Telefonspam
Nicht genug, dass mir immer mal wieder irgendwelche sexhungrigen Frauen SMS-Nachrichten schreiben und auf einer kostenpflichtigen Nummer angerufen werden wollen oder dass mich Sunrise alle paar Monate mit ihren SMS- und MMS-Newslettern nervt (obwohl, hab’ ich da nicht schon mal angerufen und diese abbestellt?), nein. Nun nimmt auch der Voice-Spam am Telefon langsam Masse an, die ich nicht mehr tolerieren kann. Zwar nehme ich Anrufe mit unterdrückter Nummer oft nicht an, trotzdem obsiegt manchmal die Neugier und ich gehe trotzdem ran. Innerhalb von 24 Stunden musste ich nun gleich zweimal Telefonspam über mich ergehen lassen.
Da war zuerst mal das Nachrichtenmagazin Facts, das mir ein Abonnement verkaufen wollte, selbstverständlich zu einem “Super-Preis”, schliesslich sei ich ja schon Kunde der tamedia. Nein, nein, danke, lasst mal gut sein.
Danach dann die Cablecom, die mir digital tv schmackhaft machen wollte. Schliesslich sei ich ja schon Kunde der Cablecom und man wolle mir ein “Super-Angebot” unterbreiten. Ich müsse schliesslich für die Zukunft gerüstet sein, denn immer mehr TV-Sender würden bald nur noch digital senden, so dass ich in Kürze keine Programme mehr auf meinem analogen Anschluss empfangen könne. Auf meine Nachfrage, was die Cablecom denn auf ihrem analogen Kabelnetz noch übertragen würde, hiess es dann, dass in Kürze damit Schluss sei und dann einfach nichts mehr zu empfangen sei. Haha, ja genau, wir stellen 1,5 Millionen Kunden einfach mal den Saft ab. Gerade deshalb sei das “Super-Angebot” doch jetzt ein guter Einstieg in die digitale TV- und Radiowelt. Aaaja…
Aber ok, wenn das Fernsehen in Kürze mangels Analog-Signal ausfällt, gibts wieder Zeit, was anderes zu tun, schliesslich hält sich mein Fernsehkonsum schon heute in Grenzen. Ich seh’ zumindest derzeit nicht ein, wieso ich Fr. 25.- bzw. Fr. 35.- pro Monat für einen Digitalreceiver zahlen soll, der mir ein paar TV- und Radiosender mehr bringt. Noch weniger versteh’ ich allerdings, wieso solch’ hanebüchenen Begründungen immer wieder herangezogen werden, um potentielle Kunden zu ködern. Und noch was, liebe Cablecom: Das spezielle Angebot, dass man mir die Fr. 95.- Eintrittsgebühr schenken würde, ist doch gar nicht speziell, schliesslich kriegt das jedermann der sich über eure Internetseite anmeldet. Aber was erzähl’ ich da, das wisst ihr natürlich selbst.
Auf den direkten Human-Spam morgen im Carrefour, wo ich seit Monaten jeden Samstag vom Cablecom-Verkäufer angesprochen werde (hat der Arme eigentlich eine festen Arbeitsplatz im Carrefour?) bin ich ja schon gespannt. Dieses Mal werd’ ich mir das mit dem Abstellen des Analog-Signals doch nochmals genauer erklären lassen
Ob ich mir das Telemarketing Gegenwehrskript mal wieder neben das Telefon legen sollte?
Roger zu
RSS (vollständig)




Freitag, 14. Juli 2006 um 19:01:55 Uhr
Na der Telefon-Spam hat sich ja gelohnt für die wenn die noch “Viral Marketing” Blog-Publicty bekommen mit PageRank vererbenden Links.
Mal ehrlich, wenn mich ein Automat anruft lege ich sofort auf. Wie das in Zukunft wird weiß ich allerdings auch nicht. Aber Du wirst offenbar von “echten Menschen” aka ausgebeuteten Call Center Agents angerufen?
Freitag, 14. Juli 2006 um 19:16:21 Uhr
Ich habe ja manchmal ein wenig mehr Zeit und lasse diese Leute dann das volle Programm für 15 Minuten runterrasseln, surfe dabei im Netz und dann kommt von mir immer gerne mal die Frage, woher sie denn meine Kontaktdaten eigentlich hätten… und ob ich mal den Vorgesetzten sprechen könne. Das vertreibt die natürlich auch sofort, aber ja, wenn der Vorgesetzte dran ist, ist immer sehr viel Erklärungsnot auf deren Seite..
Freitag, 14. Juli 2006 um 23:42:56 Uhr
Man müsste mal eine Liste erstellen à la “wie halte ich mir dieses Gesindel vom Hals”, hier meine Vorschläge, die wohl am wirkungsvollsten sind
-> Mit Trillerpfeife mit voller Kraft in den Hörer blasen. Angeblich können keine körperlichen Schäden entstehen über Telefonanlage. Sehr wirkungsvoll. Könnte aber Komplikationen geben (Anrufer bekommt Herzinfarkt, etc.)
-> Anrufer mit dem Kommentar “das klingt suuuper interessant, ich bin seeeehr interessiert, einen Moment bitte” abspeisen und Hörer in eine Schublade legen und nach 2 Stunden dann mal wieder rangehen und sich entschuldigen, dass es ein klein wenig länger gedauert hat.
Punkt 2 habe ich schon mehrmals praktiziert, leider sind die Leute wohl zu ungeduldig und legen nach 20 Minuten auf…
Samstag, 15. Juli 2006 um 12:10:34 Uhr
Idee 1 finde ich wirkungsvoll und gerecht, schliesslich nehmen die Telemarkter auch in Kauf, dass wir einen Wutanfall bekommen könnten.
Man sollte aber trotzdem mal dranbleiben um zu hören, was die so vor sich her quatschen wenn sie denken, dass niemand mehr dran sei =)
Idee 2 ist nicht das idealste wenn jemand anrufen möchte… Aber sicherlich sehr lustig
@Bloggingtom: Konntest Du das Skript schon mal anwenden?
Samstag, 15. Juli 2006 um 12:25:52 Uhr
Das Problem hier ist ja, man weiss nicht, wer denn da genau anruft. Es kann ja sein, dass jemand vom Arbeitsamt dazu verdonnert wurde diesen Job zu machen und das kann jeden Treffen. Da bestraft man dann mit so einer “Gegenwehrattack” unschuldige.
Samstag, 15. Juli 2006 um 13:43:07 Uhr
@Simu: Ja hatte das vor knapp einem Jahr ein paar Mal probiert. Die Theorie ist zwar ganz spannend aber es braucht manchmal ganz schön Durchsetzungsvermögen, das dann auch wirklich so durchzuziehen…
Montag, 17. Juli 2006 um 12:34:26 Uhr
Notitz: Trillerpfeife kaufen.
Mittwoch, 19. Juli 2006 um 18:56:30 Uhr
Wie wärs wenn wir diesen SPAM direkt auf eine 900 er Nummer umleiten würden, dann würden wir mit diesem Scheiss noch eine menge Kohle machen!