auch viel Ärger einbringen kann.

Wieder andere bedanken sich artig für die erhaltenen Karten und Präsente, während das horizontale Gewerbe grosszügig Weihnachtsgeld verteilt.

Und wer nicht sicher ist, was er mit den erhaltenen Weihnachtsgeschenken anfangen kann, prüft am besten mit dem „Prediction flowchart for geek gifts„, wie damit zu verfahren ist…

Aber ich? Was soll ich noch zu Weihnachten schreiben, schliesslich wurde überall bereits alles gesagt…
Also machen wir’s kurz: Auch von mir an euch alle, frohe Weihnachten!

Ajax Translator

Ich stelle gerade fest, dass ich bis heute noch gar nie über Ajax geschrieben habe. Das kommt sicherlich davon, weil ich mich einerseits noch nicht gross mit der Materie befasst habe (wer kann schon jedem neuen „Hype“ ständig hinterher rennen) und andererseits aber auch, weil es wenige Ajax-Implementationen gab, für die ich mich wirklich begeistern konnte.

Heute jedoch bin ich auf den AjaxTrans gestossen, ein auf Ajax basierender Online-Übersetzer.

Ajax Translator

Hier ist Ajax, finde ich, ziemlich spannend, denn der Translator übersetzt den Text bereits während dem Tippen. Auch ein Wechsel der Zielsprache findet „on-the-fly“ statt und macht Übersetzungen in mehrere Sprachen einiges einfacher.

(via Ajax Magazine)