Musicstar vs. Superstar

Zwar bin ich wegen meinem ständigen Rumreisen noch gar nicht dazu gekommen, mir das Programm des neuen Schweizer PrivatTV-Senders 3+ näher anzusehen. Dass 3+ mit „Superstar“ aber das Format „Musicstar“ des Schweizer Fernsehens (SF) konkurrenzieren würde, war jedoch schon länger klar. Nun rächt es sich für SF aber, dass man bei den Domainnamen ausschliesslich (?) auf die Endung .tv setzt, denn 3+ präsentiert auf der Domain musicstar.ch nun folgende Boxen:

Screenshot von musicstar.ch

Während ein Klick auf die erste Box („Ich will singen und einen Plattenvertrag“) zu 3+ bzw. zum Superstar-Casting führt, wird man bei der zweiten Box („Ich will lustige Choreographien einüben, bis zur Erschöpfung tanzen, gelegentlich ein mir völlig unbekanntes Lied singen und danach wieder Haare schneiden“!) zur Domain musicstar.tv von SF geleitet. Nicht nur marketingmässig gut gemacht, sondern wohl auch aus rechtlicher Sicht: Ohne den Link zu SF wäre eventuell eine Klage gegen 3+ wegen Marken- bzw. Namensrechten fällig gewesen.

(via persoenlich.com)

BlogMusiK – Legal oder nicht?

Zugegeben, so macht Musik on Demand via Internet Spass. Mit der Volltextsuche von BlogMusiK lassen sich Titel und Interpreten vernünftig durchsuchen und es wird auch meist eine anschauliche Anzahl von Treffern geliefert. Zudem findet die Suche auch eher unbekanntere Interpreten, was den Spassfaktor nochmals erhöht.

Screenshot BlogMusik.net Player

Doch wie funktioniert BlogMusiK? Auf der Webseite finden sich dazu keinerlei Informationen und das dazugehörige Blog scheint derzeit mit technischen Problemen zu kämpfen. Ich behaupte jetzt mal, man möge mich korrigieren, das das Angebot nicht wirklich legal ist, denn die abspielbaren Songs kommen nicht vom Server von BlogMusiK, sondern werden von fremden Websites geladen. Wer beim Laden eines Songs einen Blick auf seine Browser-Statusleiste wirft, wird feststellen, dass die Songs von den unterschiedlichsten Sites gestreamt werden. Ob die Betreiber der entsprechenden Sites allerdings davon Kenntnis haben und ob sie selber im Besitz der entsprechenden Rechte sind, ist zumindest fraglich.

Denkbar ist, dass BlogMusiK das Internet nach MP3-Files durchsucht und diese dann im eigenen Player zur Verfügung stellt. Dafür sprechen zumindest die teilweise mehrfach vorhandenen Titel in den unterschiedlichsten Schreibweisen. Oder auch die 30 Sekunden-Kurzversionen, die beispielsweise bei einer Suche nach „Monchy y Alexandra“ angezeigt werden: Zwar werden 15 Songs gefunden, die ersten 14 jedoch sind allesamt nur 30 Sekunden lang. Unterschied? Die 30 Sekunden-Samples werden von latribulatina.it geladen, währenddem der vollständige 15. Musiktitel von villasombrero.com gestreamt wird.

Doch trotz allem: Auch ich hab mich ein bisschen in BlogMusiK verliebt. Bleibt nur zu hoffen, dass uns unser virtueller BlogMusiK-Player lange erhalten bleibt…

Eher ruhig

…wirds hier wohl über das kommende Wochenende. Kein Wunder, schliesslich blogge ich bis Sonntag vermehrt drüben im Travelblogger, denn es steht ein luxuriöses Wochenende an. Das Hotel Beau Rivage Palace in Lausanne, gerade eben zum besten Hotel der Schweiz gewählt, lädt zu Diner und Spa-Besuch. Und das sollte man sich nicht entgehen lassen…

Alles weitere direkt beim Travelblogger.

Blogs als Schneeballsysteme

Matthias muss ja ganz spezielle Kollegen haben, wenn die ihm so ein Fake zusenden:

Wiesbaden. Das BKA schlägt Alarm: Immer mehr Internetznutzer werden Opfer sogenannter “Blogger”. Sobald der Nutzer einen solchen “Blog” besucht, wird er intensiv umworben: Dort unterhalten die “Blogger” nämlich Empfehlungslisten derjenigen Blogs, die weiterempfohlen werden sollen; sogenannte “Blogrolls”. Damit nicht genug, werden die “Blogger” auch tätig indem sie mit “Trackbacks” und “Comments” in anderen, unbeteiligten Blogs für den eigenen Blog werben. Primär sollen die Werbeeinnahmen der beworbenen “Blogs” gesteigert werden.

Fatal für die Opfer: Einmal in den Fängen der “Blogger”, verbringen sie Stunden und Tage mit Lektüre und Weiterempfehlung der “Blogs”. Viele “Blogger” vernachlässigen deshalb ihre Pflichten: Manchen “Bloggern” wurde vom Arbeitgeber wegen “Bloggens” am Arbeitsplatz bereits gekündigt, anderen wurde die Kündigung angedroht; auch von Scheidung wegen “Blogs” wird schon geredet.

Aufgrund ihres suchtartigen “Blog”-Konsums und dem psychischen Druck durch andere “Blogger” ist es für die Opfer schwer, aus dem Schneeballsystem wieder auszusteigen.

Gemäss einem Sprecher der BKA ist momentan trotz intensiver Nachforschungen unbekannt, welche Firma für dieses illegale Schneeballsystem verantwortlich ist. Internetbenutzer werden deshalb eindringlich gewarnt, sich von “Blogs” fernzuhalten. Allfällige verdächtige Beobachtungen sind dem BKA zu melden.

Andererseits: Irgendwie ist das gar nicht so falsch, denn bloggen macht schon etwas süchtig. Mache ich mich jetzt strafbar, weil ich in einem Schneeballsystem mitmache?

Paris Hilton als Limited Naked Edition

Der britische Streetart-Künstler Banksy macht derzeit mit einer ziemlich speziellen Aktion auf sich aufmerksam. Er hat insgesamt 500 CDs und das dazugehörige Booklet von Paris Hiltons Debutalbum verändert und diese in insgesamt 42 verschiedene CD-Shops in Grossbritannien zurückgeschmuggelt.

Paris Hilton - Debut Album - Banksy Edition

Somit haben wohl knapp 500 Personen unwissentlich Paris‘ neues Album gekauft, finden darin aber nur Banksy’s Musik und das mit einigen (nackten) Tatsachen veränderte Booklet vor. Allerdings dürfte sich der Besitz einer solchen CD durchaus lohnen, denn bereits gibt es erste Exemplare [PDF] davon auf eBay, zum Beispiel zum „Sofort-Kaufen“-Preis von 1’200 britischen Pfund.

(via Werbeblogger | Foto: flickr)

Berlin in 5 Tagen

Erkenntnisse zu 5 Tagen Berlin und IFA:

  • 5 Tage Messe gehen in die Beine.
  • 4 Nächte sind zuwenig um Berlin zu sehen, insbesondere wenn man abends eh schon auf dem Hund ist.
  • Traue keiner Pension, die Du via Internet gebucht hast.
  • Berliner Taxis sind günstiger als Zürcher Taxis.
  • In Berlin gibts keine U-Bahn-Verbindungen nach 0:30 Uhr (ausser am Wochenende).
  • Berliner Blogger sind doch auch ganz nett. Nur sollte ich beim nächsten Mal auch ein Foto schiessen…
  • Berliner Handgepäckkontrollen am Flughafen sind genauer (mühsamer, kurioser).
  • Berlin-Tegel karrt Koffer auch im grössten Regen ungeschützt durch den Flughafen.
  • Chinesen zeigten an der IFA nicht nur Unterhaltungselektronik, sondern auch Haartrockner und fernsteuerbare Fussmassage-Geräte.
  • Prospekt- und Gratis-Zeugs-Jäger (daran zu erkennen, dass sie mindestens vier prall gefüllte Tragtaschen mit sich rumschleppen) gibts immer noch. Ich habe nur keine Ahnung, was die mit all ihrer Ware machen wollen.
  • Andreas Göldi war offenbar auch an der Messe, nur hat mir das keiner gesagt. Schade, hätte gern einen Kaffee spendiert…

Was an der Messe aber wirklich los war (oder eben nicht) haben Shibby, Peter und ich auf neuerdings festgehalten.

Sitzen im Grünen

Nach Tagen der Ruhe hier im Blog ist es wohl an der Zeit, mal wieder ein Lebenszeichen von mir zu geben. Auf geheimen Wegen konnte ich dieses Foto einem Kurier mitgeben:

Probesitzen

Wie man sieht, sitzt (oder steht) es sich hier im Sommergarten der IFA gar nicht soo schlecht. Zumindest dann, wenn man nachher wieder rausgelassen wird… :mrgreen:

Sorry about that

Drüben bei creative bastard hat sich jemand eine neue Möglichkeit ausgedacht, sich die nervenden Telefonverkäufer vom Leibe zu halten. Man nehme ein paar Sprüche wie „Can you tell me how it work exactly?“, „I’m definitely really interested, i really like to know a bit more“, „What else you can tell me about this offer?“ oder „That sounds great!“, speichere diese und leite den anrufenden CallCenter-Agent ganz einfach auf die Aufnahmen um. Welche Freude das dem Anrufenden macht, kann man sich gleich selbst anhören.

Da bin ich doch schon mal auf den angekündigten Podcast gespannt…

(via LostFocus)

Gmail Probleme

Bin ich eigentlich der Einzige, der heute morgen Probleme mit Gmail (oder für meine deutschen Leser, Google Mail) hat? Der Zugriff via Web klappt wunderbar, doch ein Senden von Mails via lokalem Mailclient über smtp.googlemail.com schlägt fehl. Natürlich, Passwort und Login hab ich jetzt wohl schon zum zehnten Mal probiert, daran kann es also nicht liegen.

Vielleicht liegt es aber auch einfach nur daran, dass einer Googles Gmail gekauft hat:

Buy gmail online

Es gibt schliesslich nichts, was nicht über eBay käuflich zu erwerben wär.