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Passwort mit acht Zahlen

OK, Philipp Morris scheint dazugelernt zu haben, denn ganz so schlimm wie im März ist es nicht mehr. Auf der neuen Webseite der Marlboro-Promo darf man sich nun auch anmelden, ohne dass man gleich eine Passkopie per Post einsenden muss. Dafür hat man sich was neues gemeines ausgedacht:

Marlboro Unheard - Das Passwort muss mindestens 8 Zahlen enthalten

Passwort ist schliesslich nicht gleich Passwort. Nur: Welchem Typen ist denn nun in den Sinn gekommen, dass das Passwort exakt 8 Zeichen lang sein darf und ausschliesslich aus Zahlen bestehen muss?

Konzertmarathon

Es gibt Konzerte, da kriegt man noch etwas für sein Geld. Zum Beispiel am Konzert von Monchy y Alexandra am 10. August 2007 in Bern:

Screenshot Ticketbestellung Monchy y Alexandra

Zwar wird das sicherlich etwas stressig, wenn es gleich bei Türöffnung schon mit dem Konzert losgeht. Dafür dauert das, woo-hoo, ganze 6 1/2 Stunden. Wenn das nichts ist…

Die Frage ist nur: Was ist hier falsch? Sicher ist, dass bei Starticket jemand ziemlich unkonzentriert war. Klar ist auch , dass die Türöffnung um 21 Uhr ist, und das Konzert gemäss Plakaten um 23 Uhr beginnt. Aber dann wären das noch immer 4 1/2 Stunden Konzert, was dann, verglichen mit dem letztjährigen Konzert, doch wieder sehr lange wäre.

Ich werd‘ mich wohl ganz einfach überraschen lassen…

circaVie: Interaktive Bilder-Timeline

circaVie

Eine coole Idee, die man sich bei AOL mit circaVie ausgedacht hat. Das Tool erlaubt das Erstellen von interaktiven Timelines um Ereignisse mit Hilfe von Bildern, Videos, Text und einem Link darzustellen. Die Events sind grundsätzlich für jeden sichtbar, können allerdings auch als „privat“ gekennzeichnet werden. Betrachtet werden kann die „Eventliste“ entweder direkt via Webseite oder durch das Einbetten in eine andere Page, so wie man sich das zum Beispiel mit Videos von YouTube gewohnt ist.

Hier ein kleines Beispiel einer solchen Timeline, die ich mit ein paar vergangenen Events „gefüttert“ haben. Ein Klick auf ein Photo öffnet ein Detailfenster. In den Einträgen „Porschetreffen Arosa“ und „Beau Rivage Palace“ habe ich zudem einen weiterführenden Link („Related to this event“) eingefügt:

Vorerst ist das Tool nur in Englisch verfügbar und hat somit auch Probleme bei der Darstellung von Umlauten (sichtbar im Eintrag „Soerenberg“). Ebenfalls „unschön“ finde ich die Tatsache, dass sich kein „Startpunkt“ definieren lässt und die eingebettete Anzeige damit immer zum neusten Eintrag springt. Aber hey, das Teil ist schliesslich in der Beta-Phase 😉

Nun bleibt nur noch die Frage, wie man Timeline auf Deutsch übersetzt. Zeitlinie?

(via Digital Inspiration)

Die ehrlichsten Städte der Welt

Wie ehrlich sind die Passanten in verschiedenen Metropolen, wenn sie ein herrenloses Handy finden? Readers Digest hat genau das getestet und in 32 Grossstädten weltweit insgesamt 960 Handys der mittleren Preisklasse an Bushaltestellen, Cafes oder auf Parkbänken platziert und die Finder beobachtet. Fast zwei Drittel aller „verlorenen“ Handys kamen wieder zurück, was für mich ziemlich erstaunlich ist. Readers Digest stellt denn auch fest, dass Ehrlichkeit auf der Welt einen weit höheren Stellenwert habe als vermutet.

Den ersten Platz in der Rangliste belegt die slowenische Hauptstadt Ljubljana, wo 29 von 30 Handys ihren Besitzer wieder fanden, dicht gefolgt von Toronto mit 28 und Seoul mit 27 zurückgegebenen Mobiltelefonen. Berlin und Zürich liegen im Mittelfeld mit 21 bzw. 20 retournierten Telefonen. Hong Kong und Kuala Lumpur bilden mit je 13 Rückgaben noch hinter Amsterdam die Schlusslichter.

Dass Wohlstand nicht unbedingt eine Garantie für Ehrlichkeit ist, zeigt sich auf der Rangliste sehr schnell. Mit Mumbai und Manila liegen auf Platz 5 gleich zwei Städte „ärmeren Kalibers“ gleichauf mit New York, was mich zugegebenermassen erstaunt. Aber auch Sao Paulo und Bangkok machen auf Platz 14 (neben Paris und Berlin) eine gute Figur. Die gesamte Rangliste gibts hier als PDF.

Dass gerade in New York noch immer eine gewisse Terrorangst herrscht, zeigt sich am Beispiel eines jungen Mannes, der auf ein „ausgesetztes“ Handy aufmerksam wurde. Durch das Klingeln verunsichert, nähert er sich dem Handy nur zaghaft und stösst es mehrfach mit dem Fuss an, bevor er es in die Hände nimmt. Es hätte ja eine Bombe sein können, meinte er später gegenüber dem Reporter. Doch seht selbst:

Ohne Strom nix los

Was wegen des Zeitunterschiedes in Europa nicht gross auffiel, führte in den USA doch zu einigen Wirrungen. Ein fast zwei Stunden dauernder Stromausfall in San Francisco betraf letzte Nacht neben fast 50’000 Kunden auch das Datacenter 365 Main. Und damit waren auch bekannte Webseiten wie Technorati, Craigslist, AdBrite, SixApart (Typepad, LiveJournal), Sun oder cnet betroffen.

Die Spekulationen liessen nicht lange auf sich warten. Auf Mashable meinte Ryan:

The news blowing around the streets is that a large truck hit something…[…]

Und OGpaper berichtet von anfänglichen Gerüchten, dass Technorati nicht wegen des Stromausfalls offline sei, sondern wegen eines unvorsichtigen Betrunkenen:

Worldwide users of Technocrati initially got the version that a drunk man knocked over 40 server racks […]

Der Energieversorger stellte aber schnell klar, dass es sich um Spannungsschwankungen handelte, die in der Folge eine Explosion in einem unterirdischen Schacht auslösten, was am Ende dann zum Stromausfall geführt habe. Interessanter dürfte aber vor allem für die betroffenen Websites sein, wieso die Stromgeneratoren des Datacenters an der 365 Main Street erst nach 45 Minuten eingeschaltet wurden. Gerade Ausfallsicherheit durch Generatoren wird ja von Datacentern meist gross hervorgehoben. Gemäss San Francisco Chronicle wollte sich dazu jedoch bisher niemand äussern.

Eigentlich schon fast bedenklich, wie stark wir in der heutigen Welt von Strom, Internet und ähnlichem abhängig sind. Das merke ich nur schon an mir selbst, wenn der Internetprovider mal ein Problem hat. 2 Stunden ohne Internet? Ist ja fast nicht auszuhalten 😉

Immerhin: Die meisten vom Ausfall betroffenen Sites sind bereits wieder online. Lediglich AdBrite kämpft wohl noch mit Problemen oder führt noch Datenbanktests durch. Dafür nimmt mans mit Humor und verkürzt den Besuchern die Wartezeit mit einem Pacman-Game auf der Website.

[Update] 26. Juli 2007
Etwas Licht ins Dunkel des Ausfalls des Datacenters 365 Main bringen die folgenden Artikel:
– Data Center Knowledge: Generator Failures Caused 365 Main Outage
– Valleywag: 365 Main’s credibility outage

(via S-O-S SEO Blog)

VBZ-Werbung: Sorry, liebe Strassenmusiker

Strassenmusiker die das Tram in Zürich besteigen haben es schwer. Offiziell, weil Musikdarbietungen in Fahrzeugen der Verkehrsbetriebe Zürich VBZ) verboten sind, inoffiziell aber auch deshalb, weil die Zeit zwischen zwei Haltestellen meist nicht für einen „Auftritt“ reicht. Das will uns zumindest der neue Spot der VBZ weismachen:

Auch wenn die Idee für den Spot gut ist, etwas zwiespältig kommt er doch rüber. Immerhin werben die Verkehrsbetriebe mit einem Klischee, dass sie per Verbot aus ihren Fahrzeugen verbannen will. Gegenüber „20 Minuten“ verteidigt die VBZ aber ihren Spot:

«Der Spot ist witzig und ironisch – den versteht jeder», sagt Heinz Vögeli, als Leiter Unternehmenskommunikation bei den VBZ verantwortlich für den Werbefilm. «Das ist eine Art Ping-Pong-Spiel», so Vögeli: Sonst spielten die Tram-Musiker ein Katz-und-Maus-Spiel mit dem Personal, jetzt machten sich die Verkehrsbetriebe über das Geklimper lustig. Trotz Auftritt im offiziellen Spot wollen die VBZ Musikdarbietungen im öffentlichen Verkehr weiterhin nicht dulden: «Schliesslich kommt auch niemand auf die Idee, in einer Bank den Wartenden etwas vorzuspielen», so Vögeli.

Weil die VBZ für den Spot gerade Mexikaner auswählte, tritt nun auch die mexikanische Botschaft auf den Plan und will den Spot begutachten. Immerhin wurden bereits im letzten Jahr Verbotsschilder mit einem stereotypen Mexikaner-Piktogramm in Trams und Bussen nach einer Intervention der Botschaft überklebt.

Die Reiszeitung im Internet

Man könnte meinen, es gibt nichts, was es nicht gibt. Und tatsächlich vermeldet mein RSS-Reader, dass es nun auch noch eine Reiszeitung gibt. Eine Zeitung, die sich thematisch mit dem Thema Reis auseinandersetzt? Oder besteht die Zeitung aus Reispapier? Nee, ist doch eine Zeitung im Internet.
Vielleicht aber sollte man bei der Reiszeitung ganz einfach dem Korrekturlesen bei Pressemitteilungen mehr Beachtung schenken…

YouTube mit personalisierbarem Player

Der Videoplayer von YouTube lässt sich nun auch (ein wenig) personalisieren. Mit dem „custom player“-Feature lässt sich so beispielsweise die Farbe des Players ändern oder auch zwischen zwei Layouts wählen. Allerdings sind die Möglichkeiten derzeit noch sehr gering. So lässt sich für die Farbgebung des Players derzeit nur zwischen neun (vorgegebenen) Farbvarianten wählen und es fehlt auch die Möglichkeit, die Grösse des Players zu varieren.

Nichtsdestotrotz: Hier ein Beispiel eines personalisierten Players, gefüttert mit meiner „80s Dance Megamix“ Playlist:

Ausser dem oben gezeigten Player gibt es auch noch eine 780 Pixel breite Version, bei welcher zusätzlich die weiteren Titel aus der Playlist angezeigt werden. Für Blogs sind 780 Pixel Breite wohl aber meist zuviel des Guten, weshalb hier nur ein verkleinerter Screenshot zu sehen ist:

YouTube - Custom Player mit Vorschau

Der Schritt hin zu personalisierbaren Playern ist sicherlich richtig, auch wenn die derzeit gebotene Palette an Anpassungsmöglichkeiten noch ziemlich gering ist. Allerdings wird es wohl nicht lange dauern, bis solche Player bis ins kleinste Detail personalisiert werden können…

(via Techchrunch)

Google-Kalender mit Handy synchronisieren

GooSync

Der Kalender von Google ist ziemlich praktisch, hatte bisher aber einen entscheidenden Nachteil: Er liess sich nicht mit Handys (ausgenommen Geräte mit Windows Mobile) synchroniseren. Mit GooSync von Toffa International ändert sich das nun, denn damit lassen sich Handys bequem und kostenlos „over the air“ (OTA) mit Google Calendar abgleichen.

Nach der Registrierung bei GooSync, Freigabe der Zugriffsberechtigung auf Google Calendar und der Konfiguration des eigenen Handys via kostenlosem SMS kann die Synchronisierung jederzeit direkt vom Handy aus gestartet werden. GooSync gleicht in der kostenlosen Variante alle Kalendereinträge der nächsten 30 und der letzten 7 Tage zwischen den beiden Kalendern ab. Wer die Daten der letzten bzw. kommenden 365 Tage abgleichen oder mehrere Google Kalender synchronisieren will, muss zur kostenpflichtigen Variante (£ 19.95/Jahr) greifen. Für den Normalgebrauch dürfte die kostenlose Variante aber vollends genügen.

(via YiGG)