Suchtrends erkennen mit Enquisite

Enquisite Beta

Enquisite ist ein Statistik-Tool, das sich ausschliesslich mit dem Verkehr befasst, der von Suchmaschinen auf die eigenen Seiten geleitet wird. Dabei lassen sich nicht nur die Keywords oder Phrasen, mit denen man bei den Suchgiganten gut gelistet ist, ermitteln, sondern auch deren Performance über einen bestimmten Zeitraum anzeigen oder den Erfolg einer PPC-Kampagne auswerten.

Ein interessantes Feature ist die Anzeige der höchsten bzw. tiefsten Position in den Suchresultaten für bestimmte Keywords oder Webseiten. Der Screenshot zeigt zum Beispiel, dass der Beitrag „Hoteltester gesucht“ als beste Position auf Platz 1 und als schlechteste Position auf Platz 5 gelistet wurde:

Enquisite - PageReport

Doch woher rühren die Unterschiede in der Platzierung? Ein weiterer Klick zeigt die Suchphrasen, welche zur Seite geführt haben und bringt damit die Lösung des unterschiedlichen Positionierung:

Enquisite - PageReport Detail

Für Statistikliebhaber und SEOs dürfte das als Beta freigegebene Enquisite sicherlich ein willkommenes (weiteres) Statistiktool sein. An der Nutzerfreundlichkeit dürfen die Entwickler aber ruhig noch etwas Hand anlegen. Das altmodisch anmutende Design gewinnt in der heutigen Zeit sicherlich keinen Preis mehr…

Qualmendes iPhone

Ganz ungefährlich ist das Unlocking des iPhones nicht, wie zwei Bastler aus Mosambik feststellen mussten:

Well, we did all the software part, it was going ok, then we got to open the iphone, got the antenna part off, a bit difficult but not too bad. then I decided to go and look for something to try and pry open the metal part, after taking the 3 screws out, as I was gone, less than 2 minutes my friend, who was with me (he was just there to push the button when we got to the part were 2 people are needed) suddenly started to scream, I came rushing back, and the iphone was just sitting there, black stuff all over the table, as i went to pick it up, i burnt the tips of my fingers. it was HOT, very, very HOT.
I think he put something into the phone and somehow punctured the battery, but I am not sure. I had to put it in cold water for it to cool down. And it took a long time for it to cool down. Also there was a very strong smell, and unpleasant as well…any idea?? I am sure it did us no good…now I have a dead iphone…if only there was a software unlock..

Explodiertes iPhone

Tja, dumm gelaufen… Da versucht man auf allen Wegen an ein iPhone zu kommen und dann raucht einem das gute Ding einfach ab…

(via 20 minuten)

Hier schreibt der usbekische Botschafter

Wer schon immer mal Mails als usbekischer, indischer oder iranischer Botschafter schreiben wollte, hatte über das vergangene Wochenende Gelegenheit dazu. Die Liste mit über 100 Passwörtern der Mailaccounts von Botschaften, anderen Regierungseinrichtungen und des Dalai Lama ermöglichte nicht nur das Schreiben, sondern vor allem auch das Lesen der eingehenden Mails.

Während die meisten Betroffenen in der Zwischenzeit reagiert haben, sollen die Mailaccounts der usbekischen Stellen gemäss einem Kommentar nach wie vor frei zugänglich sein. Zu empfehlen ist das Lesen oder Schreiben von Mails über die in der Liste genannten Mailserver jedoch nicht, denn man würde sich damit wohl ernsthafte Konflikte mit dem Gesetz einhandeln. Oder vielleicht steht auch eines Tages der Geheimdienst des entsprechenden Landes vor der eigenen Haustür…

(via Jans Technik-Blog)

Willkommen in Zürich, Steve Ballmer!

Die offizielle Pressemitteilung fehlt zwar noch, aber Microsoft Schweiz hat mir telefonisch offiziell bestätigt: Steve Ballmer, CEO von Microsoft kommt Anfangs Oktober für einige Tage in die Schweiz. Neben Pressemeetings und Gesprächen mit Partnern wird Ballmer auch einige Keynote-Sessions halten. Bereits bekannt ist die Session für Internet Briefing, welche am 4. Oktober 2007 im Swissôtel in Zürich stattfinden und mit Live-Streaming weltweit übertragen wird.

Übrigens, interessierte Blogger aufgepasst: Microsoft Schweiz will anlässlich des Besuchs von Steve Ballmer keinen Unterschied zwischen Journalisten und Blogger machen und wird damit auch Blogger gleichberechtigt zu den diversen Presseevents mit dem Microsoft-CEO zulassen. Sehr schön, Microsoft!

Wie Steves Programm aussehen wird und für welche Events sich Blogger wie und wo akkreditieren können werde ich in einem separaten Beitrag später auf diesem Blog veröffentlichen.

Na dann bleibt nur zu hoffen, dass Steve den Ballmer-Dance auch in der Schweiz aufs Parkett legt:

Übersetzung? Brauchen wir nicht…

Was tun, wenn man keine Lust zum Übersetzen eines Newsletters hat? Man könnte zum Beispiel einfach darauf hoffen, dass der Empfänger auch Englisch versteht und die Übersetzung mitten im Satz abbrechen. So wie Sony Ericsson im neusten Newsletter:

Sony Ericsson Newsletter - Zweisprachigkeit vorausgesetzt

Immerhin könnte man damit teures Zeilenhonorar einsparen…

MSN HRS: Besuch von Microsoft?

MSN HRS

Ein Wort wie „Judging“ klingt einfach grundsätzlich verdächtig, erst recht wenn es in einer Referrer-URL, die ich aus meiner Zugriffsstatistik gefischt habe, vorkommt. Doch nun wirds erst recht verdächtig. Wer nämlich der Referrer-URL

http://65.54.226.171/hrsv3/Judging.aspx?QueryID=576199&UrlIndex=1&

folgt, wird automatisch auf eine Loginseite weitergeleitet, die das Logo von MSN sowie das Kürzel HRS zeigt:

msn HRS Login

Klar ist, dass die IP-Adresse tatsächlich zu Microsoft gehört und dass ein deutscher t-online-Kunde via HRS hierhergefunden hat. Übrig bleiben Spekulationen zum Kürzel HRS und was sich dahinter verbirgt. Verschiedene Quellen im Internet spekulieren, dass HRS die Abkürzung für „Human Review System“ oder „Human Relevance System“ sein könnte, doch „gesicherte“ Informationen darüber konnte ich bisher nicht finden…

Wer weiss mehr?

Den Nutzen einer Blog-Suchmaschine erkennen…

So kann mans auch machen: Nachdem erste Vorwürfe wegen Urheberrechtsverletzungen gegen die Blog-Suchmaschine qeez.de laut werden, dreht man den Spiess einfach um, nimmt die Seite vom Netz und wirft den Bestohlenen Unkenntnis vor:

Wir werden nun an einer Lösung arbeiten, in der wir Blogs von der Suche ausschließen und den Service nur Bloggern bereitstellen, die den Nutzen einer Blog-Suchmaschine erkennen.

Ich kann zwar den Nutzen einer (Blog-) Suchmaschine erkennen, worin aber mein Nutzen bei qeez.de liegt, wo bis vor wenigen Minuten neben einer Auflistung der Titel meiner Blogposts (Screenshot [PDF]) auch gleich die vollständigen Beiträge (Screenshot [PDF]) publiziert wurden liegt, mag ich beim besten Willen nicht verstehen. Eine Suchmaschine sollte dem Nutzer doch aufgrund seiner Suchanfrage vielmehr den Weg zu den „richtigen“ Beiträgen zeigen. Dazu gehört meiner Ansicht nach aber nicht die vollständige Publikation sämtlicher meiner Beiträge…

Offenbar scheint das, wenn auch spät, nun auch dem im Impressum von qeez.de genannten Rechtsanwalt Alexander Schlotterbeck aufgefallen zu sein. Ich bin ja mal gespannt, was sich der Herr Rechtsanwalt nun ausdenkt, um den Service nur für Blogger bereitzustellen, „die den Nutzen einer Blog-Suchmaschine erkennen“…

[Update] 17:07 Uhr
Oupps, wir Schweizer sind schuld, dass Deutschland eine Blog-Suchmaschine verloren hat. Sorry liebe Nachbarn, das wollten wir nicht. Wir wollten doch nur unser Unbehagen über die Art und Weise loswerden, wie dort mit unseren Beiträgen umgegangen wurde. Aber jetzt gibts bei qeez.de offenbar nur noch beleidigte Leberwürste…

Adware-Verbreitung via Spam-Pingback

Dass (Spam-) Ping- und Trackbacks auch für die Verteilung von Viren, Mal- und Adware genutzt werden können, ist zwar logisch, ist bisher aber an mir vorbeigegangen. Seit Ende letzter Woche aber wird das sehr offensichtlich, denn mein Blog wird derzeit von Pingbacks chinesischer Domains überflutet.

Wer den Spam-URLs mit dem Muster

http://[ändernde 5-stellige Zeichenfolge]-free-movies.cn

folgt (natürlich mit den entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen), wird automatisch auf die Adresse spy-shredder.com weitergeleitet. Dort erwartet ihn ein Fake-Onlinescan, der vorgibt, den eigenen Computer auf Viren und ähnliches zu prüfen:

SpyShredder - Fake Online-Scan

Der Scan findet, wie es zu erwarten war, natürlich eine Infektion…

SpyShredder - Falscher Virenalarm

… und schlägt nun, unabhängig davon, worauf man klickt, immer wieder vor, die Datei „Install1279.exe“ herunterzuladen und entsprechend zu installieren.

SpyShredder - Download

Damit würde man sich dann die eigentliche Adware [PDF] auf den Computer holen, die danach aggressiv mit diversen Popups und veränderter Browser-Startseiten versucht, den User zum Kauf von SpyShredder zu bewegen, was natürlich völlig unnötig ist.

Absolut stossend finde ich in diesem Zusammenhang das Versagen von Akismet, das bei mir als Zusatzplugin von SpamKarma 2 seinen Dienst tut. Obwohl ich bereits mindestens 60 solcher SpyShredder-Pingbacks als Spam gemeldet habe, stuft Akismet diese nach wie vor als „Nicht-Spam“ ein. Da frag‘ ich mich doch manchmal, wieso Akismet überhaupt solche Usermeldungen entgegennimmt.

Auch Webseiten wie McAfee SiteAdvisor versagen hier kläglich, obwohl die Anbieter solcher Seiten vorgeben, den User beim Surfen im Internet vor „gefährlichen“ Seiten schützen zu wollen. Wer nämlich Informationen zur Seriosität der SpyShredder-Seiten haben will, wird vertröstet, obwohl erste User die Webseiten bereits vor mehr als drei Wochen zur Überprüfung gemeldet haben:

McAfee SiteAdvisor: spy-shredder.com-Resultat

Was bleibt, ist einmal mehr die Kontrolle der via Ping- oder Trackback, aber auch der via Kommentare eingehenden Links. Aber das machen ja (hoffentlich) alle seriöseren Blogger, oder?

Mehr Informationen zu SpyShredder: