Google: Deutschland grösser als angenommen

Dass die Schweiz schon immer ein wenig von Deutschland beeinflusst wurde, ist ja nichts neues. Aber das wir neuerdings schon zu Deutschland gehören? Und was ist mit Belgien, Luxemburg, den Niederlanden oder Ungarn passiert? Alles deutsch?

Google Chrome Comic: Deutschland grösser als angenommen

Chrome scheint nicht im Google Forschungszentrum Zürich entwickelt worden zu sein. Die hätten (hoffentlich) zumindest die Schweiz nicht Deutschland zugeschlagen…

PartyGuide.ch an Axel Springer verkauft

Wie heute bekannt wurde, hat Axel Springer Schweiz die beiden Partyportale PartyGuide.ch und usgang.ch gekauft und will diese nun auch international vermarkten. Im Interview mit mir nimmt Jason Fellmann, Gründer und Geschäftsführer von PartyGuide.ch zum Verkauf Stellung:

Du hast soeben Deine Webseite PartyGuide.ch verkauft. Was waren die Beweggründe für den Verkauf?
Unsere Marktposition weiterhin zu steigern und unser Freizeit- und Ausgehportal auch im Ausland zu etablieren.

Die Synergien mit der Amiado Group und Axel Springer International führen dazu, dass wir langfristig eine Leaderposition im Schweizer Markt einnehmen werden und uns auch international schnell und nachhaltig entwickeln können.

Wieso hast Du Dich gerade für Axel Springer Schweiz als Käufer entschieden?
Es wurden verschiedene Optionen geprüft. Ich bin überzeugt mit Axel Springer den richtigen Partner gefunden zu haben. Axel Springer verfügt über ein breites Know How im Online Bereich und die Expansionspläne zusammen mit Students.ch sind sehr erfolgsversprechend.

Wie sieht die Zukunft von PartyGuide.ch nach dem Kauf durch Axel Springer Schweiz aus?
PartyGuide.ch bleibt PartyGuide.ch. Durch das Führen der drei Portale unter einem Dach können Synergien genutzt und der Marktauftritt wesentlich gestärkt werden.

Axel Springer hat ja nicht nur PartyGuide.ch, sondern auch usgang.ch gekauft. Besteht nicht die Gefahr, dass eines der beiden Portale in Zukunft vom Markt verschwindet bzw. die beiden Portale zusammengelegt werden?
Beide Portale haben ihre eigene Zielgruppe und ihren Brand, beide werden auch in Zukunft eigenständig bleiben. Die Idee war ja gerade zwei komplimentäre Portale zu erwerben, diese Unterschiede sollen auch in Zukunft bestehen bleiben.

Vor einiger Zeit hat ein Blogger Sicherheitslücken auf eurem Portal veröffentlicht, worauf ihr mit einer Klage vor Gericht reagiert habt. Ist der Fall inzwischen abgeschlossen oder konntet ihr euch aussergerichtlich einigen?
Wir stehen kurz vor dem Abschluss einer aussergerichtlichen Einigung.

Wieso hat PartyGuide.ch mit einer Klage auf die Veröffentlichungen des Bloggers reagiert und die Hinweise und sein Know-How nicht einfach entgegengenommen um die Lücken zu stopfen?
Ganz einfach: Weil wird den Unsinn stoppen mussten. Der Blogger informierte uns leider nicht direkt sondern öffentlich über seinen Blog.

Bin ich nun mit einem Millionär befreundet? Wie sieht die finanzielle Seite des Deals aus?
Ueber die Details wurde Stillschweigen vereinbart und das soll auch so bleiben.

Der Erfolg von PartyGuide basiert wohl nicht zuletzt auf der Hilfe von unzähligen freiwilligen und unbezahlten Helfern. Plant ihr, diese in irgend einer Art am nun erfolgten Verkauf zu beteiligen?
Für die über 700 aktiven Fotografen werden wir auch in Zukunft einiges bieten indem wir unseren STAFF-Shop noch weiter ausbauen, regionale Treffs und Ausflüge organisieren. Durch die Partnerschaft werden sich auch hier mehr Möglichkeiten zur Entwicklung bieten.

Du bleibst zwar Geschäftsführer von PartyGuide.ch, trotzdem: Hast Du Pläne für die Zukunft? Oder anders gefragt: Was wird Dein „next big thing“ im Internet?
Ich bleibe PartyGuide.ch erhalten und werde meine ganze Energie in die Weiterentwicklung des Portals stecken und freue mich zusammen mit Students.ch und Usgang.ch innerhalb der Amiado Group die Schweizer Internetlandschaft zu gestalten.

Disclosure: Ich kenne Jason Fellmann, Gründer und heutiger Geschäftsführer von PartyGuide.ch seit vielen Jahren auf privater Basis.

Sticky & Sweet: Das war nix, Madonna!

Madonna - Hard Candy

Eines gleich vorneweg: Ich bin mit Madonna und ihren Hits wie „Like a virgin“, „Into the groove“, „Like a Prayer“ & Co. aufgewachsen. Heute zählt Madonnas Musik für mich zwar (meist) immer noch zur „guten“ Musik, aber natürlich bin ich heute weit weg vom „Hardcore-Fan“. Vielleicht ist das einer der Gründe, weshalb das Konzert im Rahmen ihrer „Sticky & Sweet“-Tour vom letzten Samstag auf dem Flughafen Dübendorf für mich enttäuschend war.

Eigentlich könnte ich genau so gut von einem gelungenen Videoabend mit Freunden berichten, denn das einzige, was ich vom Konzert zu sehen bekam, waren Köpfe. Viele Köpfe. Ok, manchmal konnte ich zwischen den Köpfen noch eine Videoleinwand erblicken, die aber auch meilenweit entfernt zu sein schien. Ob das vielleicht an meinem Ticket der günstigen Kategorie lag? Eher nein, denn die Zuschauer auf Sitzplatztribünen hatten zwar freie Sicht, dafür sassen auch sie gaaanz weit weg vom Ort des Geschehens und hätten wohl besser ein Fernglas mitgenommen.

Klar, die Bühnenshow war ziemlich perfekt, typisch amerikanisch halt, aber auch etwas steril. Doch was nutzt die beste Show, wenn nur wenige Besucher in den optischen Genuss derselben kommen? Irritiert hat mich auch die Tatsache, dass der Hauptteil des Konzerts eine Playback-Show war. Wie ich in den Kommentaren bei der BAZ bereits lernen durfte, soll dies für Madonna-Konzerte allerdings normal sein. Andererseits: Was soll eine Show in Vollplayback denn nun wieder sein? Sicherlich kein Konzert, oder?

Insofern liegt bei Konzerten von Superstars wie Madonna ein konzeptioneller Fehler vor. Gehören solche Bühnenshows nicht ganz einfach in kleinere Konzertsääle, so dass der Fan und Zuschauer die Show auch wahrnehmen kann? Solches scheitert aber wohl nicht zuletzt an den enormen Gagenforderungen der Künstler. Obwohl: Madonna scheint ja bereits jetzt ganz fest sparen zu müssen

Auch musikalisch konnte ich mich nicht recht am Auftritt der Musik-Queen erfreuen. So vermisste ich die alten Songs. Und spielte sie trotzdem einen davon, konnte man sich sicher sein, keine Original-Version, sondern einen modernen Remix zu hören. Schade, auf Songs wie „Dont you want me“Like a Prayer“ oder „La Isla Bonita“ in der Originalversion hätten sich sicher auch noch viele andere gefreut.

Die Hausaufgaben nicht perfekt gelöst hat auch Konzertveranstalter Good News. So ist es für mich beispielsweise schleierhaft, wie man für die Zutrittskontrolle auf das Gelände nur so wenige Durchgänge öffnen kann. Erst recht unverständlich wird das aber für mich, wenn die rund 70’000 Besucher nach Konzertende erneut durch dieses Nadelöhr geschleust werden. Wartezeiten von über einer Stunde beim Betreten und Verlassen des Geländes mit Tausenden von anderen Leuten in einem Gemenge sind alles andere als angenehm. Und gefährlich. Nicht auszudenken, was da im Falle einer Panik passiert wäre…

Sie war da – und blieb doch unerreichbar weit weg. Und so gabs nur ein wirkliches Highlight am Madonna Konzert in Dübendorf: Die Patrouille Suisse

Orbit-iEX attackiert Besucher

Seminar-Interessierte Orbit-iEX-Besucher werden attackiert, zumindest bei einem Besuch der dazugehörigen Webseite. So warnt Google derzeit davor, die entsprechende Webseite zu besuchen:

Orbit-iEX - Als attackierend gemeldete Webseite

Der Webauftritt der Messe wurde nämlich Opfer einer SQL-Injection Attacke, wie ich auch in meiner wöchentlichen Kolumne bei inside-it.ch berichte. Der eingeschleuste Codefragmente ähneln der Attacke gegen die BAZ vor einigen Wochen.

Eigentlich tragisch, dass der Auftritt einer Messe, die unter anderem auch Sicherheitslösungen präsentiert, so kompromittiert wurde. Vielleicht sollten die Damen und Herren mal ihre eigene Messe besuchen und sich informieren…

Campusgirls-Jurymitglied via eBay

Campusgirls 2009 - Campus Girls Kalender

Wer schon immer mal ganz im Stil von Dieter Bohlen über Kandidatinnen ablästern wollte, kriegt seine Chance vielleicht beim Casting der Campusgirls 2009. Der Studentinnenkalender der Schweiz, der Campus Girls Kalender, sucht nämlich noch ein Jurymitglied. Allerdings muss man dafür etwas springen lassen: Der Juryplatz wird auf eBay versteigert und kostet derzeit mindestens 299 Franken.

Heutzutage lässt sich wohl alles zu Geld machen – selbst ein Platz als Jurymitglied…

Fraglich ist jetzt nur noch, wieviele Pin-Up-Girls man eigentlich wählen soll. Während bei students.ch nämlich die Rede von 13 Studentinnen ist, liest man bei eBay nur von 12 Auserwählten. Aber bei der grossen Anzahl an Bewerberinnen macht das ja auch keinen Unterschied mehr…

Ob ich mich wohl als Jurymitglied für die nächsten Miss Universe-Wahlen bewerben sollte?

(via Ron Orp)

Bundesrat Leuenberger am Blogcamp 3.0

Mitten im Umzugsstress auch noch eine Eilmeldung, die es allerdings aufgrund des Kistenschleppens nicht sehr schnell ins Blog geschafft hat. Der einzige bloggende Vertreter unserer Regierungspitze, Moritz Leuenberger, Vorsteher des eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) stattet dem Blogcamp Switzerland 3.0 einen Besuch ab. Damit dürfte „unser“ Blogcamp wohl das erste seiner Art sein, dass einen Regierungsvertreter willkommen heissen darf. Na wenn das mal kein gutes Omen ist…

Das Blogcamp Switzerland 3.0 findet dieses Jahr übrigens am Freitag, 29. August 2008 im Technopark Zürich statt. Das unübliche Datum hat übrigens auch seinen Grund: Im Rahmen der „Informatica08“ gilt der Freitag als „Tag der Informatik„.

Für Kurzentschlossene gibts übrigens noch immer die Möglichkeit, sich für das diesjährige Blogger-Stelldichein anzumelden

IKEA im Big Brother-Wahn?

Seltsames geht derzeit in Deutschland vor. Da lebt Nils in seiner spartanisch eingerichteten Wohnung und lässt sich von zwei Kameras beobachten. Und Nils ist ganz auf Kommunikation eingestellt. Ständig klingelt das Telefon und er unterhält sich mit den Zuschauern, er liest Mails und Briefe und twittert sogar.

Warte bis September - Screenshot

Dahinter steckt, wie man nicht nur im Impressum nachlesen kann, das Einrichtungshaus IKEA. Was damit aber bezweckt werden soll, lässt sich derzeit nur erahnen. Aber aufgrund der URL warte-bis-september.de ist es naheliegend, dass Nils auf das Erscheinen des neuen Kataloges wartet und dann beginnt, seine Wohnung entsprechend einzurichten. Spannend dann, ob Nils es tatsächlich schafft, die Möbel ohne Schwierigkeiten zusammenzubauen. Aber das wird uns der Live-Stream ja sicher bald zeigen…

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Spam als beruhigendes Webradio

Spamradio

Spam soll also nicht nur ungewollt die Mailboxen füllen oder arbeitstreibend sein, sondern man sollte die wichtigen Botschaften auch lesen. Zumindest, wenn es nach den Betreibern des Kunstprojekts SpamRadio geht:

Jeder hasst Spam. Massenmails sind der Fluch des Internets. Aber Spam hält ganz schön viel auf sich selbst. Es dringt mit viel Selbstbewusstsein täglich in dein Postfach ein. Es gibt immer einen neuen Sales-Pitch, eine neue Möglichkeit, dein Leben zu verbessern. Du musst einfach nur weiterlesen … Etwas, das so wichtig ist, sollte man nicht ignorieren. Etwas, das so wichtig ist, verdient eine eigene Radioshow

Und tatsächlich sendet Spamradio den ganzen Tag nur Spam. Unterlegt durch psychadelische Musik liest eine Roboterstimme unerbittlich und unerschrocken den Inhalt von Spammails vor. Für Felix Knoke wirkt das ganze sogar beruhigend, ich kann mich allerdings nicht mit der Computerstimme anfreunden. Vielleicht hätte das Projekt mehr Erfolg, wenn die Texte von einer jungen Dame mit erotischer Stimme vorgelesen würde? Schliesslich gehts ja meist um Viagra & Co…