Eierattacke auf Steve Ballmer

Das Leben als CEO ist nicht einfach. Schon gar nicht als CEO von Microsoft. Das zeigte sich gestern wieder einmal bei einem Speech an der Corvinus Universität in Budapest, wo Steve Ballmer zur unfreiwilligen Zielscheibe eines Studenten wurde. Dieser beschuldigte Microsoft, ungarische Steuergelder gestohlen zu haben, forderte die Rückgabe „right now“ und unterstrich seine Forderung mit dem Wurf von drei Eiern:

„It was a friendly disruption“ meinte Ballmer, nachdem der Störenfried entfernt worden war…

Ein weiteres Video mit einer Nahansicht des Eierwerfers findet sich hier.

(via Media & Tech)

Futurecom-Blog: Internet Explorer only?

Dass die verschiedenen Browser Webseiten nicht immer gleich anzeigen, ist ein alter Hut. Trotzdem scheint diese Erkenntnis nicht bis zur Fullservice-Agentur Advico Y&R, die ja auch für die Free Internet-Kampagne von Sunrise verantwortlich zeichnet, durchgedrungen zu sein. Deren Schwester-Agentur Futurecom lässt seit einigen Wochen auf deren Frog-Blog nämlich nur kommentieren, wer mit dem Internet Explorer surft. Mit Firefox hingegen ist weit und breit kein Kommentarformular zu sehen. Dafür aber Schnipsel von HTML-Kommentaren:

Frog Blog HTML-Fehler

Frog Blog HTML-Fehler

Trotz zweimaligem Hinweis darauf hat sich bis heute nichts geändert. Schade. Erst recht für eine Agentur, die Ihre Kompetenz in Sachen Webdesign so hervorhebt:

Sie wollen nicht einfach eine Website, sondern eine, die überzeugt. Ein Auftritt, der ganz im Zeichen des optimierten Dialogs mit Ihren Kunden steht.
[…]
Sie möchten mit Designern und Textern zusammenarbeiten, deren oberstes Gebot Funktionalität heisst und die überraschende, kreative Umsetzungen und Ideen für sämtliche Kommunikationsprozesse entwickeln.

Na dann warte ich mal, bis das oberste Gebot der Funktionalität umgesetzt ist und sich so wieder ein optimierter Dialog führen lässt…

[Update] 18:42 Uhr
Eines muss man den Jungs lassen: Sie reagieren schnell. Knapp eine halbe Stunde nach Veröffentlichung dieses Beitrags, war auch schon der erste Leser aus dem Hause Futurecom hier auf dem Blog. 40 Minuten später war Andi Widmer, CEO von Advico Y&R am Telefon und in der Zwischenzeit ist die Firefox-Kompatibilität wieder hergestellt. Chapeau!

Sticky & Sweet: Der 30.08.2008 ist Madonna-Tag

Die Katze ist aus dem Sack: Die Sticky & Sweet-Tour führt Madonna erstmals in die Schweiz. Der Star wird am Samstag, 30. August 2008 ab 21 Uhr auf dem Militärflugplatz Dübendorf auftreten.

Nicht ganz günstig sind, wie zu erwarten war, die Ticketpreise: Sitzplatztickets auf der gedeckten Tribüne kosten Fr. 300.-, auf der ungedeckten Seite Fr. 250.- und ein Stehplatz kommt auf Fr. 150.- zu stehen. Immerhin gilt das Ticket auch als Bahnticket für die Hin- und Rückfahrt in der 2. Klasse ab einer Schweizer Ortschaft nach Dübendorf.

Nun muss ich mir nur noch einen Sponsor suchen, der mir ein VIP Candy Package spendiert (was immer da auch drin ist) 😉

Madonna: Nun doch Konzert in Dübendorf?

Glaubt man 20 Minuten Online, dann soll Madonna im Sommer nun doch in die Schweiz kommen. Heute um 10.30 Uhr soll Good News an einer Medienkonferenz das Datum und weitere Details zum Tourneehalt von Madonnas „Sticky And Sweet“-Tour auf dem Militärflugplatz Dübendorf bekanntgeben. Gut möglich, dass man also gar nicht nach Amsterdam reisen muss, um der Pop-Diva einmal ganz nahe zu sein, denn aufgegeben hatte Good News-Chef Andre Béchir trotz zwischenzeitlicher Beendigung der Verhandlungen nie:

Ich hoffe weiter auf einen Auftritt von Madonna in Dübendorf im Zeitraum zwischen Ende August und Mitte September. Dafür werde ich kämpfen und alles daran setzen, um die Gespräche wieder aufzunehmen.

Ein Konzert von Madonna in der Schweiz wär dann wohl das Konzert-Highlight des Jahres. Fragt sich nur, ob sich das der Normalbürger auch leisten kann…

[Update] 11:00 Uhr
Tatsächlich: Madonna wird am Samstag 30. August 2008 auf dem Gelände des Militärflugplatz Dübendorf Station machen. Tickets sollen ab dem 23. Mai 2008 beim Ticketcorner erhältlich sein.

Ist ein Blogger-Kodex notwendig?

Eine Untersuchung der Anwaltskanzlei DLA Piper hat ergeben, dass 46 Prozent der befragten britischen Webnutzer einen freiwilligen Verhaltenskodex für Blogger und Online-Kommentatoren begrüssen würden. Laut der Mitteilung von pressetext sollen die Regeln dabei vor allem auf die geltende Gesetzeslage in Bezug auf Diffamierung, geistige Eigentumsrechte und Anstiftung zu einem Verbrechen eingehen. Unter Bloggern sei ein solcher Kodex allerdings umstritten, wie der Untersuchung zu entnehmen ist: 34 Prozent der Blogger lehnen solche Pläne vehement ab, während 32 Prozent sich für eine Umsetzung aussprechen würden.

Allerdings stellt sich die Frage, ob eine solcher Kodex wirklich notwendig ist, schliesslich bewegen sich Blogger hierzulande keineswegs in rechtsfreiem Raum. Dies stellt auch Dennis Breuer von der IT Recht Kanzlei fest:

Grundsätzlich stehen Blogger in Deutschland in einer ähnlichen rechtlichen Verantwortung wie die klassische Presse, da es in beiden Fällen in der Regel um die Veröffentlichung von Meinungen und Berichten geht. […] Blogs werden als Informationsquelle zunehmend ernst und entsprechend auch in die Verantwortung genommen. Jeder, der in einem Blog Meinungen und Beiträge veröffentlicht, sollte sich dessen bewusst sein. Mit einem so entwickelten rechtlichem Gespür lassen sich dann viele potenzielle Konflikte vermeiden.

Ein Kodex wird also sicherlich nichts direkt ändern. Wer sich nicht an Regeln halten will, tut das auch bei einem vorhandenen Kodex nicht. Allerdings könnte ein solcher zumindest mithelfen, das Bewusstsein der Blogger zu schärfen, dass sie für ihre Veröffentlichungen verantwortlich sind. Dazu gehört nicht nur, keine Unwahrheiten zu verbreiten, sondern auch Urheberrechte (sei es nun für Text, Bild oder Video) zu beachten. Ansonsten kann aus dem vermeintlich spassigen Hobby bald einmal ein teurer Appetitverderber werden.

Mit Fair Blogging gibt es auch in der Schweiz einen solchen Codex, dem sich Blogger freiwillig unterstellen können. Ich meinerseits gehe in meinem Verständnis sogar noch etwas weiter und halte mich, so gut es geht, an den Journalistenkodex des Schweizer Presserat, der doch um einiges ausführlicher gestaltet ist…

iPhone-Versteckspiel bei Swisscom

Drei Tage nach der Ankündigung der Swisscom, das iPhone noch in diesem Jahr auf den Schweizer Markt zu bringen, übt man sich dort im „Versteckis-Spielen“. War am letzten Mittwoch wenigstens eine kleine Notiz auf der Homepage und ein „Interessenten-Formular“ vorhanden, findet sich heute nichts mehr dazu. Die Ankündigung auf der Homepage ist weg und der Formularlink leitet auf die Medienseite weiter. Immerhin: Dort findet sich der kleine iPhone-Zweizeiler noch.

Erstaunlich dass die Swisscom bereits nach wenigen Tagen via Formular keine Adressdaten von Interessierten mehr sammelt und sich stattdessen regelrecht versteckt. Erst recht, weil die Swisscom Apples Mobiltelefon ja nicht exklusiv vertreiben darf, wie ich bereits am Mittwoch in meiner Kolumne spekulierte. Orange, der zweite im (Vertriebs-) Bunde, bietet zwar auch nicht mehr Informationen zur Einführung, hat nun aber ein Interessentenformular online. Wechseln sich die beiden Anbieter nun einfach ab? 3 Tage sammelt die Swisscom Interessenten und danach für drei Tage Orange?

Irgendwie ist mir die Marketingstrategie rund um das iPhone einfach suspekt…

AdSense-Konto von Anti-Scientology Site gelöscht

Die einflussreiche Anti-Scientology-Seite enturbulation.org hat eine ihrer Einnahmequellen verloren. Gemäss einem Bericht von The Register hat Google das AdSense-Konto der Aktivisten letzten Dienstag mit folgender Begründung gelöscht:

While going through our records recently, we found that your AdSense account has posed a significant risk to our AdWords advertisers. Since keeping your account in our publisher network may financially damage our advertisers in the future, we’ve decided to disable your account.

Es wird spekuliert, dass Scientology als AdWords-Werber Druck auf Google ausgeübt hat, da auf Enturbulation aufgrund der Keywords wohl Scientology-nahe Werbeblöcke eingeblendet wurden. Das aber kann den Aktivisten nicht vorgeworfen werden, im Gegenteil: Die Scientologen hätten wie jeder AdWords-Werber selbst die Möglichkeit gehabt, bestimmte Domains von der Werbung auszuschliessen.

Bereits letzten Monat hat Google den YouTube-Account von Mark Bunker, Fernsehjournalist und Anti-Scientology Aktivist gesperrt. The Register dazu:

YouTube said it destroyed Bunker’s video channel because he’d already had an account suspended for violations of site policy. But it seems this rule does not apply to the Church of Scientology.

Swisscom erhält Zuschlag für iPhone

Swisscom bringt das iPhone in die Schweiz

Also doch: Monatelang war gemunkelt worden, dass die Swisscom den Zuschlag für den Vertrieb von Apples iPhone in der Schweiz erhält. Seit heute wird dies mit einem Hinweis auf der Swisscom-Website bestätigt. Verwunderlich allerdings, dass dort bisher lediglich der Hinweis und ein Formular für einen Newsletter zu finden ist, der über Neuigkeiten zum iPhone informieren soll. Eine Pressemitteilung zur Lancierung des iPhones bei Swisscom fehlt jedoch bis jetzt.

Irgendwie mysteriös…

Heise vs Techchrunch. Bringen Links was?

Kurz nachdem der Link zu meinem Beitrag „Peter Gabriels Webserver geklaut“ am vergangenen Dienstag bei Techcrunch aufgetaucht ist, kamen auch schon die ersten Anfragen via Twitter und in den Kommentaren, was das trafficmässig bringt. Dass der Folgebeitrag „Was steckt hinter dem Webserver-Klau?“ dann auch noch von Heise verlinkt wurde, macht die Zahlenspielerei umso spannender. Wer liefert mehr Besucher: Heise oder Techchrunch?

Kurz gesagt performt der Link von Heise besser. Insgesamt hat der Link im Newsticker innerhalb von 24 Stunden nach der Veröffentlichung ganze 507 zusätzliche Leser hierher gebracht, währenddem der Techcrunch-Link im gleichen Zeitraum „lediglich“ 364 Besucher zu einem Klick verleitete. Allerdings gibt es dafür auf die Schnelle auch zwei Gründe:

  1. Währenddem der Link beim Heise-Newsticker direkt im Fliesstext genannt wird („Wie Tom Brühwiler in seinem Blog BloggingTom berichtet“), ist der Link bei Techchrunch nur ein Dankeschön („Thanks to BloggingTom for the tip“) und wird demzufolge am Ende des Beitrags genannt.
  2. Beim Techchrunch-Link ist von Anfang an klar, dass ich mein Blog in Deutsch schreibe „(everything always sounds so much more dramatic in German)“, was Leser, die Deutsch nicht beherrschen, wohl schon vorn vornherein vom Klick abhält.

Ganz klar: Ein Techchrunch-Link ist Balsam auf die Seele eines Bloggers, bringen tut er im Vergleich hingegen relativ wenig (erst recht, wenn man „bleibende“ Leser hinzurechnet). Da ist der gemeine Blogger mit einem Link in einem deutschen Medium wesentlich besser bedient.