Glaubt man 20 Minuten Online, dann soll Madonna im Sommer nun doch in die Schweiz kommen. Heute um 10.30 Uhr soll Good News an einer Medienkonferenz das Datum und weitere Details zum Tourneehalt von Madonnas „Sticky And Sweet“-Tour auf dem Militärflugplatz Dübendorf bekanntgeben. Gut möglich, dass man also gar nicht nach Amsterdam reisen muss, um der Pop-Diva einmal ganz nahe zu sein, denn aufgegeben hatte Good News-Chef Andre Béchir trotz zwischenzeitlicher Beendigung der Verhandlungen nie:
Ich hoffe weiter auf einen Auftritt von Madonna in Dübendorf im Zeitraum zwischen Ende August und Mitte September. Dafür werde ich kämpfen und alles daran setzen, um die Gespräche wieder aufzunehmen.
Ein Konzert von Madonna in der Schweiz wär dann wohl das Konzert-Highlight des Jahres. Fragt sich nur, ob sich das der Normalbürger auch leisten kann…
[Update] 11:00 Uhr
Tatsächlich: Madonna wird am Samstag 30. August 2008 auf dem Gelände des Militärflugplatz Dübendorf Station machen. Tickets sollen ab dem 23. Mai 2008 beim Ticketcorner erhältlich sein.
Eine Untersuchung der Anwaltskanzlei DLA Piper hat ergeben, dass 46 Prozent der befragten britischen Webnutzer einen freiwilligen Verhaltenskodex für Blogger und Online-Kommentatoren begrüssen würden. Laut der Mitteilung von pressetext sollen die Regeln dabei vor allem auf die geltende Gesetzeslage in Bezug auf Diffamierung, geistige Eigentumsrechte und Anstiftung zu einem Verbrechen eingehen. Unter Bloggern sei ein solcher Kodex allerdings umstritten, wie der Untersuchung zu entnehmen ist: 34 Prozent der Blogger lehnen solche Pläne vehement ab, während 32 Prozent sich für eine Umsetzung aussprechen würden.
Allerdings stellt sich die Frage, ob eine solcher Kodex wirklich notwendig ist, schliesslich bewegen sich Blogger hierzulande keineswegs in rechtsfreiem Raum. Dies stellt auch Dennis Breuer von der IT Recht Kanzlei fest:
Grundsätzlich stehen Blogger in Deutschland in einer ähnlichen rechtlichen Verantwortung wie die klassische Presse, da es in beiden Fällen in der Regel um die Veröffentlichung von Meinungen und Berichten geht. […] Blogs werden als Informationsquelle zunehmend ernst und entsprechend auch in die Verantwortung genommen. Jeder, der in einem Blog Meinungen und Beiträge veröffentlicht, sollte sich dessen bewusst sein. Mit einem so entwickelten rechtlichem Gespür lassen sich dann viele potenzielle Konflikte vermeiden.
Ein Kodex wird also sicherlich nichts direkt ändern. Wer sich nicht an Regeln halten will, tut das auch bei einem vorhandenen Kodex nicht. Allerdings könnte ein solcher zumindest mithelfen, das Bewusstsein der Blogger zu schärfen, dass sie für ihre Veröffentlichungen verantwortlich sind. Dazu gehört nicht nur, keine Unwahrheiten zu verbreiten, sondern auch Urheberrechte (sei es nun für Text, Bild oder Video) zu beachten. Ansonsten kann aus dem vermeintlich spassigen Hobby bald einmal ein teurer Appetitverderber werden.
Mit Fair Blogging gibt es auch in der Schweiz einen solchen Codex, dem sich Blogger freiwillig unterstellen können. Ich meinerseits gehe in meinem Verständnis sogar noch etwas weiter und halte mich, so gut es geht, an den Journalistenkodex des Schweizer Presserat, der doch um einiges ausführlicher gestaltet ist…
Drei Tage nach der Ankündigung der Swisscom, das iPhone noch in diesem Jahr auf den Schweizer Markt zu bringen, übt man sich dort im „Versteckis-Spielen“. War am letzten Mittwoch wenigstens eine kleine Notiz auf der Homepage und ein „Interessenten-Formular“ vorhanden, findet sich heute nichts mehr dazu. Die Ankündigung auf der Homepage ist weg und der Formularlink leitet auf die Medienseite weiter. Immerhin: Dort findet sich der kleine iPhone-Zweizeiler noch.
Erstaunlich dass die Swisscom bereits nach wenigen Tagen via Formular keine Adressdaten von Interessierten mehr sammelt und sich stattdessen regelrecht versteckt. Erst recht, weil die Swisscom Apples Mobiltelefon ja nicht exklusiv vertreiben darf, wie ich bereits am Mittwoch in meiner Kolumne spekulierte. Orange, der zweite im (Vertriebs-) Bunde, bietet zwar auch nicht mehr Informationen zur Einführung, hat nun aber ein Interessentenformular online. Wechseln sich die beiden Anbieter nun einfach ab? 3 Tage sammelt die Swisscom Interessenten und danach für drei Tage Orange?
Irgendwie ist mir die Marketingstrategie rund um das iPhone einfach suspekt…
Die einflussreiche Anti-Scientology-Seite enturbulation.org hat eine ihrer Einnahmequellen verloren. Gemäss einem Bericht von The Register hat Google das AdSense-Konto der Aktivisten letzten Dienstag mit folgender Begründung gelöscht:
While going through our records recently, we found that your AdSense account has posed a significant risk to our AdWords advertisers. Since keeping your account in our publisher network may financially damage our advertisers in the future, we’ve decided to disable your account.
Es wird spekuliert, dass Scientology als AdWords-Werber Druck auf Google ausgeübt hat, da auf Enturbulation aufgrund der Keywords wohl Scientology-nahe Werbeblöcke eingeblendet wurden. Das aber kann den Aktivisten nicht vorgeworfen werden, im Gegenteil: Die Scientologen hätten wie jeder AdWords-Werber selbst die Möglichkeit gehabt, bestimmte Domains von der Werbung auszuschliessen.
Bereits letzten Monat hat Google den YouTube-Account von Mark Bunker, Fernsehjournalist und Anti-Scientology Aktivist gesperrt. The Register dazu:
YouTube said it destroyed Bunker’s video channel because he’d already had an account suspended for violations of site policy. But it seems this rule does not apply to the Church of Scientology.
(via vowe)

Also doch: Monatelang war gemunkelt worden, dass die Swisscom den Zuschlag für den Vertrieb von Apples iPhone in der Schweiz erhält. Seit heute wird dies mit einem Hinweis auf der Swisscom-Website bestätigt. Verwunderlich allerdings, dass dort bisher lediglich der Hinweis und ein Formular für einen Newsletter zu finden ist, der über Neuigkeiten zum iPhone informieren soll. Eine Pressemitteilung zur Lancierung des iPhones bei Swisscom fehlt jedoch bis jetzt.
Irgendwie mysteriös…
Kurz nachdem der Link zu meinem Beitrag „Peter Gabriels Webserver geklaut“ am vergangenen Dienstag bei Techcrunch aufgetaucht ist, kamen auch schon die ersten Anfragen via Twitter und in den Kommentaren, was das trafficmässig bringt. Dass der Folgebeitrag „Was steckt hinter dem Webserver-Klau?“ dann auch noch von Heise verlinkt wurde, macht die Zahlenspielerei umso spannender. Wer liefert mehr Besucher: Heise oder Techchrunch?
Kurz gesagt performt der Link von Heise besser. Insgesamt hat der Link im Newsticker innerhalb von 24 Stunden nach der Veröffentlichung ganze 507 zusätzliche Leser hierher gebracht, währenddem der Techcrunch-Link im gleichen Zeitraum „lediglich“ 364 Besucher zu einem Klick verleitete. Allerdings gibt es dafür auf die Schnelle auch zwei Gründe:
Ganz klar: Ein Techchrunch-Link ist Balsam auf die Seele eines Bloggers, bringen tut er im Vergleich hingegen relativ wenig (erst recht, wenn man „bleibende“ Leser hinzurechnet). Da ist der gemeine Blogger mit einem Link in einem deutschen Medium wesentlich besser bedient.
Werber haben es immer schwieriger, mit ihren Botschaften die Aufmerksamkeit der Leser zu erhaschen. Normale Banner verfehlen ihre Wirkung immer mehr und so greift die Branche seit einiger Zeit zu Ideen, die den Leser nerven. Obwohl ich dachte, dass die sogenannten Layer-Ads, also Werbung die sich über den Text legt, bereits wieder ad acta gelegt wurden, greift diese Unsitte nun wieder um sich:

Heute morgen wollten mich sowohl die Webseiten von 20 Minuten wie auch des Blick mit einer nervigen Anzeige von Sunrise vom Lesen ihrer Inhalte abhalten. Auch der Tages Anzeiger steht nicht besser da. Dort hat mir SwissQuote mit einer über dem Text erschienenen Werbung den Lesespass vergällt.
Natürlich: Monetarisierung einer Website via Werbung ist praktisch und bringt (wie auch hier) ein paar Franken rein. Trotzdem frage ich mich, wem solche Layer-Ads nutzen. Dem Website-Betreiber? Kaum, denn der verärgert seine Leser. Aber auch das beworbene Produkt oder die so Firma dürfte sich damit wenig Freunde schaffen. Zwar liegen die Klickraten durch Frustklicks („geh mal weg du doofe Werbung“) sicherlich höher, doch der Ärger über solche Werbung dürfte hoch sein und nicht zu einem positiven Image beitragen.
Vielleicht gibts hier ja einen Werber der mir mal erklären kann, was Werbung, die den Leser auf diese Art verärgert, bringen soll…
Nach dem etwas kuriosen Diebstahl der Webserver von Peter Gabriel in der Nacht auf Montag blieben viele Fragen offen. Höchste Zeit also, etwas Licht ins Dunkel zu bringen und bei Gabriels Firma Real World nachzufragen. Nicht zuletzt auch deshalb, weil auf den Servern ein Onlineshop zuhause ist, und so möglicherweise sensible Kreditkartendaten in die Hände der Diebe gefallen sein könnten.
Andy Wood, Sprecher von Real World, winkt aber ab: Alle persönlichen Daten inklusive der Kreditkartendaten seien in einer separaten „bank approved high security location“ gespeichert und nicht gestohlen worden. Die Kunden habe man bereits via eMail kontaktiert und ihnen mitgeteilt, dass ihre Daten nach wie vor sicher seien.
Klar scheint in der Zwischenzeit auch, dass es kein gezielter „Angriff“ auf Peter Gabriels Webserver war, sondern es ganz einfach nur um die Hardware ging. Neben den zwei Gabriel-Servern sei nämlich weiteres Netzwerk-Equipment und Router von anderen Kunden gestohlen worden, wie Andy Wood weiter ausführt.
Teilweise sind die Webseiten bereits wieder online, allerdings bei einem neuen Provider. Der Vertrauensverlust in Opal Business Solutions war hier wohl zu gross. Um welchen neuen ISP es sich handelt, wollte Wood nicht verraten. Allerdings ist es auch nicht wirklich schwer, herauszufinden, dass sich die Server nun offenbar in den USA befinden.
An der Frühlingsveranstaltung 2008 vom 17. Mai 2008 der digitalen Allmend dreht sich alles um die Creative Commons-Lizenzen. In einer lockeren Atmosphäre bietet sich die Möglichkeit,
sich praktisch, intellektuell, rechtlich oder kritisch mit Fragen rund um Creative Commons und deren Anwendung ausseinanderzusetzen.
An mehreren Tischen stellen Experten, Praktiker und Künstler Themen rund um das Erstellen und Nutzen von freien Inhalten im Netz vor und diskutieren mit den Anwesenden. Ein Schwerpunkt liegt dabei beim freien verfügbar Machen von Inhalten und der Verwendung der Lizenz Creative Commons.
Auch wenn ich die CC Lizenz vor knapp einem Jahr vom Blog entfernt habe, eine erwähnenswerte Veranstaltung. Vielleicht sollte ich mir überlegen, den Event zu besuchen und mich nochmals mit den Pros und Contras zur Creative Commons-Lizenz auseinanderzusetzen.
Die Veranstaltung findet im Cabaret Voltaire in Zürich statt. Der Eintritt ist kostenlos.