Dann lass ich es bleiben…

Tabakfirmen haben es immer schwerer, neue Kunden zu „aquirieren“. Da liegt es nahe, wenigstens die bestehenden Kunden zu halten und nicht zur Konkurrenzmarke abwandern zu lassen. Winston macht das seit einiger Zeit mit einem Internetportal, wo Wettbewerbe veranstaltet, Downloads angeboten und Einladungen zu Events vergeben werden. Auch Marlboro will nun auf den Zug aufspringen und hat ein eigenes Portal gestartet:

Guten Geschmack beweist Marlboro auch beim Design. Ab sofort kannst Du die einzigartige Qualität schmecken, sehen und fühlen. Und wenn Du von speziellen Offerten profitieren möchtest, kannst Du Dich auf www.hellosmokers.ch anmelden. Ein Willkommensgeschenk hast Du schon auf sicher.

Alle gemeinsam haben das Problem, ihre Portale nur volljährigen Personen zu öffnen. Die Umsetzung fällt bei Marlboro gegenüber der Konkurrenz aber äusserst mühsam aus. Zwar beginnt die Anmeldung wie üblich mit der Eingabe der Personalien und mit der fast schon obligatorischen Anmerkung, dass Kinder und Jugendliche keine Zielgruppe seien:

Hellosmokers - Kinder und Jugendliche sind keine Zielgruppe unserer Werbung

Also wie befohlen die fehlenden Nummern der Identitätskarte (Personalausweis) in die Felder eingeben:

Hellosmokers - Eingabemaske für die Identitätskarte

Damit dürfte die Altersverifizierung erledigt sein, schliesslich enthalten die Zahlenreihen u.a. das Geburtsdatum und einige Prüfziffern, so dass damit die Verifizierung vorgenommen werden kann. Doch weit gefehlt: Auf der nächsten Seite wird man mit der Aufforderung überrascht, die soeben gemachten Daten auszudrucken und unter Beilage einer Kopie der Identitätskarte (ID) per Post zu senden:

Hellosmokers - Aufforderung zum Einsenden einer Ausweiskopie

Bei allem Verständnis für den Jugendschutz, aber das geht nun wirklich zu weit. Wieso musste ich vorher denn mühsam die Nummern der Identitätskarte eingeben? Und wieso soll ich mir die Mühe machen ein Formular auszudrucken, meine ID zu kopieren, das Ganze in einen Umschlag zu stecken um dann auch noch das Porto zu bezahlen? Für ein paar Promos, Events oder Produkte?

Sorry, Philip Morris, da habt ihr in den Jahren schon bald 30’000 Euro an mir verdient und macht es mir auch noch so schwer? Dann lass‘ ichs lieber bleiben, der Aufwand ist mir schlicht zu gross…

Fast 10% der AdSense-Klicks ungültig

Was ungültige Klicks und Ausschlüsse von AdSense-Publishern angeht, ist Google ja selten auskunftsfreudig. Im Post „Invalid Clicks – Google’s Overall Numbers“ auf dem AdWords-Blog gibts nun trotzdem ein paar wenige Zahlen und Fakten zu ungültigen Klicks.

Ist das als neue (kleine) Offenheitsoffensive von Google zu verstehen? Zu hoffen wäre es, denn die nichtssagenden Aussagen gegenüber ausgeschlossenen Publishern fördern das Vertrauen ja auch nicht unbedingt…

Sturmwarnung für Blogs

Eine modifizierte Version des „Storm Worm“-Virus hats auf Blogs und Foren abgesehen. Der Wurm fügt automatisch den Text „Have you seen this?“ zusammen mit einem Link in Kommentare ein, die der Nutzer auf Webseiten abgibt. Der Link führt dann zu einer Website die versucht, den Computer des Besuchers ebenfalls mit dem Wurm zu infizieren.

In einigermassen gepflegten Blogs dürfte es allerdings nicht allzu schwer sein, diesen Verbreitungsweg zu unterbinden. Trotzdem ist es interessant, dass nicht nur Spammer die Blogs als „Vehikel“ entdeckt haben…

(via Blogpiloten und pte)

Zeichnen mit map.search.ch

Wegbeschreibungen für den Onlinegebrauch zu gestalten war bisher eine eher mühsame Sache. map.search.ch macht das Ganze mit den Zeichnungstools auf der Karte nun sehr viel einfacher. Linien, Pfeile, Texte und vieles mehr auf der Karte zusammenklicken, die URL speichern und verschicken oder verlinken. So wie eine unserer „Spazierrouten“, die ich als Beispiel erstellt habe.

Zeichnen auf der Karte von map.search.ch

Wers professioneller haben will kann sogar Google Earth-Daten oder GPS-Exchange-Dateien importieren und auf der Karte anzeigen lassen.

Stellt sich mir nur noch die Frage, wie lange die generierte URL denn gültig bleibt…

Alles verboten oder was?

Verbote scheinen derzeit wieder „in“ zu sein. Glühbirnen sollen weg, Raucher gehören weggesperrt und nun fordert Prinz Charles auch noch ein weltweites McDonalds-Verbot. Die Selbstverantwortung der Menschen scheint völlig ausgeblendet zu werden, dafür schwillt der Paragrafen-Dschungel immer weiter an.

Aber ich will mal nicht so sein und schliesse mich darum den Forderungen von Ernst Corinth an: Kennzeichungspflicht für Raucher, Verbot für schlechtgelaunte Beifahrer und Kinder im Auto, sowie ein Verbot von Autoradios in allen Fahrzeugen. Nur mit dem Vorschlag, dass

kurz berockte Frauen nichts auf der Straße zu suchen [haben], weil sie männliche Verkehrsteilnehmer eben viel zu stark ablenken

kann ich mich nicht anfreunden, denn schliesslich beweist dieses Video, dass Autofahrer bei solchen Aussichten auch mal langsamer fahren 😉

Eine Teamsite mit Sharepoint 2007

Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag Hinweis: Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag.

Mit Sharepoint 2007 Teamsite präsentiert der ISP Genotec eine Intra-/Extranet-Lösung, welche vor allem für KMUs interessant sein dürfte. Ohne grosse Investition in Hard- oder Software können so auf einer einzigen Plattform Dokumente, Umfragen, Kalender und Diskussionen verwaltet sowie Blogs und Wikis betrieben werden, was die Team-Zusammenarbeit im Intra- und/oder Extranet sicherlich erleichtern kann.

Die ersten Schritte auf der Plattform waren für mich jedoch ziemlich verwirrend, denn überall gibt es was zu klicken und einzustellen. Auf die Online-Hilfe kann man sich dabei nicht verlassen, denn diese ist schlicht nicht verfügbar. Allerdings scheint das derzeit bei allen lokalisierten Sharepoint-Versionen der Fall zu sein. Nach etwas rumpröbeln Einarbeitungszeit geht das Einrichten der verschiedenen Elemente aber trotzdem relativ rasch voran, auch wenn z.B. der Aufwand für die Einrichtung von Benutzern, Benutzergruppen, Berechtigungen etc. nicht unterschätzt werden darf.

Was die Browserunterstützung betrifft, geht Microsoft den bereits bekannten Weg: Nur mit der aktuellen Version 7 des Internet Explorers lässt sich die Plattform komfortabel bedienen. Witzig: Mit dem Internet Explorer 6 fehlen elementare Punkte der „Websiteeinstellungen“, während die Menus mit Firefox korrekt angezeigt werden. Das heisst allerdings nicht, dass Sharepoint damit auch mit Firefox zurechtkäme, wie beispielsweise am WYSIWYG-Editor zu sehen ist:

Sharepoint WYSIWYG-Editor im Firefox   Sharepoint WYSIWYG-Editor im Internet Explorer 7
Editor im Firefox Editor im Internet Explorer 7

Schwierigkeiten bereitete mir auch der Zugriff auf die Seite und zwar unabhängig vom Browser: Trotz Markierung der Option „Automatisch anmelden“ beim Login wurde ich jeweils nach einigen Minuten Inaktivät aus dem System geschmissen und musste mich jeweils mühsam erneut anmelden.

Alles in allem habe ich den Eindruck, dass Sharepoint aus technischer Sicht ein durchaus ausgereiftes Produkt darstellt, welches alle wichtigen Tools für kollaboratives Arbeiten zur Verfügung stellt. Allerdings krankt das Ganze nach wie vor an einigen Kinderkrankheiten, die das Arbeiten dann doch nicht so flüssig machen, wie man sich das vielleicht gerne vorstellt.

Wers gerne selber probiert, erhält unter http://www.sharepointhosting.ch einen kostenlosen Testaccount für 30 Tage.

WordPress: tinyMCE is not defined

Wenn der WYSIWYG-Editor in WordPress trotz der nötigen Einstellungen in der Administration einfach nicht angzeigt wird, kann das auch am Webserver liegen. Das musste ich heute morgen bei einem Blogprojekt, welches ich technisch betreue, staunend zur Kenntnis nehmen. Offensichtlich gibt es nämlich Schwierigkeiten mit dem Editor, wenn auf dem Webserver kein gzip installiert ist, was sich in JavaScript-Fehlern wie

tinyMCE is not defined

äussert.

Ein kleiner Hack in der Datei ‚tiny_mce_gzip.php‘ im Ordner ‚/wp-includes/js/tinymce/‘ sorgte dann aber für Abhilfe. Dazu müssen in der genannten Datei die folgenden Zeilen (Zeile 132 – 142 in WordPress 2.1.1) auskommentiert oder gelöscht werden (Backup nicht vergessen!):

$enc = in_array('x-gzip', $encodings) ? "x-gzip" : "gzip";

// Use cached file if it exists but not in debug mode
if (file_exists($cacheFile) && !$debug) {
header("Content-Encoding: " . $enc);
echo file_get_contents($cacheFile);
die;
}

if (!$diskCache)
ob_start("ob_gzhandler");

Wer es einfacher haben will, kopiert einfach die aktualisierte Datei tiny_mce_gzip.php vom WordPress Bug-Tracking Server, wo das Problem bereits bekannt ist.

Nach einem Leeren des Browser-Caches funktionierte der Editor dann (endlich) wie gewohnt.

Keine Betriebsaktivitäten im Gange

Die Ladeanzeige des Browsers dreht und dreht, vereinzelt werden sogar die Titel der aufgerufenen Webseiten in der Titelleiste angezeigt, aber die Seiten bleiben weiss. Der Mailclient meldet immer wieder ein Timeout beim abholen der Mails. FTP? Funktioniert. Traceroute? Keine Probleme. Ping? Keine Probleme. Also muss das Problem wohl irgendwie an meinem System liegen. Oder doch nicht? Mit dem Laptop dasselbe Phänomen, also liegt das Problem doch bei mir. Oder doch nicht?

Schnell mal die Sunrise Mobile Broadband Card angeworfen (über die ich ja schon längst mal einen Testbericht schreiben sollte) und erneut probiert. Funktioniert alles einwandfrei. Auch ein Traceroute und Ping via Sunrise zu meiner Cablecom-IP funktioniert. Liegts nun an mir oder nicht?

So langsam bin ich ratlos und rufe via Laptop (und Sunrise) die Status-Seite der Cablecom auf, doch da heisst es nur

Zur Zeit sind keine Betriebsaktivitäten im Gange.

Also weitersuchen im eigenen Netzwerk, Router und Computer nochmals neu booten, alles ohne Erfolg. Dann doch noch die Idee, mal die Cablecom-Hotline anzurufen. Noch bevor ich einen Supporter am Telefon habe, soll ich „meine“ Postleitzahl eingeben (ist das neu?). Gesagt, getan:

In Ihrem Gebiet ist der Internetzugang zurzeit nur sehr erschwert möglich.

Also doch kein Problem bei mir, sondern bei der Cablecom. Die Techniker sind vor Ort, Abhilfe wird also bald folgen. Und ich muss mir für die Zukunft merken: Ruf‘ immer zuerst die Hotline an, bevor du zu „basteln“ beginnst und verlass Dich nicht auf die Statusseiten der Provider. Eigentlich logisch, denn der Kunde ohne Internetzugang kann auch die Statusseite nicht aufrufen…

Wieder was gelernt…

Cablecom peert wieder

Die Aufhebung diverser (kostenloser) Peerings durch die Cablecom hatte ab Oktober 2006 für Cablecom-Kunden zu teilweise massiv verschlechterten Internet-Verbindungen geführt. Nun scheint die Cablecom zurückzukrebsen und will wieder kostenlose Peerings mit Schweizer ISPs eingehen, wie es in einer Pressemitteilung heisst:

Die Integration von cablecom in die Netzwerkstrukturen von UPC Broadband führte im Herbst 2006 zu veränderten Peeringverhältnissen und einer neuen Peering Policy (paid peering). Nach dem erfolgreichen Abschluss der Integration wird nun die lokale Konnektivität erweitert und optimiert. Die angepasste, lokale Peering Policy nimmt Rücksicht auf die spezifischen Anforderungen des Schweizer Marktes. Sie erlaubt kleinen und mittelgrossen Internet Service Providern (ISP) ein direktes, kostenloses Peering mit cablecom/UPC. Die neue Peering Policy kombiniert somit beste lokale Konnektivität in der Schweiz mit den weltweit schnellsten Verbindungswegen, die UPC als einer der grössten Internet Provider anbieten kann.

Interessanterweise „verkauft“ die Cablecom die Geschichte quasi als Neuerung, denn „die Kunden profitieren von tiefen Latenzzeiten durch die lokale Verarbeitung des Schweizer Datenverkehrs und hoher Konnektivität infolge Anbindung an einen der weltweit grössten Internet Provider“. War das nicht schon so, bevor Cablecom die Verbindungen kappte?

Wie auch immer: Ich hoffe, dass die Verbindung zu mein Hosting Provider Cyon damit schon bald wieder schneller wird und die Pakete nicht mehr via USA nach Basel reisen müssen. Fredy, its your turn!

Kugelsicheres MacBook

MacBooks können bei einem Überfall durchaus nützlich sein. Nicht nur dass sie als kugelsichere Weste fungieren, sie funktionieren sogar noch nach dem Beschuss. Fehlt nur der Selbstauslöser der iSight-Kamera bei plötzlichem Kugelhagel…

MacBook Pro - Beschädigt aber voll funktionstüchtig

Auf flickr gibt es weitere Fotos des MacBooks, welches angeblich bei einem Überfall in Brasilien „angeschossen“ wurde…

(via Brasilblog)