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Migros: No comment

Der Grossverteiler Migros verkaufte offenbar zwischen Januar und August 2006 Fälschungen des Eau de Toilette Davidoff Cool Water und schrieb darüber auch klein und versteckt im Migros Magazin. Für mich Grund genug, einmal bei der Migros nachzufragen und folgende Fragen zu stellen:

  1. Wie konnte es geschehen, dass die Migros Fälschungen verkauft
  2. Ist es denkbar, dass noch weitere Fälschungen (auch in anderen Sortimentsrayons) auftauchen bzw. verkauft werden?
  3. Was tut die Migros, um den Verkauf von Fälschungen in Zukunft zu verhindern?

Aber offenbar will man sich gar nicht wirklich öffentlich dazu äussern. Zumindest interpretiere ich die Antwort von Migros-Mediensprecherin Monika Weibel in etwa so:

Tut uns leid, aber wir äussern uns nicht zu Anfragen von privaten Web Sites.

Wie heisst es so schön auf der Medienseite der Migros?

„Allseits und überall unbehindert Zutritt dem Licht der Öffentlichkeit“ – These Nr. 6 von Gottlieb und Adele Duttweiler, 1950

Vor diesem Hintergrund ist der Migros eine offene, ehrliche und transparente Kommunikation sowohl Auftrag wie Bedürfnis. Als Grundlage für Ihre Arbeit finden Sie als Medienschaffende hier alle Informationen rund um die Migros.

Sooo offen ist diese Art der Kommunikation nun doch wieder nicht. Zumindest scheint man bei der Migros anderen Firmen wie der Swisscom, Sunrise, Gillette und vielen anderen in Sachen Kommunikation hoffnungslos hinterherzuhinken. Das passt doch wunderbar zum aktuellen Artikel „Blick in die USA: Blogger an Pressekonferenzen“ von Marcel Bernet.

Neue Schweizer Banknoten

Ab 2010 soll die Schweiz einmal mehr neue Banknoten erhalten. Neben dem eigentlichen Grund für die neuen Noten, nämlich die Erhöhung der Fälschungssicherheit, kehrt man auch von der bisherigen Praxis ab, bekannte Schweizer auf den Banknoten abzubilden. Niklaus Blattner von der Schweizerischen Nationalbank erklärt das so:

Nicht einzelne Personen, Erfindungen oder Leistungen sollen im Zentrum stehen, sondern es soll eine grundsätzliche Haltung und deren Ausstrahlung vermittelt werden: Die Schweiz als Plattform für Dialog, Fortschritt, Menschlichkeit, Erleb-nis, Kreativität und für das Suchen nach praktischen Lösungsansätzen in Organisationen. Gedacht wird an die Behandlung dieser Themen anhand der Schwerpunkte von Wirtschaft, Bildung, Forschung und Entwicklung, Menschenrechte, Tourismus und Erholung, Kultur und schliesslich Sport. Darzustellen sind sechs Themen, d.h. die Aktivitäten des Verhandelns und Austauschens, des Lehrens und Forschens, des Helfens und Vermittelns, des Geniessens und Erholens, des Schaffens und Gestaltens und des Entscheidens und Durchführens. Diese Themen werden in der neuen Serie je einem Notenabschnitt zugeordnet.

Den Ideenwettbewerb gewonnen hat Manuel Krebs aus Zürich, der mit seiner Gestaltung die Jury überzeugt hat.

Neue 10 Franken-Note

Ich habe derzeit etwas Mühe, mich an diese Noten zu gewöhnen (allerdings hatte ich das mit jeder neuen Notenserie, die ich „miterleben“ durfte).
Beispielsweise die 10 Franken Note oben: Was stellt das dar? Willisauer Ringli? Caramel-Bonbons? Oder auch die 20 Franken Note: Was ist das? Ein Kokon? Ein Meteorit?

Aber der Entscheid der Jury heisst ja nicht zwingend, dass die Noten genau so erscheinen werden. Die Nationalbank behält sich nämlich vielmehr vor, die Gestaltung noch anzupassen oder gar einen anderen Grafiker zu berücksichtigen.

Links:

(via bkanal)