Ein hübsches Mashup mit Daten der Wikipedia, Google Maps und der GeoLite-Datenbank von Maxmind ist WikipediaVision. Auf der Karte wird angezeigt, an welchem Wikipedia-Eintrag gerade eine Änderung vorgenommen wird und von wo aus der Editor dies gerade durchführt.

Der Student László Kozma stellt WikipediaVision bereits für die englische, deutsche, französische und spanische Version der Wikipedia zur Verfügung. Eine ziemlich spannende Sache, zumal man gerade so auf Einträge und Begriffe stösst, nach denen man sonst nie suchen würde…
(via 20 Minuten)
Die Spatzen pfeifen es längst von den Dächern und an diversen Orten wird darüber geschrieben: Höchste Zeit also, dass auch ich mich noch zum Erhalt des „Winkelried-Awards“, dem einzigen „positiven“ Preis der Schweizer Big Brother Awards 2007 äussere. Nur schon die Nomination letzten Montag war für mich eine Überraschung, doch dass ich dann auch noch an der per „Applausometer“ durchgeführten Publikumsabstimmung gewinnen würde, hätte ich nie gedacht. Die Tatsache, dass die Verleihung in St. Gallen stattfand und mein „Konkurrent“, das Referendumskomitee gegen den Videoüberwachungskredit, sich direkt mit einer St. Galler Thematik befasste, sprach gegen mich. Sicherlich ein Grund mehr, dass ich mich sehr über den Award freue.

Ein paar kleine Kritiken musste aber auch ich einstecken. So monierte Ralf Schwarz bei gebsn, dass ich Nutzerdaten in alle Welt verkaufen würde und im Heise-Forum äusserte sich Bill Tux ähnlich. Natürlich verkaufe ich Nutzerdaten nicht in alle Welt, aber ich kann die Vorwürfe nachvollziehen, da sie sich auf den Einsatz von Google Analytics etc. beziehen. Ich habe mich darum in einem ersten Schritt entschieden, auf diesem Blog eine Datenschutzerklärung (Privacy Policy) zu veröffentlichen. Die braucht zwar noch ein paar Feinschliffe, aber ich hoffe, damit auch etwas transparenter zu werden, was den Umgang mit Daten der Seitenbesucher betrifft.
Etwas erstaunt bin ich über die Berichterstattung der Medien über den Anlass, auch wenn das nur mein Ego betrifft: Während im Ausland (bspw. bei Heise oder Futurezone) alle Gewinner genannt werden, sieht das in der Schweiz ganz anders aus. Hier habe ich nur den PCtipp und 20 Minuten gefunden, die auch über den Winkelried-Award geschrieben haben. Natürlich sollen die Hauptpreisträger der Big Brother Awards im Rampenlicht stehen, aber etwas verwundert bin ich irgendwie doch, beziehen sich doch alle auf dieselbe sda-Meldung. Bleibt nur die Frage, ob die Version von 20 Minuten, oder diejenige von Tages Anzeiger oder Cash die „vollständige“ Meldung ist. Aber am Ende sind das natürlich alles Details…
Zum Schluss an dieser Stelle natürlich vor allem ein Dankeschön an das Publikum in St. Gallen, das mir mit einem 104,8 Dezibel lauten Applaus zum Gewinn verholfen hat. Aber auch Moderator Ernst Jenni, Guido Henseler und seinem Tele G und den Machern der Big Brother Awards gebührt ein grosses Dankeschön.
(Foto: Big Brother Awards)
Hinweis: Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag.

Eine „‚wirklich‘ neuartige Socialnetworkplattform“ mit „diversen technischen Applikationen“ soll mit Netvoting verwirklicht werden, wie im Beschreibungstext von trigami zu lesen ist. Der Fokus liege zwar bei den „zusätzlichen technischen Lösungen“ die angeboten werden, aber auch sämtliche „Socialnetworkfunktionen, die man von den bisherigen hiesigen deutschen Netzwerken kennt“ sollen implementiert sein. Grund genug also, sich die Closed Beta etwas näher anzusehen.

Bereits die Homepage zeigt, um welche „technische Applikation“ es sich bei Netvoting im wesentlichen handelt: Ein Tool zum Erstellen von Online-Umfragen, die entweder per Link erreichbar sind oder bequem via Widget auf der eigenen Webseite eingebettet werden können. Rundherum, ganz nach Web 2.0-Manier, noch eine Community, und fertig ist die neue Social Network Plattform.
Dabei ist unübersehbar, dass sich Netvoting noch im Beta-Stadium (oder, wenns nach mir ginge, sogar eher in der Alpha-Phase) befindet, denn die Unzulänglichkeiten sind offensichtlich. Bereits bei der Anmeldung musste ich nämlich schummeln, denn das Land Schweiz existiert schon gar nicht in der Eingabemaske. Wählen durfte ich lediglich zwischen Deutschland, Frankreich, Grossbritannien und den USA, so dass ich nun neuerdings auch Deutscher bin… 😉 Gleich danach durfte ich dafür schmunzeln, denn ich bin sicher, dass meine Freunde und Bekannten ihre helle Freude am vorgegebenen Einladungstext hätten:

Das Erstellen einer Umfrage geht hingegen leicht von der Hand: Nachdem die Frage, mögliche Antworten, Kategorie, Tags und Laufzeit einmal definiert sind, ist die Umfrage auch schon einsatzbereit – ausser man möchte die Darstellung des Widgets ändern. Neben den 14 vordefinierten CSS-Layouts können zwar auch eigene CSS-Vorlagen genutzt werden, allerdings gibt es keine Vorschau der Darstellung. Und wer gar auf „Style setzen“ klickt, erhält bloss die Fehlermeldung „Der Eintrag wurde nicht gefunden“. Immerhin scheinen die Styles aber doch gesetzt zu werden, so dass die Umfrage zum Beispiel wie folgt aussehen könnte:
By the way fällt mir auf, dass das Design der eingebetteten Netvoting-Umfragen ziemlich genau den Umfragen von PollDaddy.com entspricht. Ob das nun Zufall ist oder nicht, überlasse ich der Entscheidung der Leser.
Fazit: Netvoting ist derzeit noch weit davon entfernt, einen wirklichen Mehrwert zu bieten. Insbesondere scheint mir die Aussage von abdul, dem Kopf hinter Netvoting, „dass es bisher keinen öffentlichen anbieter dessen gibt, was wir hier umgesetzt haben“ ziemlich gewagt, denn etwas wirklich Neues verbirgt sich auch hinter Netvoting nicht.

…heisst die Kolumne auf inside-it.ch, in welcher ich ab sofort jeweils Mittwochs meinen Senf abgebe. Neben den täglichen IT-News gibts so ein Mal wöchentlich auch einen kleinen Internet-Rundum-Blick für die Leser von inside-it.ch.

Die neuste Dienstleistung von Sunrise hat es in sich: Telefonterror zum Nulltarif. Wer also wieder mal seine Freunde oder seine Widersacher ärgern will, sollte sich die URL zur neusten Sunrise-Werbekampagne merken. Dort ganz einfach die Telefonnummer des „Opfers“ eingeben und schon ruft der Telekommunikationskonzern an und ein typischer Sunrise-Kunde erzählt etwas über die Büchsentelefone Dienstleistungen.
In der Pressemitteilung der verantwortlichen Agentur spielplatz.cc hört sich das dann so an:
Besucher der neuen Sunrise Website können bereits beim Seiteneinstieg ihre Telefonnummer angeben. Wenige Sekunden später melden sich 4 typische Sunrise Kunden am Bildschirm, denen man zur Kommunikation ein „Dosentelefon“ zuwerfen kann. Parallel zum Mausklick läutet bereits das eigene Handy, die gewählte Person erklärt in Real Time die Philosophie des Unternehmens und den Kundennutzen von Sunrise. Das System erkennt, ob der Anruf angenommen wurde und startet synchron das entsprechende Video.
Das mit der Synchronisation muss zwar noch etwas geübt werden, doch ein kleiner Praxistest (Sorry Martin!) zeigt, dass Telefonterror zum Nulltarif bestens funktioniert.
Um es aber auch noch kurz aus der Sicht einer normalen Werbekampagne zu sehen. Sorry, aber das ist einfach doof. Muss ich nun auch noch mit dem Handy in der Hand vor dem Bildschirm sitzen? Und wieso? Weil Sunrise ein Telekommunikationsunternehmen und kein Computerhersteller ist? Oder wie oder was?
Ein einfacher Klick auf einen Link im Newsletter von Austrian Airlines kann es in sich haben. Da passiert es schon mal, dass man urplötzlich die Daten eines anderen Abonnenten vor sich hat. Wer dann noch ein wenig an der URL herummanipuliert, bekommt sogar noch viele andere Profile zu Gesicht.
Aber immerhin hat man schnell reagiert. Bevor ich die Chance hatte, überhaupt einen Verantwortlichen ans Telefon zu bekommen, wurde die Lücke bereits wieder geschlossen…

So ein Montagmorgen ist doch immer wieder für eine Überraschung gut. Zum Beispiel heute, wo ich erfahren habe, dass ich an den Big Brother Awards 2007 für den „Publikumspreis für lobenswerten Widerstand gegen Überwachung und Kontrolle“ nominiert worden bin. Die Nomination erfolgte aufgrund meines Beitrags über den Online-Pranger bei studentbooks.
Wow, das ist nun wirklich eine Überraschung, zumal dieser Publikumspreis ja auch der einzige „positive“ Preis ist, der bei den Big Brother Awards verliehen wird. Alle anderen dürften sich über ihre Nomination weniger freuen, schliesslich werden mit den satirischen „Preisen, die keiner will“, jährlich die schlimmsten Datenschutzverletzungen ausgezeichnet.
Allerdings werde ich es gegen meinen einzigen „Konkurrenten“ in der Kategorie „Publikumspreis für lobenswerten Widerstand gegen Überwachung und Kontrolle“ nicht ganz einfach haben. Immerhin handelt es sich bei der „Konkurrenz“ um das Referendumskomitee gegen den Finanzierungsbeschluss für die Überwachung der Stadt St. Gallen, wo für 2,5 Millionen Franken insgesamt 36 Überwachungskameras für mehr Sicherheit sorgen sollen.
Darum und weil es sich um einen Publikumspreis handelt, bei dem die Entscheidung via „Applausometer“ bzw. Dezibel-Messung fällt, bin ich natürlich auch auf eure Unterstützung angewiesen. Wer also am nächsten Freitag, 9. November 2007 noch nichts vorhat, ist herzlich eingeladen an der diesjährigen Verleihung der Big Brother Awards im ehemaligen Kino Palace am Blumenbergplatz in St. Gallen teilzunehmen und kräftig für mich zu klatschen. Ich würd‘ mich sehr freuen!

Vor rund 10 Tagen habe ich mich noch darüber beschwert, dass Google die mit einem PageRank-Verfall konfrontierten Webmaster nicht über das „Nachrichten Center“ in den Webmaster Tools informiert hat. Ganz erstaunt durfte ich übers Wochenende aber feststellen, dass der Suchmaschinengigant neuerdings nun doch kommunizieren will, denn gleich drei Mails warten gemäss der Anzeige in den Webmaster Tools auf mich.
Nur: Ganz sicher scheint man sich bei Google doch nicht zu sein, ob nun wirklich kommuniziert wird oder nicht. Bisher habe ich es nämlich nicht geschafft, auch auf die wartenden Nachrichten zuzugreifen…

Links sind Links sind Links. Oder etwa doch nicht? Nehmen wir zum Beispiel diesen Link. Was ist daran falsch? Zumindest wenn es nach easyJet geht, ist der Link völlig ungebührlich und widerspricht der Link-Vereinbarung (schon wieder ein „falscher“ Link), die einem easyJet aufdrücken will, sobald man einen Link zum Billigflieger setzen will.
Zwar darf man grundsätzlich Links setzen:
Sie können auf easyJet.com verweisen, indem Sie auf Ihrer Website einen Hyperlink, ein Banner oder ein Logo platzieren um Besucher Ihrer Website zu einer einfachen Möglichkeit weiterzuleiten, europaweite Flüge zu buchen.
Allerdings muss dabei eine ellenlange Link-Vereinbarung mit allerlei kuriosen Bedingungen eingehalten werden. Mit den beiden Links oben habe ich schonmal gegen mindestens zwei der Bedingungen verstossen, nämlich:
Sie dürfen ausschließlich einen Link zur Startseite der easyJet Website unter der URL http://www.easyjet.com bereitstellen und aufrechterhalten. Sie dürfen mit dem Link auf keine andere Webseite verweisen, die in der easyJet Website enthalten ist.
und
Sie müssen gewährleisten, dass jeder Besucher beim Verwenden des Links oder Zugreifen auf den Link darauf aufmerksam gemacht wird, dass er Ihre Website verlässt und die easyJet Website betritt.
Doch damit nicht genug: Wer auf seiner Website die Farbe Orange einsetzt, darf auch keinen Link zum Billigflieger setzen:
Sie verpflichten sich, auf Ihrer Website nicht die Farbe Orange zu verwenden (Pantone-Farbcode 021C, HTML-Farbcode #FF6600), außer als Teil eines easyJet Warenzeichens, das wie im obigen Absatz 3.1 gestattet verwendet wird.
Ich kann übrigens keinem empfehlen, aus diesem Artikel zu schliessen, er dürfe nun ebenfalls einen Link zu easyJet zu setzen, denn:
Sie dürfen Ihre Nutzung des Links nicht übertragen, abtreten, verkaufen, reproduzieren, vertreiben oder auf sonstige Weise verwerten.
Kommt dazu, dass ich nicht auch noch die Verantwortung für eure Leser übernehmen will, denn wer weiss schon, ob die nicht noch pornografisches Material oder einen Virus auf die Website schleusen:
Sie haben sämtliche angemessenen Bemühungen zu unternehmen, um das unautorisierte Einschleusen eines Virus, eines Deaktivierungsmechanismus, pornografischen Materials oder sonstiger Dinge auf die easyJet Website zu verhindern, die zu einer Verschlechterung der Leistung oder Benutzererfahrung der easyJet Website führen könnten
Da bleibt mir nur zu hoffen, dass ich mit diesem Beitrag nicht auch noch den Wert der Marke easyJet verringert oder die Produkte und Leistungen der Firma in Verruf gebracht habe:
Der Link darf auf keine Weise genutzt oder angezeigt werden, die easyJet oder unsere Produkte oder Leistungen in Verruf bringt, das geistige Eigentum oder sonstige Rechte von easyJet verletzt, gegen nationales oder internationales Recht verstößt oder den Geschäftswert der easyJet Marke für easyJet verringert oder auf sonstige Weise schädigt.
Na dann: Willkommen im Internet!