Bereits jetzt bietet Google mehr als 2,8 GB Speicherplatz für Gmail und 1 GB für Picasa Web Albums, doch wer mehr will, kann sich dies nun erkaufen. Das Angebot reicht von 6 GB für 20 US-Dollar jährlich bis hin zu 250 GB für 500 Dollar pro Jahr.

Der Clou: Der zusätzliche Speicherplatz kann gemeinsam sowohl mit Gmail als auch mit Picasa genutzt werden. Quasi einmal kaufen und für beide Dienste verwenden, was bei den „Gratis-Versionen“ nicht möglich ist. Google will den Service bald auch auf weitere Applikationen wie Google Docs und Spreadsheets ausweiten.
Übrigens: Kaum freigeschaltet, hat Google den Preis des 6 GB-Packages bereits um das 20-fache erhöht: Philipp „durfte“ seinen zusätzlichen Speicherplatz nämlich noch für 1 Dollar kaufen…
(via bö | Screenshot: Googlified)
Nur Stunden nachdem die Freiheits-Partei Schweiz (FPS) durch ein Gericht gezwungen wurde, die Umleitung der Webseite www.lumengo.ch auf das Blog der FPS aufzuheben, ist die Partei selbst offline.
Was war passiert? Nachdem die FPS des Kantons Bern eine eigentliche Hetzkampagne gegen den dunkelhäutigen SP-Politiker Ricardo Lumengo führte und dazu auch dessen Namen als Domain registrierte, klagte dieser wegen Persönlichkeitsverletzung – und gewann:
Die Freiheitspartei […] muss die Umleitung von der Website www.lumengo.ch auf den FPS-Blog innerhalb von 48 Stunden aufheben. Zudem ist es der FPS ab sofort verboten, die genannte Internetseite «auf einen anderen Server oder eine andere Website umzuleiten»
Nun aber sind die diversen Webseiten der Freiheits-Partei selber offline. Alle Aufrufe der Domains, welche von Hostpoint gehostet werden, gehen ins Leere, bzw. werden auf die nicht existente Adresse „http://v110p.ch/suspended.page/“ weitergeleitet. Wer direkt die IP-Adresse des FPS-Servers aufruft, erhält folgende Meldung:
Dieser Server wurde vorübergehend vom Netz genommen.
Bitte kontaktieren Sie Ihren Hosting Provider.
Hoppla… Hat die FPS ganz einfach nur den eigenen Server „verkonfiguriert“ oder hat man bei Hostpoint kalte Füsse bekommen und die Webseiten gleich ganz gesperrt? Die Umleitung auf eine URL mit dem sinnigen Namen „/suspended.pages/“ lässt zwar darauf schliessen, dass Hostpoint aktiv wurde. Hostpoint selber wollte sich bisher jedoch nicht dazu äussern. Dann warten wir doch mal ab, ob dann wenigstens die FPS offener über diesen Fauxpas informiert…
(Danke für den Tipp, Sandro)
[Update] 9. August 2007
Nun ist klar, dass die obigen Vermutungen alle nicht zutreffen. Hostpoint äussert sich wie folgt:
die domains werden von einem hostpoint vISP-kunden betreut. und dieser wurde von hostpoint gesperrt, da er offene rechnungen nicht beglichen hat.
Ein Unglück kommt wohl selten alleine…
Bequem sitzen im Zürcher Hauptbahnhof..

(gesehen von Beatro)

Was ist eigentlich mit digestiv.tv, der nach eigenen Angaben „unabhängigen Schweizer Wochensatire mit Biss“ passiert? Nachdem ich soeben wieder einmal über den verwaisten (weil nicht mehr aktualisierten) RSS-Feed gestolpert bin, stelle ich fest, dass die letzte Sendung vom 8. Juni 2007 stammt. Somit haben die Macher seit dem Start nur gerade vier Monate durchgehalten.
Sicher: Satire ist ein schwieriges Pflaster, erst recht wenn man sich mit Grössen wie Rocketboom oder Ehrensenf vergleichen lassen muss. digestiv.tv musste diesbezüglich auch immer wieder harte Kritik über sich ergehen lassen. Aber dass die Verantwortlichen und Sponsoren bereits nach so kurzer Zeit das Handtuch werfen, scheint mir doch eher eine Überreaktion zu sein…
Zwar sind es noch nicht fünf Jahre, aber bereits ein Tag Unterbruch von Internet und Telefon können einem ganz schön zu schaffen machen. Kaum von den paar Ferientagen zurück musste ich gestern nämlich feststellen, dass die Cablecom unseren Anschluss unterbrochen hat. Tja, mein Fehler, denn da war noch eine Rechnung, die knapp einen Monat überfällig war. Nach einem Gespräch via Handy mit dem netten Kundendienst dann die Lösung: „Zahlen sie die Rechnung am Postschalter und senden sie uns den Zahlungsbeleg per Telefax.“
Gesagt, getan: Doch auch sechs Stunden später ist weder Internet noch Telefon verfügbar. Also ein erneuter Handyanruf beim ach so netten Kundendienst. Dort teilt man mir nun mit, dass eine Wiederaufschaltung bis zu 24 Stunden dauern könne. Zwar konnte man mir nicht erklären, wieso das Drücken ein paar weniger Tasten am Computer so lange dauern würde, aber damit musste ich mich wohl erst zufrieden geben. Heute morgen um 08:44 Uhr waren dann aber auch die 24 Stunden vorbei, doch die Sperre ist nach wie vor in Betrieb. Also einmal mehr bei der Helpline der Cablecom anrufen. Dort wird mir eröffnet, dass im System nach wie vor nicht ersichtlich sei, dass mein Fax mit den Zahlungsbelegen eingegangen sei. Kommt dazu, dass ich das gestrige Fax zudem offenbar an eine falsche Nummer (die Zentrale) schickte. Allerdings war das die einzige Faxnummer, die mir zur Verfügung stand. Doch die Dame relativiert: Normalerweise würde die Zentrale nämlich die Dokumente jeweils an die richtige Abteilung weiterleiten. Nur bei mir scheint das offenbar nicht der Fall zu sein.
Also was nun? Die Dame schlägt vor, ich solle doch ganz einfach den Beleg nochmals faxen. Tja, aber die Telefonleitung ist doch unterbrochen. Auf einen Fussmarsch zur Post um (erneut) einen teuren Postfax zu senden, habe ich keine Lust. Ja dann sehe sie (ausser das Faxen via Poststelle) keine andere Lösung, als zu warten. Warten auf was? Auf die Cablecom-Zentrale? Auf Godot? Wir werden sehen…
Bevor nun aber Entrüstungsstürme über mich hereinbrechen: Ja klar, die verspätete Zahlung war mein Fehler, keine Frage. Wenn dann aber die Möglichkeit geboten wird, „schnell“ (also innert 24 Stunden) eine Entsperrung der Dienstleistungen zu erreichen, dann sollte die möglichst auch funktionieren. Dass mich mein erster Ansprechpartner bei der Helpline nicht auf die spezielle Faxnummer aufmerksam gemacht hat, kann nun ja nicht mein Fehler sein.
Aber immerhin: Es gibt ja Nachbarn, dessen Wireless-LAN ich derzeit nutzen darf. Blöd nur, dass das aufgrund der Entfernung nur auf dem Balkon klappt. Im Gegensatz zu gestern ist es heute nämlich ganz schön kühl hier an der frischen Luft…
Sir Elton John scheint nicht viel vom Internet zu halten, denn immerhin plädiert er gegenüber der britischen Boulevardzeitung The Sun dafür, dass das Netz für fünf Jahre abgeschaltet wird:
I do think it would be an incredible experiment to shut down the whole internet for five years and see what sort of art is produced over that span.
Das Internet sorgt nach seiner Meinung nämlich dafür, dass wir vereinsamt zuhause sitzen anstatt nach draussen zu gehen, sich zu treffen und kreativ zu werden. Auch Blogger sollten auf die Strasse gehen:
Let’s get out in the streets and march and protest instead of sitting at home and blogging.
Hauptsächlich richtet sich seine Kritik aber gegen die heutige Musik, denn in „den frühen 1970ern wurden jede Woche mindestens 10 absolut fantastische Alben veröffentlicht, heute ist es schwer, zehn solcher Alben in einem Jahr zu finden, obwohl mehr veröffentlicht werden als je zuvor.“ Schuld daran ist, man ahnt es bereits, das Internet. Alleine mit ihrem PC machten heutige Künstler „Musik, die manchmal in Ordnung ist“, aber kaum die Grundlage für eine Musikkarriere bilden könne.
Vereinzelt mag die Kritik von Elton John durchaus zutreffen. Natürlich gibt es Leute, die sich hinter ihrem Computer verstecken und kontaktarm sind. Introvertiere Leute, die lieber daheim als draussen sind, gab es aber wohl schon vor dem Internet.
Für mich hat das Internet ganz neue Möglichkeiten eröffnet: Viele interessante Leute die ich heute kenne, habe ich wohl nur dank des Internets kennengelernt. So eine Abschaltung hätte aber auch in beruflicher Hinsicht Auswirkungen: Was mache ich bloss mit fünf Jahren Ferien?
Ganz ernst dürfte es Elton bei seinen Aussagen aber wohl nicht sein. Immerhin macht auch er sich das Internet nämlich zu nutze. Erst kürzlich nämlich wurde sein Konzert aus dem New Yorker Madison Square Garden live ins Internet übertragen und all seine Songs sollen in Kürze auch als Download zur Verfügung stehen. Wie das zu verstehen ist, bringt gulli treffend auf den Punkt:
Wahrscheinlich um einen weiteren Grund für einen längeren Abschuß des Internets zu liefern, will Elton John demnächst ganz konsequent sein gesamtes musikalisches Schaffen digital vermarkten (lassen), was das Medium zweifellos attraktiver machen wird – mit indes schlimmen Folgen.
Sieben neue Sicherheitslücken hat beNi in den letzten Tagen in der aktuellen WordPress-Version 2.2.1 entdeckt und publik gemacht. Doch nicht nur das: Er hat auch gleich einen „gutmütigen“ Wurm geschrieben, der die Lücken patchen soll:
Er meldet sich dann mit einem div-layer in dem alles noch einmal beschrieben wird, daraufhin musst du bestätigen und der Wurm begleitet dich zu deinem Blog und führt dich in einer Art Setup durch das Patchen der unsicheren scripte upload.php, options.php und link-import.php, und am ende Frägt er ob du noch einen Blogroll-Link zu mir hinzufügen willst oder Feedback in irgendeiner Form hast
Gabs nicht mal einen Virenschreiber, der mit einem „gutmütigen“ Virus irgendeine Windows-Lücke patchen wollte? Klar, dieser „nette“ Wurm hilft tatkräftig dabei, die Dateien entsprechend zu patchen, doch ich sehe das grundsätzlich als gefährlich an. Wer weiss denn schon, ob der nächste als „nette“ bezeichnete Wurm ebenfalls nur Gutes im Sinne hat? Ich will beNi hier nichts unterstellen, aber zumindest theoretisch könnten auf diese Art auch ganz gewollt Hintertürchen eingebaut werden. Kommt dazu, dass wohl ein grosser Teil der Nutzer so einen „Patch-Wurm“ einfach ausführt, ohne sich gross Gedanken darüber zu machen, was dieser eigentlich genau an den Dateien verändert..
Ob es der richtige Weg ist, dass Entdecker von Sicherheitslücken diese gleich selbst patchen, scheint mir deshalb eher zweifelhaft. Andererseits kann es auch mal ein Weilchen dauern bis die WordPress-Entwickler die Lücken mit einem Update offiziell beseitigen, was ungepatchte Blogs zu einem Angriffsziel werden lässt. Was also tun? Zumindest bei kritischen Lücken empfiehlt sich das rasche Patchen tatsächlich, was ich jeweils komplett händisch erledige. So gibt es für einige der sieben neuen Lücken bereits entsprechende Veröffentlichungen im WordPress trac (Tickets 4689, 4690, 4691 und 4692). Weitere mögliche Workarounds findet man auch bei Alex von Buayacorp.
Mit „WordPress-Themes verstehen 1“ startet Perun eine Artikelserie über den Aufbau der WordPress-Themenvorlagen. Im ersten Teil gehts vor allem um die Theorie: Was ist ein Template, welche Dateien, Funktionen, Template-Tags gibt es und was kann man damit anstellen. In Teil zwei wird es dann um das Classic-Theme gehen bis Perun dann im dritten Teil auf den Aufbau des Templates eingehen wird, das er selbst in seinem Blog nutzt.
Gerade für Einsteiger, die gerne einmal selbst Hand an ihr Template anlegen wollen, gilt hier: Lesebefehl!
Im August steht die zweite Ausgabe des Sommer-Blogger-Treffens in Zürich vor der Tür. Organisator und Fullbody-Latz-Träger Marcel Widmer lädt erneut ins idyllisch gelegene Restaurant Kolbenhof in Zürich, das, am Fusse des Uetlibergs gelegen, eine herrliche Aussicht auf die Stadt Zürich, das Seebecken und weit ins Limmattal bietet.
Wer sich also schon immer ein Meet & Greet mit anderen Bloggerinnen und Bloggern wünschte, dürfte am diesjährigen Sommertreffen in Zürich bestens aufgehoben zu sein. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass es sich bei den anwesenden Bloggern nicht nur um solche aus Zürich handelt: Letztes Jahr beehrte uns sogar Sir Loi, extra aus dem fernen Bern angereist, mit seiner Anwesenheit.
Mehr Infos und Details gibts gleich zweifach auf der B-Seite, wo auch der Link zur Abstimmung über das Durchführungsdatum zu finden ist.

„Du bist von unserer Glücksfee gezogen worden und hast die Führerstandsfahrt des cargo-blogs gewonnen“, hiess es vor knapp einem Monat in einem Mail an mich. Gewonnen habe ich mit einem ziemlich belanglosen Kommentar im Cargo-Blog, was wieder einmal zeigt: „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt…“
Für Verwirrung sorgte dann aber bereits unsere Anreise zum „Startbahnhof“ Arth-Goldau, denn Kollege Martin und ich entschieden uns für eine andere Zugroute, als uns von SBB Cargo bzw. der zuständigen Werbeagentur Consoco vorgeschlagen wurde. Schliesslich wollten wir die 1. Klasse-Tageskarte mal so richtig ausnutzen. Mit unserer Alternativanreise waren wir sogar 3 Minuten früher am „Start“, aber wir genehmigten uns zuerst einen Kaffee am Bahnhof. Das führte dann allerdings zu reger Betriebsamkeit, denn es wurde eine Grossfahndung nach uns ausgelöst. Tja, manchmal hilft es, wenn man das eMail genauer lesen würde:
– *Treffpunkt : Bahnhof Goldau am Zug 2261
– Beginn der Fahrt : 09.18 Uhr
– Ende der Fahrt : 11.46 Uhr*Der Treffpunkt ist so gewählt, dass Du mit Zug 2261 nach Goldau reisen kannst: Zürich ab 08.09 Uhr/Goldau an 08.49 Uhr.
Den Zug 2261 setzten wir nämlich mit „unserem“ Zug, auf welchem wir die Führerstandsfahrt absolvieren sollten, gleich. Doch noch während der Grossfahndung stiessen dann auch wir auf Aegid Planzer, der uns auf unserer Reise begleiten sollte. Davon, dass der Lokführer am Bahnhof bereits abfahrbereit wartet, konnte aber keine keine Rede sein, denn die erste Info die wir erhielten war, dass „unser“ Zug geschlagene 70 Minuten Verspätung hat. Also wieder zurück zum Kaffeetrinken und uns gegenseitig beschnuppern. Da erfuhren wir dann auch, dass es sich bei „unserem“ Zug nicht um einen Personenzug (wie bei den Führerstandsfahrten üblich), sondern um einen Güterzug handelt. Geschickt gemacht, schliesslich stammt der Gewinn von SBB Cargo 😉
So ein Güterzug eignet sich aber auch viel besser für eine Führerstandsfahrt als ein „normaler“ Personenzug, da es für die Fahrt einiges mehr zu beachten gilt. Das beginnt bereits beim Beschleunigen, wo bei den langen Zügen darauf geachtet werden muss, dass die Kupplungen nicht zu fest belastet werden und geht bis zum Bremsen bei der Gotthard-Talfahrt, wo im „Sägezahn-Verfahren“ gebremst werden muss, um einerseits eine Überhitzung der Räder zu verhindern und andererseits um stets genügend Bremsluft zu haben.
Ich bin ja weiss Gott alles andere als ein „Bahnfan“, aber diese Fahrt im Führerstand einer Lokomotive war doch ziemlich eindrücklich. Und eines habe ich gelernt: Als Laie unterschätzt man die Tätigkeit und die damit verbundene Verantwortung eines Lokomotivführers gewaltig. Nur schon deshalb war die Fahrt äusserst spannend und lehrreich. Interessant wär nun aber auch der Vergleich mit einer modernen Lok, beispielsweise in einem TGV oder einem Cisalpino, wo es wohl um einiges „elektronischer“ zugeht…
Zum Schluss ein Dankeschön: An die Verantwortlichen von SBB Cargo und Conosco, unseren Experten Aegid Planzer sowie an unseren Lokführer, Herr Mazzuchelli. Nur über den Aufkleber auf Mazzuchellis Köfferchen müsste man nochmals diskutieren:

Wobei: Eine gewisse Rivalität zwischen Zürchern und den anderen Kantonen hats ja schon immer gegeben 😉