Google liebt Zürich

Zürich scheint Google zu gefallen, denn es wird fleissig ausgebaut. So mietete der Suchmaschinengigant auf dem Zürcher Hürlimann-Areal 11’500 Quadratmetern Bürofläche für 10 Jahre fix. Zudem sicherte sich Google eine Option auf weitere 4’500 Quadratmeter. Zürich wird so zum grössten Google-Standort ausserhalb der USA und hängt damit das irische Dublin ab, das bisher mit 800 plus 500 geplanten Arbeitsplätzen als grösster Europa-Standort von Google galt.

In einem ersten Schritt soll die Mitarbeiterzahl in Zürich von derzeit rund 200 auf 500 erhöht werden. Weitere Arbeitsplätze dürften nur eine Frage der Zeit sein, denn insgesamt bieten die Flächen Platz für rund 1’600 Arbeitsplätze. Da lohnt es sich doch, mal etwas Ausschau nach einen Job bei Google zu halten…

(via Tages-Anzeiger)

Firefox Extension Split Browser

Mit der Firefox Extension Split Browser hat Dr. Web eine äussert interessante Browser-Erweiterung ausgegraben. Mit Split Browser lassen sich zwei oder mehr Seiten gleichzeitig unter- oder nebeneinander darstellen, was vor allem für Entwickler interessant sein dürfte. Laut Dr. Web funktioniert das sogar zusammen mit der Erweiterung IE Tab, so dass man sich die Seitendarstellung von IE und Firefox im selben Browser ansehen kann.

Ob sich das bei mir in der Praxis bewähren wird, muss sich noch zeigen, denn mein 19″ Monitor ist schon ziemlich klein um sich zwei Webseites „nebeneinander“ anzeigen zu lassen…

Split Browser gibts in Englisch oder Deutsch.

Spam mit Prozess-Rabatt

Während Spam bisher meist ohne Aktualitätsbezug verschickt wurde, versucht es Martin Fürst, neben Dagmar Hegetschweiler (Socks and more AG) einer der „grossen“ Schweizer Spammer, nun mit Aktualität. Über seine Firma Intereuro AG vertreibt er seit Jahren Besteck der zusammengebrochenen Swissair, und verleiht seinen Spammails mit der Bezugnahme auf den gestrigen Prozessauftakt gegen die Verantwortlichen der wohl grössten Firmenpleite der Schweizer Geschichte sogar eine gewisse Aktualität:

Silber-Memorabilien mit 70% Prozess-Rabatt!
Unabhänging von der Schuldfrage und vom finalen Straf-Verdikt des Gerichts wurden heute folgende, weitere Premium-Artikel der jüngeren Schweizerischen Wirtschaftsgeschichte zum öffentlichen Abverkauf freigegeben:

Ob der Aktualitätsbezug was bringt, sei dahingestellt. Aber es zeigt, dass die Spammer nicht nur bei der Wahl der Provider für dem Spamversand agil sind und auf Aktualitäten reagieren. Übrigens: Martin Fürst selber möchte lieber keine Werbung in seinem Briefkasten

Nur gewinnen geht nicht…

Zugegeben, ich würd gewiss nicht nein sagen, wenn ich ich die Pepsi-Dose die mit 300 Diamanten, 100 Saphiren und 100 Rubinen besetzt ist, gewinnen würde. Auch „heute“ ermuntert ihre Leser, an der Verlosung dieser ziemlich einmaligen Dose mitzumachen:

Pepsi 100'000-Dollar Dose zu gewinnen - Heute

Mitmachen ist das Eine, reele Gewinnchancen haben aber das andere. Gewinnen wird nämlich keiner der Heute-Leser, es sei denn, der Leser wohnt in den Vereinigten Staaten, denn nur Personen mit einem Wohnsitz in den USA oder im „District of Columbia“ sind laut den „offical rules“ teilnahmeberechtigt.

Tja, schlecht recherchiert, liebe/r Redaktor/in mit dem Kürzel sah…

Corporate Guide To The Blogosphere

Von Edelman gibts ein neues White Paper namens „Corporate Guide To The Blogosphere“ über die Blogosphäre, das die Ergebnisse vergangener Studien mit einer Befragung von Strategy One verbindet. Schade nur, dass sich auch in diesem White Paper einmal mehr nichts über die Schweiz finden lässt.

Edelman Europachef David Brain über einige der Erkenntnisse:

* Blog readership levels vary significantly by market, but “influencers” everywhere are more likely to read blogs. Bloggers tend to be younger and tend to be male.
* Blogs spur readers to take action. For example, 78% of German readers of blogs have attended a public meeting on a local issue covered in a blog.
* The most influential blogs tend to be in technology, followed by politics, personal journals or entertainment.
* Multinational companies such as McDonalds, Microsoft (Edelman client) or Samsung (Edelman client) draw more attention from local bloggers than major companies headquartered in a local market.
* Respondents in the Asian countries surveyed–China, Japan, and South Korea–all read blogs with significantly more frequency than in the United States or Europe.

Den Guide gibt es sowohl als PDF (3,4 MB) als auch als eine Art LivePaper.

(via media coffee)

Werbeeinnahmen aus Blogs

Robert hat sich die Mühe gemacht, aus den Angaben von 47 Blogs eine Auswertung über die Werbeeinnahmen in Excel- und Chart-Form zusammenzustellen. Basierend auf den Angaben der Blogbetreiber ist dabei eine ziemlich umfangreiche und interessante Auswertung entstanden.

So wird beispielsweise sichtbar, dass zwar viele Blogs AdSense einsetzen, im Verhältnis zu anderen Werbemöglichkeiten damit aber wenig Einnahmen generieren. Roberts Auswertung ergibt denn auch ein ganz anderes „Effizienz-Ranking“ als man sich dies bislang vielleicht gedacht hatte:

1. Sponsoring
2. Linkverkauf
3. Affiliate-Banner
4. AdSense
5. Amazon

Mehr Daten und die Excel-Liste für eigene Auswertungen gibts direkt bei Robert, der auch noch eine weitere Auswertung der Daten plant: Die Unterteilung der Blogs in Fachblogs und thematisch allgemein gehaltene Blogs. Da wird sich zeigen, ob thematisch fokussierte Blogs auch bei den Werbeeinnahmen besser punkten können…

Keine Narrenfreiheit für Blogger

Die Sonntags-Zeitung befasst sich heute in einem kleinen Special mit Weblogs und weist im Artikel „Keine Narrenfreiheit für Blogger“ auf die rechtlichen Probleme hin, die Blogger mit ihren Äusserungen provozieren könnten:

Für das Online-Tagebuch Westwatch ist SonntagsZeitung-Autor Roger de Weck ein Idiot. Medienspiegel.ch hat den «SonntagsBlick»-Kolumnisten Meyer auf Frank A. Plagiator umgetauft. Und Ignoranz.ch verhöhnt «Tages-Anzeiger»-Chefredaktor Peter Hartmeier als Millionenzürich-Provinzler und Sowohl-als-auch-Intellektuellen.

Den wenigsten Bloggern ist bewusst, dass sie medienrechtlich Journalisten gleichgestellt sind. Der Einwand «Das ist doch bloss Hobby poesie in Tagebuchform» gilt nicht. Theoretisch kann selbst eine Beschimpfung unter vier Augen vor dem Richter enden, sofern sich die Persönlichkeitsverletzung bezeugen lässt.

Neben den oben genannten Blogs finden auch noch das Pendlerblog, Blattkritik und, als besonders negativ hervorgehoben, der Bugsierer mit seinem Post über Sonntags Zeitung-Redaktor Barnaby Skinner, Erwähnung:

In einem Ehrverletzungsverfahren würde der Blogger auf verlorenem Posten stehen.

Immerhin: In dieser Hinsicht sind wir in der Schweiz wohl wirklich (noch) eine Insel. Ein Blick nach Deutschland zeigt, dass dort bereits viel härtere Sitten herrschen und öfters geklagt und abgemahnt wird…

Weitere Posts zum Thema:

User auf XP Loginscreen verstecken

Aus aktuellem Anlass heute gebraucht, aber sicherlich ganz schnell wieder vergessen, wenn ich das hier nicht aufschreibe:

  1. Registry Editor starten und folgenden Registry-Zweig öffnen:
    HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\Winlogon\SpecialAccounts\UserList
  2. Einen neuen Eintrag erstellen:
    Username: REG_DWORD
    Wobei Username durch denjenigen Usernamen ersetzt wird, der auf dem Loginscreen nicht angezeigt werden soll…
  3. Dem neuerstellten Eintrag den Wert 0 geben
    (0 = unsichtbar, 1 = sichtbar)
  4. Registry Editor schliessen und neu starten

Damit wird der User nicht mehr auf dem Loginscreen angezeigt. Ein Login ist somit nur via der „alten“ Windows 2000-Loginmaske möglich, die nach zweimaligen Drücken von Control-Alt-Delete erscheint.