Und noch ein Spion: FlickrTickr

Bilder-Voyeurismus scheint derzeit ziemlich angesagt. Kurz nachdem Leu seinen FlickrSpy vorgestellt hat, zog Bloglines mit der Image Wall nach und nun erwächst ihm mit FlickrTickr auch noch Konkurrenz vor der eigenen Haustür.

Bleibt nur noch die Frage, welche Bildershow nun angenehmer anzusehen ist. Während die Image Wall bei mir derzeit nur eine leere Seite liefert und mich sonst öfters mit der Adult-Warnung nervt, die zuerst weggeklickt werden muss, sind sich die beiden Flickr-Spione sehr ähnlich. Das Konzept von FlickrTickr mit der gleichzeitigen Darstellung von 36 Fotos gefällt mir allerdings etwas besser als der Leu’sche FlickrSpy, der durch das ständige Scrollen der Fotos irgendwie „nervös“ wirkt.

(via twenty9)

Markus Notter schaut vorbei

Websites von politischen Parteien oder Wahlkandidaten sind zumeist trocken und unspektakulär. Ziemlich aus dem Rahmen fällt da die neue Website von Regierungsrat Markus Notter. Während der Text (natürlich) sachlich ist, schickt sich Markus Notter in seinem „Videofenster“ an, die Sache nicht immer ganz ernst zu nehmen, wie er selber schreibt:

Die Arbeit als Politiker – insbesondere in einer Regierung – wirkt gegen Aussen oft etwas langweilig. Aber das muss man ja nicht überall spüren. Mit dieser Seite habe ich versucht, etwas Gegensteuer zu geben. Ich hoffe, Sie haben daran genauso viel Freude wie ich.

Homepage von Markus Notter - Screenshot

Notter scheint zudem ein ziemlich geduldiger Mensch zu sein, denn wer eine Zeit lang nicht auf die Webseite klickt, den fragt er freundlich ob er noch gebraucht wird. Wartet man länger, will er Bücher lesen, eine Pfeife rauchen oder putzt schon mal seine Brille. Und wenn es ihm doch zu bunt wird, dann geht er einfach…

Eine gelungene Idee, auch wenn Notter lange auf die eigene Homepage warten musste:

In den letzten Jahren wurde ich immer wieder gefragt, warum ich keine eigene Homepage habe. Die Antwort ist: Ich habe gewartet. Bis die technischen Möglichkeiten gut genug waren, um gleich in jeder Haushaltung auch persönlich vorbei zu schauen.

So ein persönlicher Besuch von Notter kommt zumindest einiges symphatischer rüber als Ueli Maurers Telefonspam vom letzten Jahr…

Eine Topliste der neuen Art

Endlich gibs mal eine Topliste (ausserhalb der Schweiz) in der ich es über den 30. Platz hinaus geschafft habe. Der 22. Platz auf der (experimentellen) Topliste von Dirk „Blogscout“ Olbertz gefällt mir sogar sehr gut, auch wenn ich derzeit noch nicht ganz schlau daraus werde, wie die Punkte dafür zustande kommen. Dirk macht derzeit ja selbst noch ein kleines Geheimnis aus der Berechnung:

Statt dessen werden die Zahlen der Spielwiese verwendet. Auf welche Art und Weise die Punkte berechnet werden, will ich erst in den nächsten Tagen veröffentlichen, da ich eine eventuell aufkommende Diskussion erst einmal auf die Liste selbst fokussieren möchte.

Auch wenn die Grundlage der Liste somit noch nicht klar ist, fällt auf, dass die Charts ziemlich anders aussehen, als man sich das gewohnt ist. Nur schon der ewige Erste aller deutschen Rankings, das Bildblog, ist hier mal „nur“ auf Platz 14 zu finden. Mal sehen, ob sich die Liste neben des „Tagesrankings“ der üblichen mit Technorati-Links berechneten Toplisten zu einer Art „Langzeitranking“ mit Sicht über mehrere Wochen entwickeln kann.

(via Frank Helmschrott)

Erste Sendung von digestiv.tv

Seit heute gibts die erste Folge von digestiv.tv, der „Schweizer Wochensatire mit Biss“ online. Nach dem Vorbild von Ehrensenf soll digestiv.tv wöchentlich in einer vierminütigen Sendung Medienberichte satirisch abhandeln und damit junge Leute für Satire begeistern.

digestiv.tv - Screenshot

Grundsätzlich finde ich die erste Ausgabe gar nicht mal so schlecht, gehe aber mit Ronnie einig, dass es noch einiges Verbesserungspotential gibt. Gerade der fehlende RSS-Feed macht mir eine Rückkehr ziemlich schwer, denn ich werde die nächste Folge bestimmt verpassen wenn ich nicht durch ein Feed-Item darauf hingewiesen werde. Wenn ich mich richtig erinnere, hat sich auch Ehrensenf zu Beginn gegen einen Feed gewehrt, unterdessen scheint das aber kein Thema mehr zu sein. Auch dass die Kommentarfunktion ziemlich versteckt wird, leuchtet mir nicht ganz ein. Hat man Angst vor der Kritik, vor Tipps und Vorschlägen? Ich versteh’s nicht…

Aber aller Anfang ist schwer, und so lässt sich ja hoffen, dass die eine oder andere „Kinderkrankheit“ noch beseitigt wird. Und vielleicht verstehen Ronnie und ich dann auch den Namen des angeblich so bekannten Moderatorinnen-Gesichts…

[Update] 16.02.2007
Wie ich heute morgen feststellen musste, ist die erste Ausgabe schon eine Woche alt. Ab heute ist auf digestiv.tv bereits die zweite Folge online. Und, die Kritiken scheinen erhört worden zu sein, ein RSS-Feed soll es ebenfalls geben. Na also… 😉

Image Wall – Bilder aus RSS-Feeds

Keine Ahnung ob sich Bloglines beim leumundschen flickrspy inspirieren liess, aber mit Image Wall präsentiert man eine sehr ähnliche Bilderanzeige. Einziger Unterschied: Bloglines zeigt (natürlich) Bilder aus RSS-Feeds:

The Image Wall is comprised of dynamically generated images from user feeds and may contain material of an explicit sexual nature or other adult content.

Bloglines Imagewall - Screenshot

Irgendwas spannendes haben diese Bildershows ja schon. Statt langweiliges klicken durch irgendwelche Bildergallerien poppt da immer wieder was interessantes auf…

Spam of the day

Verirrt sich Spam trotz Filter in meine Inbox, muss das was spezielles sein. Und tatsächlich hat es mein Spamfilter heute morgen geschafft, mir ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern:

Sehr geehrter Herr,

Baten wir um seine Erlaubnis zu ihm, durch email die kommerzielle Darstellung zu schicken ihm unserer virtuellen Speicher.
Wir verlangten reagieren Ost-email im Ziel, wenn es von seinem Interesse ist.
Wir verlangten unsere zu ihm aufrichtigere Entschuldigungen im gegenüberliegenden Fall.
Zu seiner vollständigen Einteilung
xxxxxxxxxx.com

xxxxxxxxxx.com verkauft weder noch verkaufen an Bergarbeiter von 18 Jahren ebenso hinweist seine Kunden gemäß dem Einkaufsland darauf seine möglichen Verpflichtungen an Charakter fical oder Zöllner.

Alles klar?

Tom ist …

…der nette Typ von nebenan
…der hammer
…echt voll sweet
…da etwas direkter: “Ich mag Augen und wohlgeformte Ärsche“
…nicht der Vater von Suri
…der einzige Mensch, der beim Squash die Wand besiegte
…in die Jahre gekommen und demnächst steht eine Generalüberholung an
…auch in einzelnen Modulen erhältlich
…entwurmt, geimpft, gechipt
…im RVD als Deckrüde zugelassen
…ein beliebtes Ziel für Molotov-Cocktails
…der Bruder von Major Tom
…krank : (

Puh, erstaunlich was das Internet alles über mich weiss…

(via Daily Me)

Manueller Kommentarspam

Seit einigen Tagen schlagen hier allerlei merkwürdige Kommentare auf. Auf den ersten Blick fallen die Kommentare zwar nicht wirklich auf, denn sie beziehen sich, zumindest mit etwas geistiger Flexibilität, auf den entsprechenden Post und werden „manuell“, also ohne Hilfe von automatisierten Tools, geschrieben. Beim genaueren Hinsehen aber fällt auf, dass wellenweise mit derselben IP und der gleichen eMail-Adresse immer neue Namen als Kommentator hinterlassen werden, die SEO-mässig zur immer wieder ändernden Kommentator-URL (meist dann noch eine Seite in irgend einem Unterverzeichnis) passen. So zeigt im aktuellesten Beispiel der „Heimkino Fan“ auf eine URL, wo über Wasserbetten mit integrierter Heimkino-Anlage geschrieben wird und der „Wasserbetten Fan“ nutzt diverse URLs von Wasserbett-Shops.

Auffallend ist auch, dass ich diese Art Kommentarspam erst seit kurzem, genauer gesagt etwa seit meinem Post „Der Schweizer nofollow-Report„, hier beobachte. Hier nährt sich mir der Verdacht, dass mein gleichentags erfolgter Eintrag ins Verzeichnis „No Nofollow Blogs„, vielleicht doch nicht so eine gute Idee war. Da „No Nofollow Blogs“ ausschliesslich Blogs listet, die in den Kommentaren das „nofollow“-Attribut nicht einsetzen, ist so ein Verzeichnis doch ein gefundes Fressen für (Kommentar-) Spammer. Und tatsächlich lässt sich aufgrund der Logfiles nachvollziehen, dass zumindest ein Teil meiner neuen Stamm- Spam-Kommentatoren via „No Nofollow Blogs“ hierher findet und dann meist mindestens zwei Kommentare nach obigem Muster hier hinterlässt.

Aber lohnen tut sich der Aufwand für die Spammer zumindest in meinen Blogs nicht, denn grundsätzlich kontrolliere ich mir unbekannte Links in den Kommentaren. Und wer entlarvt wurde, fliegt. Aus den Kommentaren, in den Spam-Filter und in die Akismet-Datenbank.

Gutscheine per Paketpost

Gerade kosten- oder umweltbewusst scheint man bei Geschenkidee.ch ja nicht zu sein. Wer sich zum Beispiel ein Erlebnis-Gutschein für „Bali Boreh: traditionelle balinesische Wohltat für Körper, Geist und Seele“ bestellt, nimmt an, dass da ein einfacher Briefumschlag für den Versand reicht.
Aber weit gefehlt: Angekommen ist der Gutschein mit der Paketpost in einem doch nicht ganz kleinen Paket, gefüllt mit einer ganzen Menge dieser unmöglichen Schaumstoff-Chips. Darin hätten wohl noch hunderte Gutscheine mehr Platz gefunden.

Da frage ich doch: Warum einfach, wenns auch kompliziert geht? Immerhin hat man mit dem Paket aber eine Rechtfertigung für die Versandkostenpauschale von Fr. 7.95, denn ein Brief hätte ja nur etwas mehr als einen Franken gekostet…