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Nur gewinnen geht nicht…

Zugegeben, ich würd gewiss nicht nein sagen, wenn ich ich die Pepsi-Dose die mit 300 Diamanten, 100 Saphiren und 100 Rubinen besetzt ist, gewinnen würde. Auch „heute“ ermuntert ihre Leser, an der Verlosung dieser ziemlich einmaligen Dose mitzumachen:

Pepsi 100'000-Dollar Dose zu gewinnen - Heute

Mitmachen ist das Eine, reele Gewinnchancen haben aber das andere. Gewinnen wird nämlich keiner der Heute-Leser, es sei denn, der Leser wohnt in den Vereinigten Staaten, denn nur Personen mit einem Wohnsitz in den USA oder im „District of Columbia“ sind laut den „offical rules“ teilnahmeberechtigt.

Tja, schlecht recherchiert, liebe/r Redaktor/in mit dem Kürzel sah…

Corporate Guide To The Blogosphere

Von Edelman gibts ein neues White Paper namens „Corporate Guide To The Blogosphere“ über die Blogosphäre, das die Ergebnisse vergangener Studien mit einer Befragung von Strategy One verbindet. Schade nur, dass sich auch in diesem White Paper einmal mehr nichts über die Schweiz finden lässt.

Edelman Europachef David Brain über einige der Erkenntnisse:

* Blog readership levels vary significantly by market, but “influencers” everywhere are more likely to read blogs. Bloggers tend to be younger and tend to be male.
* Blogs spur readers to take action. For example, 78% of German readers of blogs have attended a public meeting on a local issue covered in a blog.
* The most influential blogs tend to be in technology, followed by politics, personal journals or entertainment.
* Multinational companies such as McDonalds, Microsoft (Edelman client) or Samsung (Edelman client) draw more attention from local bloggers than major companies headquartered in a local market.
* Respondents in the Asian countries surveyed–China, Japan, and South Korea–all read blogs with significantly more frequency than in the United States or Europe.

Den Guide gibt es sowohl als PDF (3,4 MB) als auch als eine Art LivePaper.

(via media coffee)

Werbeeinnahmen aus Blogs

Robert hat sich die Mühe gemacht, aus den Angaben von 47 Blogs eine Auswertung über die Werbeeinnahmen in Excel- und Chart-Form zusammenzustellen. Basierend auf den Angaben der Blogbetreiber ist dabei eine ziemlich umfangreiche und interessante Auswertung entstanden.

So wird beispielsweise sichtbar, dass zwar viele Blogs AdSense einsetzen, im Verhältnis zu anderen Werbemöglichkeiten damit aber wenig Einnahmen generieren. Roberts Auswertung ergibt denn auch ein ganz anderes „Effizienz-Ranking“ als man sich dies bislang vielleicht gedacht hatte:

1. Sponsoring
2. Linkverkauf
3. Affiliate-Banner
4. AdSense
5. Amazon

Mehr Daten und die Excel-Liste für eigene Auswertungen gibts direkt bei Robert, der auch noch eine weitere Auswertung der Daten plant: Die Unterteilung der Blogs in Fachblogs und thematisch allgemein gehaltene Blogs. Da wird sich zeigen, ob thematisch fokussierte Blogs auch bei den Werbeeinnahmen besser punkten können…

Keine Narrenfreiheit für Blogger

Die Sonntags-Zeitung befasst sich heute in einem kleinen Special mit Weblogs und weist im Artikel „Keine Narrenfreiheit für Blogger“ auf die rechtlichen Probleme hin, die Blogger mit ihren Äusserungen provozieren könnten:

Für das Online-Tagebuch Westwatch ist SonntagsZeitung-Autor Roger de Weck ein Idiot. Medienspiegel.ch hat den «SonntagsBlick»-Kolumnisten Meyer auf Frank A. Plagiator umgetauft. Und Ignoranz.ch verhöhnt «Tages-Anzeiger»-Chefredaktor Peter Hartmeier als Millionenzürich-Provinzler und Sowohl-als-auch-Intellektuellen.

Den wenigsten Bloggern ist bewusst, dass sie medienrechtlich Journalisten gleichgestellt sind. Der Einwand «Das ist doch bloss Hobby poesie in Tagebuchform» gilt nicht. Theoretisch kann selbst eine Beschimpfung unter vier Augen vor dem Richter enden, sofern sich die Persönlichkeitsverletzung bezeugen lässt.

Neben den oben genannten Blogs finden auch noch das Pendlerblog, Blattkritik und, als besonders negativ hervorgehoben, der Bugsierer mit seinem Post über Sonntags Zeitung-Redaktor Barnaby Skinner, Erwähnung:

In einem Ehrverletzungsverfahren würde der Blogger auf verlorenem Posten stehen.

Immerhin: In dieser Hinsicht sind wir in der Schweiz wohl wirklich (noch) eine Insel. Ein Blick nach Deutschland zeigt, dass dort bereits viel härtere Sitten herrschen und öfters geklagt und abgemahnt wird…

Weitere Posts zum Thema:

User auf XP Loginscreen verstecken

Aus aktuellem Anlass heute gebraucht, aber sicherlich ganz schnell wieder vergessen, wenn ich das hier nicht aufschreibe:

  1. Registry Editor starten und folgenden Registry-Zweig öffnen:
    HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\Winlogon\SpecialAccounts\UserList
  2. Einen neuen Eintrag erstellen:
    Username: REG_DWORD
    Wobei Username durch denjenigen Usernamen ersetzt wird, der auf dem Loginscreen nicht angezeigt werden soll…
  3. Dem neuerstellten Eintrag den Wert 0 geben
    (0 = unsichtbar, 1 = sichtbar)
  4. Registry Editor schliessen und neu starten

Damit wird der User nicht mehr auf dem Loginscreen angezeigt. Ein Login ist somit nur via der „alten“ Windows 2000-Loginmaske möglich, die nach zweimaligen Drücken von Control-Alt-Delete erscheint.

Auf den Hund gekommen

Jetzt ist die Werbung auf den Hund gekommen, denn das Werbeplakat im Baby-F12 Format richtet sich direkt an den treuen Begleiter des Menschen:

Tribis Ferientierheim - Werbung für Hunde

„Sogar unsere Werbung verwöhnt Ihren Hund.“

Da die Plakate sind mit dem Geruch einer läufigen Hündin parfümiert sind, wird nun wohl vom Hund vorgegeben, wie lange sein Besitzer vor dem Plakat stehen soll. Schliesslich gibts für den Hund nicht nur jede Menge für die Nase geboten, sondern gleich auch noch das Hinterteil eines Artgenossen.

Die „etwas andere“ Werbung der Werbeagentur Matter & Gretener wird entlang von Wander- und Spazierwegen aufgestellt und wirbt für das Ferientierheim Tribis in Bubikon. Bubikon ist ja ganz in der Nähe, vielleicht erblicke ich so ein Plakat ja mal in Natura (auch wenn ich keinen Hund besitze).

(via persönlich.com | Foto: Gina Folly)

Polizei zahlt Geld zurück

news.search.ch:

Die Stadtpolizei Zürich will 919 Verkehrssündern Geld zurückzahlen. Sie hatte zu hohe Bussen ausgesprochen.
Schuld sei eine falsch programmierte automatische Verkehrskontrollanlage, teilte die Polizei weiter mit. Diese sei 2004 installiert worden. Weil aus Datenschutzgründen die bezahlten Bussen vernichtet worden seien, könnten die Betroffenen nicht eruiert werden.
Deshalb suche die Polizei 731 Verkehrssünder, die statt 100 Fr. 120 Fr. Busse bezahlt und 188 Personen, die statt 160 Fr. 250 Fr. entrichteten hätten. Weitere 120 Fälle seien vor Gericht gelandet. Deren Adressen seien bekannt.

… und was lernen wir daraus? Etwas mehr Skepsis ist bei Geschwindigkeitskontrollen durchaus angebracht. Nicht immer stimmt, was uns die Ordnungshüter weis machen wollen…