Ich weiss, der Kampf um Kunden ist hart und sogenannt „gute Risiken“ sind bei jeder Krankenkasse begehrt. Darum werde ich auch bereits überall auf Plakaten, in Radio- und Fernsehspots und im Internet mit Krankenkassen-Werbung bombardiert. Schliesslich kann per Ende Jahr mal wieder die Kasse gewechselt werden. Soweit so gut.
Wir Prämienzahler zahlen offenbar aber trotz gegenteiligen Behauptungen viel zu viel Geld für den Verwaltungs- und Werbeapparat, denn einige Krankenkassen können es sich sogar leisten, professionelle Callcenter anzustellen, die den lieben langen Tag nichts anderes machen, als potentiellen Kunden hinterherzutelefonieren. Zumindest Wincare und Progrès haben mich nun innerhalb von wenigen Tagen angerufen und wollten mir einen Krankenkassenwechsel schmackhaft machen.
Da unsere Telefonnummer seit Jahren mit einem Stern („Wünscht keine Werbung“) versehen ist und das Einhalten dieses „Werbeverbots“ zumindest für die Mitglieder des Schweizer Direktmarketing Verband SDV verbindlich ist, wollte ich von der Progrès-Dame wissen, woher die verwendeten Adress- bzw. Telefondaten stammen und von welcher Call-Center Firma sie anrufe. Diese Fragen mochte sie mir dann aber nicht beantworten und beendete kurz aber freundlich das Telefonat.
Immerhin will man der Sache bei der Helsana, der „Muttergesellschaft“ der Progrès, nachgehen und abklären, wieso Cold Calls auch bei vorhandenem Stern im Telefonbuch durchgeführt werden. Allerdings konnte man mir auch dort nicht sagen, welche Firma mit der Kundenaquirierung beauftragt wurde, denn die Telefonate würden teils aus dem eigenen Call-Center und teils via verschiedenen externen Firmen vorgenommen. Schade, ich hätte mich gerne mit dem Verantwortlichen des Call-Centers unterhalten…
Ein bisschen Weiterbildung schadet nie…
(via Silkester erzählt)
Eine Million virtuell brennende Kerzen wollen die Initiatoren bis Ende Jahr sammeln und damit eine Petition initiieren. Die Millionengrenze ist bereits geschafft, aber es kann nicht schaden, sich seine eigene Kerze im Kampf gegen Kinderpornografie im Internet anzuzünden…
Dateien in ein anderes Format zu konvertieren ist eigentlich nicht schwierig. Zumindest wenn man die entsprechenden Programme kennt und auch installiert hat. Einfacher gehts online, zum Beispiel mit Zamzar, das nach eigenen Angaben über 150 Konvertierungsmöglichkeiten anbietet. Allerdings muss die zu konvertierende Datei in einer von 25 möglichen Formaten vorliegen und darf nicht grösser als 100 MB sein. Für den „Normalgebrauch“ dürfte das Angebot aber allemal reichen.
Nur 50 MB gross darf die zu konvertierende Datei bei Media Convert sein, dafür bietet der Service einige Formate mehr an. Media Convert ist zudem in der Lage, direkt aus einer URL einen Screenshot in allen möglichen Grafikformaten zu erstellen.
Allerdings hat die Online-Konvertierung auch Nachteile: So kann das Rauf- und Runterladen der Daten je nach Grösse doch einen (oder zwei) Moment dauern und man muss darauf vertrauen, dass einem der Anbieter nichts ungewolltes unterjubelt. Bei Zamzar kommt dazu, dass die eMail-Adresse mit angegeben werden muss.
(via digg)
Umfragen gibt es viele und überall. Während die einen stolz verkünden, ihre Umfragen seien repräsentativ (auch wenn ich immer wieder Zweifel habe, ob man einfach ein paar Hundert Leute nach ihrer Meinung fragen und das dann auf die Gesamtbevölkerung hochrechnen kann), geben die anderen offen zu, dass die Ergebnisse nur aus ein paar Umfragewilligen generiert werden.
Auch die Weltwoche fragt auf ihrer Webseite immer wieder die Leser um ihre Meinung. Die aktuelle Frage „Befürworten Sie die Kohäsionsmilliarde für die neuen Mitgliedstaaten der EU?“ wurde bis heute 18.08 Uhr von 1403 Lesern beantwortet. Zwar weist auch die Weltwoche darauf hin, dass die Umfrage nicht repräsentativ ist, doch dass die Umfragen so kinderleicht zu manipulieren sind, spricht auch nicht wirklich für eine seriöse Programmierung.

Konkret habe ich nach dem im Weltwoche-Forum genannten Beispiel mal 30 Minuten lang die Umfrage ein wenig bombardiert. Und siehe da: Waren es um 18:08 Uhr noch 88 Personen, die mit „Weiss nicht“ geantwortet haben, sind es dreissig Minuten später bereits 1168 Personen.

Dass es so einfach ist, die Umfrageergebnisse zu beeinflussen, liegt an der nachlässigen Programmierung des Tools. So werden offenbar weder Referer noch die Übergabeart der Daten geprüft. Im Originalformular werden die Daten zwar per „Post“ übergeben, doch selbst wenn diese per „GET“, also via URL übergeben werden, nimmt das Tool die Antwort an. Die einzige kleine Hürde besteht darin, dass beim Abstimmen ein Cookie übergeben wird, das ein weiteres Abstimmen verunmöglichen soll. Dass das aber keine wirkliche Sperre ist, sollte heutzutage jedem klar sein…
(via Mail von Thomas)
Wie wenn YouTube nicht schon genug Ärger hätte… Nun kommt auch noch die Rohrfirma Universal Tube and Rollerform Equipment Corp. und will gegen YouTube klagen. Universal Tube’s Domain utube.com wurde nämlich nach dem Kauf des Videohosters durch Google von Besuchern nur so überrannt: Waren es früher lediglich rund 1’500 Besucher, sollen allein im August 68 Millionen Hits gezählt worden sein, was zu einigen Schwierigkeiten in der Erreichbarkeit der Domain führte. Damals bat Ralph Girkins von utube.com noch um Hilfe von YouTube für das Hosting:
The owner of the company has no intention of suing Google, or YouTube, but he is however asking them for help hosting his site because at the time of the interview he couldn’t even access it (even though I accessed it right now with no problems at all).
Heute sieht alles ganz anders aus, denn Universal Tube hat Klage eingereicht:
The lawsuit asks that YouTube stop using the youtube.com domain name or reimburse Universal Tube for the cost of establishing a new corporate identity.
Während der erste Vorschlag wohl eher zur Sorte „Spassmacher“ zählt, ist die zweite Idee, Universal Tube die Kosten für ein Rebranding zu bezahlen, ja zumindest noch real und würde von YouTube wohl auch aus der Portokasse zu bezahlen sein. Allerdings fehlt Universal Tube offenbar einfach der richtige SEO:
Intelligent umgesetzt würde der utube Traffic alleine für eine Refinanzierung des Rebrandings ausreichen – und für noch ne Menge mehr.
„Persönliche Überreichung Ihres Sommer Jackpot-Preises“ hiess es vor einigen Wochen in einem Wisch Brief der HSE Trading GmbH aus Altdorf im Kanton Uri.
Es ist offiziell! Unsere Hauptpreise gehen dieses Mal u.a. nach Hinwil. Sie Familie XXX, haben einen der Hauptpreise im Wert von 1.498,- CHF gewonnen.
Das nennt man eine freudige Überraschung, insbesondere wenn man noch gar nie an einem Wettbewerb der HSE Trading teilgenommen hat. Ach so, die Gewinner wurden aus „Ihrem PLZ Gebiet ausgelost“, das ist natürlich was ganz anderes.
Aber das ist noch nicht alles: Das Gewinnzertifikat verspricht, dass wir „bis zu 2 Gastehepaare“ zu einem „feinen kostenlosen Essen“ mitnehmen, zusätzlich an der Verlosung eines DVD Players teilnehmen können und jedes anwesende Ehepaar quasi als besondere Dreingabe noch einen MP3-Designerradio(!) geschenkt bekommt. Leider aber kann der Preis nur persönlich überreicht werden, eine postalische Zusendung ist nicht möglich. Schade, doch bei so einem kurzweiligen Abendprogramm kann man fast nicht „Nein“ sagen:
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In New York fallen jeden Tag rund 12 Tonnen Abfall an, die entsprechend entsorgt werden müssen. Justin Gignac sorgt nun für eine Abfallentsorgung der besonderen Art. Er verkauft den Müll: „Garbage of New York„, wie sein „Produkt“ heisst, ist selbstgesammelter und handverlesener Abfall aus New York. Den gesammelten Müll füllt Justin fein säuberlich in Plastikwürfel, die geruchs- und tropfdicht versiegelt werden.
Bereits für 50 Dollar gibt es Original-Abfall aus New York in Justins Würfeln zu kaufen. Ein bisschen Exklusivität ist zudem jedem Käufer sicher, denn jeder Würfel ist datiert, signiert und nummeriert. Wer es noch ein bisschen extravaganter haben will, der erhält für 100 Dollar auch Abfall von der Eröffnung des Yankee-Stadiums im April 2006. Etwas günstiger ist dann wieder der Abfall vom National Convention 2004 der Republikaner im Madison Square Garden, den es für 50 Dollar zu kaufen gibt.
Ideen muss man haben… Allerdings reicht die Idee alleine wohl nicht: „Anyone who can convince people to buy prepacked garbage is either a genius or works for Disney.“ meint etwa das Magazin Maxim. Wie wahr, wie wahr…
(via Siebensachen)
Heute Nacht ist es wieder soweit: Die Uhren müssen auf die „Winterzeit“ (oder eben die Mitteleuropäische Zeit MEZ) umgestellt werden. Um Punkt 3 Uhr morgens werden die Uhren eine Stunde zurück auf 2 Uhr gestellt. Für Partygänger bedeutet das eine Stunde mehr Party und für die schläfrigen unter euch eine Stunde mehr schlafen, denn heute Nacht kriegt jeder eine Stunde geschenkt.
Wichtig übrigens auch, die Änderung auch im Blog vorzunehmen (sofern man nicht das entsprechende Plugin benutzt), damit die Postings keine falschen Zeitangaben tragen: Unter WordPress unter „Optionen“, „Allgemein“, „Datum und Uhrzeit“ ganz einfach die „Zeitdifferenz im Blog“ von 2 auf 1 Stunde ändern.

Kann Fernsehen einen Blogger vom Computer weglocken? Mit den Programmen hierzulande ist das zumindest schwierig. In Japan gibts mit BlogTV aber bereits eine TV-Sendung über Blogger:
Allerdings habe ich dasselbe Problem wie Olaf vom Blogshop: Ich versteh‘ kein Wort. Immerhin die Webseite lässt sich aber in holpriges Englisch übersetzen. Dafür habe ich herausgefunden, dass die offenbar von Technorati Japan gesponserte Sendung entgegen der Annahme von Olaf doch im „normalen“ Fernsehen läuft, nämlich auf einem der Kanäle von Tokyo MX.
Ob es sowas bei uns je geben wird?