Die Geschäftsidee ist eigentlich gar nicht so schlecht: Warum nicht einen SMS-Versand auf die Beine stellen, der einem die neusten Posts eines Blogs oder eines Newsportals automatisch aufs Handy zaubert.
Das dachten sich wohl auch die Betreiber von rss-nachrichten.de und stellten in Zusammenarbeit mit rss2sms.de einen Dienst ins Netz, bei welchem man sich, natürlich gegen Bezahlung einer (SMS-) Gebühr, die gewünschten RSS-Feeds zusammenstellen und sich die News aufs Handy zustellen lassen kann.
Genau da aber beginnt auch schon das Problem: Auf dem Portal sind hunderte von RSS-Feeds zu finden, neben Blog-Feeds auch solche von Focus Online, Heise oder Golem. Ich denke aber nicht, dass sich die kommerzielle Nutzung der Feeds mit den Copyrights, CC-Licenses etc. der Autoren vereinbaren lässt.
Zumindest die Nachrichtenagentur AFP hat bereits reagiert und teilte mir auf Anfrage folgendes mit:
Die Nutzungsbedingungen für die RSS-Feeds von AFP schließen eine gewerbliche Nutzung des bereitgestellten Materials aus. Wir haben daher die Betreiber der beiden Portale „rss-nachrichten.de“ und „rss2sms.de“ aufgefordert, die Nutzung von AFP-Material einzustellen. Beide haben unverzüglich reagiert und den AFP-Feed aus dem Verzeichnis gestrichen
Joerg Heidrich, Justiziar bei Heise sieht das Ganze etwas lockerer: Da der Heise-Feed nur die Titel enthält, könne man kaum von einem Copyright-Verstoss ausgehen. Allerdings: „Anders läge der Fall wohl dann, wenn komplette Artikel ohne Erlaubnis übermittelt werden würden“. Auch Golem.de sieht derzeit keinen Handlungsbedarf, auch wenn man sich dort das Angebot „noch etwas genauer ansehen“ will.
Trotzdem bin ich nach wie vor der Meinung, dass sich der Dienst mit den Lizenzierungen der meisten Blogs nicht vereinbaren lässt, schliessen die meisten doch eine kommerzielle Nutzung ihrer Texte aus. Und das gilt selbstverständlich auch dann, wenn „nur“ die ersten 160 Zeichen eines Posts übertragen werden. Ich für meinen Teil habe schon mal die Löschung meines Feeds beantragt…
[Update] 15.12.2005
Unterdessen tut sich was. „Der RSS-Service wird auf weiteres für eine Überarbeitung geschlossen“ heisst es nun auf der Homepage von rss2sms.de…
Heute muss nun also dieses Halloween sein, auf das ich seit Wochen vorbereitet werde. Vom Grossverteiler über Webseiten bis hin zur passenden Party: Überall greift Halloween um sich…
Ursprünglich waren es offenbar die Kelten die den Brauch einführten, und vor rund 2000 Jahren wurde Halloween überall in Europa gefeiert. Aber irgendwann war Schluss damit. Heute gewinnt Halloween aber auch bei uns wieder an Beliebtheit. Die einen ergreifen die Gelegenheit, sich lustige und weniger lustige Streiche einfallen zu lassen, andere wiederum nutzen das Motto vor allem dazu, Halloween wie Weihnachten und Ostern für ein gutes Geschäft zu nutzen. Und „Halloween-Zeugs“ gibts ja nun wirklich an jeder Ecke zu kaufen…
Sorry, aber ich kann damit überhaupt nichts anfangen, wieso kommen wir eigentlich dazu, einen in den USA gebräuchlichen Brauch in den letzten Jahren auch hier zu feiern? Ich wage zu behaupten, dass (fast) ausschliesslich kommerzielle Gründe zur (Wieder-) Einführung dieses Brauchs geführt haben. Abgesehen davon konkurrenzieren solche „neumodischen“ Bräuche auch die bestehenden Bräuche. Während beispielsweise der „Räbeliechtliumzug“ immer weniger Kinder anzieht, scheint bei Halloween genau das Gegenteil zu passieren.
Immerhin hat bei uns das „Klingeln für Süssigkeiten“, wie das Karsten, Pia und Blaui beschreiben, bei uns noch nicht grosse Ausmasse angenommen (oder dann hab‘ ich es glücklicherweise verpasst).
Nachdem letzte Woche die Blogwelt rätselte, was der ominöse Counter auf einigen Blogs bedeuten soll, ist es nun klar: Johnny hat einen Verlag, genauer die Spreeblick Verlag KG, gegründet.
In diesen Tagen wurde die Spreeblick Verlag KG gegründet, der erste deutsche und vor allem unabhängige Weblog-Verlag. Das Familienunternehmem im wirklichen Sinne des Wortes kümmert sich um die Veröffentlichung hochqualitativer Blogs zu Nischenthemen und vermarktet diese, soll heißen: Finanziert sie über Werbung und Sponsoren.
Aha. Aber ist das alles? Wie ich bereits beim Rätseln über die Counter geschrieben habe, fand ich die Aktion (ohne zu wissen, was denn da kommen würde) gut gemacht. Aber nun bin ich, ehrlich gesagt, enttäuscht. Ach so, der Johnny gründete einen Verlag. Toll. Ich wünsch‘ ihm, ganz ehrlich, den Erfolg den er sich wünscht. Aber die Marketingidee liess einem doch auf etwas hoffen, warten, was irgendwie speziell sein soll.
Mir kommts vor als hätte ich zwei Tage einen Counter laufen lassen um nachher zu schreiben, dass nun endlich der Kaffee aus meiner neuen Espressomaschine läuft.