Drei Tage nach der Ankündigung der Swisscom, das iPhone noch in diesem Jahr auf den Schweizer Markt zu bringen, übt man sich dort im „Versteckis-Spielen“. War am letzten Mittwoch wenigstens eine kleine Notiz auf der Homepage und ein „Interessenten-Formular“ vorhanden, findet sich heute nichts mehr dazu. Die Ankündigung auf der Homepage ist weg und der Formularlink leitet auf die Medienseite weiter. Immerhin: Dort findet sich der kleine iPhone-Zweizeiler noch.
Erstaunlich dass die Swisscom bereits nach wenigen Tagen via Formular keine Adressdaten von Interessierten mehr sammelt und sich stattdessen regelrecht versteckt. Erst recht, weil die Swisscom Apples Mobiltelefon ja nicht exklusiv vertreiben darf, wie ich bereits am Mittwoch in meiner Kolumne spekulierte. Orange, der zweite im (Vertriebs-) Bunde, bietet zwar auch nicht mehr Informationen zur Einführung, hat nun aber ein Interessentenformular online. Wechseln sich die beiden Anbieter nun einfach ab? 3 Tage sammelt die Swisscom Interessenten und danach für drei Tage Orange?
Irgendwie ist mir die Marketingstrategie rund um das iPhone einfach suspekt…
Seit gestern nachmittag sind die Schweizer Webseiten des Telco-Anbieters Orange nicht mehr erreichbar. Andere Server von Orange, wie beispielsweise img.orange.ch oder orangeclick.ch sind allerdings weiterhin erreichbar, so dass das Problem wohl beim Webserver selber zu suchen ist. Orange hält sich dazu allerdings bislang bedeckt. Zumindest konnte ich bisher keine Mitteilung von Orange zum Thema finden.
Ausfälle gab es bei Orange ja bereits früher, allerdings waren diese wohl jeweils geplant (auch wenn ich noch immer nicht verstehen kann, wie man einen Onlineshop für vier Tage schliessen kann).
[Update] 07:00 Uhr
Auch persoenlich.com zählt seit ca. 3.30 Uhr zur Liste der nicht erreichbaren. Heute scheint wirklich der Wurm drin zu sein…
[Update] 08:15 Uhr
persoenlich.com ist nun wieder da…
[Update] 08:36 Uhr
Nun ist auch Orange wieder online. Allerdings handelte es sich beim Problem wohl um ein Routingproblem, denn via Tele2 war die Website offenbar stets erreichbar.
[Update] 12:05 Uhr
Wie Orange-Pressesprecherin Therese Wenger gegenüber Radio Zürisee bestätigt hat, wurde die Webseite Opfer von DoS-Attacken.
(via Mail, danke blomus.)
Beim Mobilfunkanbieter Orange kann man es sich offenbar leisten, keine neuen Kunden zu gewinnen. „Werden Sie Kunde & kaufen Sie online“, heisst es da auf der Homepage, doch wer dem Link folgt, erhält lediglich folgende Meldung:

Liebe Orange, anscheinend habt ihr noch immer nichts dazu gelernt. Einen Online-Shop für Neukunden für volle vier Tage zu schliessen zeugt nicht gerade von Kundenfreundlichkeit. Und auch für die Neukundengewinnung dürfte so etwas nicht gerade förderlich sein. Aber offenbar könnt ihr euch so etwas leisten…
83,6 Millionen SMS- und MMS-Nachrichten seien allein in der Silvesternacht und am Neujahrstag in der Schweiz verschickt worden, meldet die Aargauer Zeitung. Dazu kommen 54,7 Millionen SMS/MMS an Heiligabend und am ersten Weihnachtstag. Macht immerhin die stolze Summe von 138,3 Millionen Kurzmitteilungen.
Da SMS und MMS die Mobilfunknetze jedoch nur minim belasten, und, zumindest im Falle der SMS quasi als Abfallprodukt auf der bestehenden Infrastruktur „mitreisen“, gelten die Mitteilungsdienste nicht umsonst als hervorragende Einnahmequelle. Wenn nun ein Durchschnittspreis von 15 Rappen pro SMS/MMS angenommen wird, so können sich die drei Schweizer Mobilfunkbetreiber Swisscom, Sunrise und Orange über Einnahmen von mehr als 20 Millionen Franken freuen. Generiert in knapp 4 Tagen und so ziemlich ohne eigenen Aufwand.
Na wenn das kein schönes Weihnachtsgeschenk ist.
Eine Woche nach M-Budget Mobile lanciert heute nun auch Coop sein Handy-Prepaid Angebot namens CoopMobile. Coop bietet in Zusammenarbeit mit Orange das etwas anspruchsvollere Angebot an: Im Gegensatz zu M-Budget Mobile ist bei CoopMobile nämlich auch eine Combox enthalten, das Versenden und Empfangen von MMS ist möglich und auch die Portierung einer bestehenden Handynummer wird angeboten.
CoopMobile scheint, zumindest auf den ersten Blick, teurer als das Migros-Angebot zu sein, denn eine Minute telefonieren kostet bei CoopMobile 46 Rappen (M-Budget Mobile 44 Rappen).
Dies ist aber nur auf den ersten Blick teurer, denn ein genauerer Blick zeigt ein anderes Bild. Rechnet man nämlich die „10 Rappen-Taktung“ der Swisscom (als Partner von M-Budget Mobile) mit ein, so ist CoopMobile mit 46 Rappen effektiver Kosten günstiger als M-Budget Mobile.
Comparis schreibt zum „10 Rappen-Takt“ denn auch, dass diese Taktung das telefonieren über die Mobil- und Festnetzangebote der Swisscom signifikant teurer macht. Bei einer monatlichen Telefonrechnung von Fr. 100.– bezahle man durch die Taktung so durchschnittlich rund Fr. 7.– mehr.
Ein weiterer Punkt spricht, zumindest für mich und meine SMS-Gewohnheiten, für CoopMobile, denn Coop verrechnet pro SMS, egal ob in die Schweiz oder ins Ausland verschickt, 10 Rappen. Die Migros hingegen unterscheidet zwischen Inlands-SMS (10 Rappen) und Auslands-SMS (20 Rappen). Ich hatte bereits hier darüber geschrieben.
Mehr Informationen:
[Update]
Sebastian weist in seinem Kommentar darauf hin, dass die Migros ab 3. Oktober 2005 ebenfalls eine sekundengenaue Abrechnung der Anrufe vornehmen wird. Siehe Meldung bei teltarif.ch.
Da sind sie nun, die beiden Mobile-Angebote der Grossverteiler Migros und Coop. Bei der Migros mit „M-Budget Mobile“ gibt’s ab heute Mobiltelefonie für 44 Rappen pro Minute in alle Schweizer Mobil- und Festnetze und SMS für 10 Rappen. Die SIM-Karte gibt’s für Fr. 19.80 in jeder Migros-Filiale und enthält Fr. 15.– Gesprächsguthaben.
Ähnliches bietet Coop mit „CoopMobile“ ab dem 20. September 2005: Auch dort kostet ein SMS 10 Rappen, eine Gesprächsminute kostet dort allerdings 2 Rappen mehr, nämlich 46 Rappen, die SIM-Karte kostet dafür nur Fr. 19.– und enthält ebenfalls Fr. 15.– Gesprächsguthaben.
Die Unterschiede der beiden Angebote finden sich vor allem im Detail. Beim Angebot von Coop (über das Orange-Netz) ist eine Combox inbegriffen und es können auch MMS verschickt werden (50 Rappen/MMS). Zudem besteht die Möglichkeit der Nummernportierung, also die „Mitnahme der eigenen Nummer“ zu CoopMobile. Die Migros (via Swisscom-Netz) gibt sich hier wesentlich knauseriger, denn bei M-Budget Mobile ist weder eine Combox, noch der Versand von MMS möglich (und auch nicht separat erhältlich). Zudem bietet Migros die Nummernportierung nicht an, so dass jeder M-Budget Mobile-Kunde eine neue 077er-Nummer erhält. Auch bei Anrufen auf die Hotline bittet die Migros zur Kasse und verlangt Fr. 2.50/Minute. Coop supportet (zumindest bis 31.12.2005) kostenlos via 0800er-Nummer.
Das Aufladen von Gesprächsguthaben kann bei beiden Anbietern direkt an der Ladenkasse vorgenommen werden. Bei Coop-Mobile lassen sich auch Superpunkte in Guthaben umwandeln (1000 Punkte = Fr. 10.–), dafür kann das Guthaben bei der Migros auch via Kreditkarte im Internet erhöht werden.
Gut möglich ist, dass die Preise und Möglichkeiten der Angebote noch verbessert werden, denn nachdem bereits gestern beide Anbieter in die Kritik geraten sind, senkte die Migros die Minutenpreise ihres ursprünglichen Angebots von 46 auf 44 Rappen/Minute. Zudem gehe ich davon aus, dass auch die Verfügbarkeit von MMS nochmals geprüft wird, da ein solcher Dienst vor allem auch das jüngere Zielpublikum ansprechen dürfte.
Normalerweise werde ich von Werbung ja eher genervt: In Zeitungen kann ich zwar einfach weiterblättern aber bspw. bei Radio und Fernsehen wirds schon einiges mühsamer. Dazu noch der ganze Werbeschrott im Briefkasten.
Dass es auch anders geht, hat der Mobilfunkkonzern Orange in der Dominikanischen Republik vor kurzem gezeigt:
Da gab es am 18. Juli 2005 neben Gratis-SMS innerhalb des Orange-Netzes auch die Tageszeitungen „Hoy„,“El Nacional“ und „El Caribe“ gratis und einige Busrouten in der Hauptstadt Santo Domingo konnten kostenlos benutzt werden. Dazu gab es Fernsehen und Radio zu einigen Tageszeiten ohne Werbeeinblendungen, und Orange verteilte dazu in mehreren Städten des Landes kostenloses Trinkwasser.
Das wär doch was, was man auch hierzulande mal machen könnte…
(via Diario Libre)
the future is Offline…

Schnappschuss von heute, 16:05 Uhr…
16:05 Uhr? Hää? Die beste Zeit um am Server rumzubasteln, schliesslich surft um diese Zeit sicher niemand…
Warum bloss habe ich solche Aktionen an Kundenservern bis heute immer in der Nacht gemacht. Ich glaube ich muss da umdenken 
Unterdessen sind die Wartungsarbeiten offenbar abgeschlossen…