Immer wieder gibt es Themen, zu welchen keine fundierten Informationen im Netz zu finden sind. Oder man schreibt über ein Produkt oder kritisiert eine Firma oder eine Person direkt. Nun gibt es zwei Möglichkeiten, den Artikel zu texten. Entweder ich schreibe schlicht meine subjektive Meinung oder ich investiere etwas mehr Zeit und bitte die entsprechende Firma oder Person um eine Stellungnahme. Seit dem Start dieses Blogs habe ich immer wieder Betroffene um eine Stellungnahme gebeten. Dies vor dem Hintergrund, dass ich dem Betroffenen die Möglichkeit einräumen möchte, seine Sicht der Dinge darzulegen. Meiner Meinung nach nichts als fair und in vielen Fällen auch dringend nötig, denn dadurch können auch Falschinformationen minimiert werden. Natürlich erwähne ich in der Anfrage (sei es nun telefonisch oder per Mail) auch, dass ich die Aussagen gerne hier im Blog zitieren möchte, so wie das auch jede Zeitung, jeder Journalist macht, der jemanden um eine Stellungnahme bittet.
Seit einigen Wochen habe ich nun aber einen Kritiker, der der Meinung ist, dass ich ein dahergelaufener, selbstverliebter Blogger und selbsternannter Rächer der Enterbten bin, der Presseabteilungen für jeden Furz, der ihn gar nicht betrifft, befragt. Oder er ist der Meinung, dass das nicht normal ist, was ich mache (dabei gehts übrigens um das da). Ich habe zwar grundsätzlich kein Problem mit dieser Einschätzung, denn eigentlich versuche ich bei solchen Posts, möglichst ausgewogen zu schreiben.
Trotzdem interessiert mich nun eure Meinung dazu:
Schätzt ihr die Recherchearbeit, die ich für einzelne Posts hier immer wieder auf mich nehme oder seid ihr der Meinung, das sei alles nicht nötig? Ist es sinnvoll, auch die Stellungnahme oder Meinung des Betroffenen einzuholen oder soll diese geflissentlich übergangen werden? Ist es wichtiger in einem Blog subjektiv zu berichten oder gehört zu eurem Anspruch an ein Blog auch, dass der Kritisierte die Möglichkeit hat, sich zu äussern?
Ihr seht: Fragen über Fragen. Ich bin sehr gespannt auf eure Meinung!
Wer TV, Video und Games in voller 360Grad-Ansicht geniessen will, muss in Zukunft wohl einiges auf sich nehmen. Zum Beispiel diesen 3-Kilo-Helm aus den Labors von Toshiba:

Muahaha! Nein danke, oder wie Daily Mail passend schreibt:
But, looking more like the helmet from Neil Armstrong’s space suit than the next must-have gizmo, this three kilo full-faced helmet might make it a little tricky to relax with a drink in front of the football…
(via neuerdings)
Six Apart, mir bisher vor allem durch Movable Type bekannt, will mit Vox wohl neue Märkte erschliessen. Wandte man sich bisher eher an professionelle und semi-professionelle Nutzer, soll das kostenlose VOX den Einsteiger ansprechen. VOX bietet nicht nur ein Blog, sondern auch Community-Funktionalitäten wie Video- und Photosharing, aber auch Social Networking ähnlich wie MySpace oder blogr.
Besonders gelungen finde ich die Upload-Funktionen für Photos oder Videos, die wirklich sehr angenehm zu handhaben sind. Allerdings sind z.B. Videos nicht direkt in einem Blogpost abspielbar, sondern es wird lediglich auf die entsprechende Videoseite verlinkt (siehe Beispiel).
Eine kleine versteckte Einnahmequelle hat sich Six Apart bei der „Bücheranzeige“ geschaffen. Dort können ganz einfach Bücher von Amazon US, UK, Japan oder Frankreich hinzugefügt werden (Deutschland fehlt leider). Jeder Klick auf so ein dargestelltes Buch zeigt dann zur jeweiligen Amazon-Seite, angereichert mit einer AffiliateID, die wohl Six Apart gehören dürfte (und die nirgends geändert werden kann).
Meine kleinen Gehversuche mit Vox gibts übrigens hier zu bestaunen. Wer eine Einladung zu vox.com haben will, meldet sich am besten mit einem kurzen Lebenszeichen hier in den Kommentaren.
Die Schweizer Internet Service Provider-Branche boomt, zumindest was Blogs anbelangt. Nach CH Internet Szene, Netzwelle und Greenblog startet nun bereits das vierte Branchenblog. Ramon Amat, Geschäftsleitungsmitglied von Cyberlink bloggt unter blogisch.ch zu Themen wie
Letzte Meile, Spektrum Management, ADSL2+, VDSL2, Überbuchen, die Verhinderer und vieles mehr !!!
Schön, dass ich einen kleinen Anstoss dazu geben konnte, selbst ein Blog zu starten:
Einerseits war ich so leichtsinnig und habe vor einigen Tagen spontan einen Kommentar im blogg.ch abgegeben. Die Reaktion war zu meinem grossen Erstaunen prompt und heftig. Obwohl ich auf die folgenden Provokationen nicht reagierte, setzte BloggingTom eins drauf. Seid also gewarnt, wenn ihr einen Kommentar abgibt. Es wird echt schmutzige Wäsche gewaschen.
Aber Fredy mäkelt schon mal am Namen von Ramons Blog rum:
„Schweizer Internet Szene“ ist dann doch etwas sehr nahe am Titel „CH Internet Szene“ von blogg.ch. Lieber Ramon, das Ende der Verwechslungs-Odyssee Cyberlink und Cybernet ist nahe, von der Du ja täglich betroffen bist. Da müssen wir doch nicht unbedingt eine neue Verwechslung erfinden, nicht wahr?
Nicht, dass es schon wieder heisst, ich wolle meinem Freund zu Hilfe eilen, aber ganz unrecht hat Fredy da sicher nicht. Aber aller Anfang ist schwer und darum von meiner Seite trotz unseres anfänglichen Disputs einen herzliches „Willkommen!“ an Ramon.
Schon kurz nachdem Udo Vetters law blog durch die Anarchistische Blog-Zelle Bilk (ABZB) gekapert und Udo abgesetzt, entmachtet und als Geisel genommen wurde, machen die Geiselnehmer ihre Drohung wahr:
Ab morgen, Dienstag den 17.10., beglücken wir die Leser des ehemaligen Lawblogs mit
* Kligelton-Abos
* lustigen Filmchen von Youtube
* Adult Content (gay & hetero)
* Inge-Meisel-Witzen
* Katzenbildern
Und tatsächlich: Katzenbilder filme und die ABZB-Links Edition sind wohl nur der Anfang. Wie gut, dass Udo bereits ins Exil ausreisen durfte. Ich glaube, der hätte das nicht überlebt 🙂
Wer sich gerne mehr oder weniger dümmliche Sprüche zu seinen Suchwörtern anhören will, ist bei Ms. Dewey bestens aufgehoben. Medienrauschen schlägt vor, einfach mal „how to ride a horse“ oder „can you please put off your clothes“ zu fragen.

Aber Vorsicht: Ms. Dewey kann auch böse werden und greift schon mal zur Peitsche. Da bleib‘ ich doch besser bei Google. Da bleibt mir solch Unheil erspart…
Vor einigen Monaten war viel von Chitika mit ihren interaktiven „eMini Malls“ zu lesen. Chitika schaffte es aber bislang nicht, den Sprung in den deutschsprachigen Raum zu vollziehen. In diese Bresche springt nun Peakvert, deren Werbemittel sehr nahe an den Chitika-Mini Malls liegen.
Interessant an den interaktiven Anzeigen finde ich vor allem, dass der User mit den Anzeigen interagieren kann und auf die Karteireiter klicken oder sogar die Suche nutzen kann, ohne die eigentlich aufgerufene Seite verlassen zu müssen. Also deutlich mehr Interaktivität, als man sich das beispielsweise von AdSense gewohnt ist.
Apropos AdSense: Da bei den Peakvert-Anzeigen jeweils Keywords vorgegeben werden, dürfte es zu keinen Problemen mit AdSense kommen, da Google nur konkurrenzierende kontextsensitive Werbung ausschliesst. Ich warte derzeit aber noch auf eine (hoffentlich aufschlussreiche) Antwort von Google zu dieser Frage.
Derzeit bietet Peakvert 10 verschiedene Anzeigenformate an, die den gängigen Werbemassen entsprechen. Als Beispiel hier eine Ad im Format 468 x 180:
Für uns Schweizer dürfte einer der Nachteile darin liegen, dass keine Schweizer Shops mitmachen. Damit wird die Währung jeweils in Euro ausgegeben und die Versandkosten dürften etwas höher liegen. Andererseits kaufen doch bereits viele im europäischen (Versand-) Handel ein.
Der Verdienst mit solchen Anzeigen lässt sich derzeit nicht beziffern, hier ist das Prinzip ähnlich wie bei AdSense. Bezahlt wird ein undefinierter Betrag pro Produkteklick:
Für jeden Klick eine Besuchers auf ein Werbemittel erhalten Sie eine Provision. Die Höhe der Provision ist abhängig von Ihrer Webseite, der Anzahl der Zugriffe, dem Themenumfeld und saisonalen Schwankungen.
Ich werde die Peakvert-Anzeigen in den nächsten Tagen (wohl vor allem im Travelblogger) etwas ausführlicher testen und weiter berichten…

Digg-User outen sich als Trendsetter. Nachdem ein User die eigentlich harmlose Webcam-Site http://serendipitouschat.com/ mit den Worten
Remember the talk with random person website? How about seeing a random person live and talk with them. FUNNY and SHOCKING.
gediggt hatte, ist ein neuer Volkssport entstanden: Wer kann die Webcam-User dazu überreden, möglichst viele Schuhe auf ihrem Kopf zu tragen und sich dabei vor ihrer Webcam zu zeigen? Bisher kannte ich solche Dinge nur von den nigerianischen Scammern, die von ihren vermeintlichen Opfern zu kuriosen Aufnahmen aufgefordert wurden. Fünf Schuhe scheinen beim neuen Digger-Volkssport bisher das Höchstgebot zu sein und schon liest man von ersten Versuchen mit Matrazen, Katzen usw. Einige User dieses Webcam-Dings sind, wen wunderts, allerdings ziemlich genervt über die Schuh-Besucher von Digg:

(via yigg.de)
Der Tages-Anzeiger geht unter die Podcaster:
Ab dieser Woche präsentiert die «Digital»-Redaktion des «Tages-Anzeigers» den Digitalk, die wöchentliche Gesprächsrunde über aktuelle Geschehnisse aus der digitalen Welt mit kompetenten und spannenden Gästen aus der Schweizer IT-Branche.
Dabei will man den Digitalk als „eigenständiges Gefäss mit exklusiven Inhalten“ positionieren und nicht etwa (vergangene) Print-Artikel vorlesen, wie das einst die NZZ versucht hat. Im ersten verfügbaren, 28 Minuten langen Digitalk sprechen Matthias Leisi, Ex-Präsident der SIUG und Matthias Aebi, Mitinhaber von Futurelab mit den Tagi-Moderatoren unter anderem über den Google-/YouTube-Deal, den Streit um den Begriff „Podcast“ und über die „gigantische Datensammelfirma“ Google.
Mit Blogpiloten.de startet in Deutschland eine wöchentliche „Blogschau“, die die wichtigsten Themen „ausgewählter Weblogs“ beleuchten soll.
Blogpiloten betreiben professionelles Blog-Spotting. Wir highlighten jede Woche die wichtigsten Themen aus der Weblog-Welt und betätigen uns als Flugschreiber für den dröhnenden Web 2.0 – Düsenjet.
Auf Medienrauschen gibts ein paar Worte mehr zum Projekt. Kein Wunder, denn Blogpiloten-Chief Blogging Officer Chefautor Thomas Gigold ist ja auch dort mit von der Partie:
Die Jungs wollen ein wöchentlicher Informationsdienst mit News, Hintergründen und Fundstücken aus der Welt der Blogs sein. Hunderte Websites will man auswerten und so einen Überblick über die gerade brennenden Themen der Blogosphäre schaffen. Das geschieht zum einen täglich im Blog selbst, zum anderen wöchentlich per Newsletter.
Solche Blogschauen sind an sich ja nichts neues. So hatte sich zum Beispiel auch die Netzeitung, wenn auch nicht ganz so ausführlich wie die Blogpiloten, daran versucht. Nach dem letzten Überblick am 11. August 2006 ist das Projekt aber offensichtlich sang- und klanglos ohne weitere Ankündigungen gestorben. Einer der Gründe dafür dürfte das Ausbleiben der Leserschaft gewesen sein, denn trotz mehrfacher Verlinkungen meines Blogs verirrten sich nur wenige Leser von der Netzeitung auf mein Blog. Auch Torsten ist dies aufgefallen, wie er in einem Kommentar bei Medienrauschen schreibt.
Kann mich erinnern, dass ich mich damals auf der Ankündigungsseite der Blogpiloten mit Name und eMail angemeldet zu haben, um dann über den Start informiert zu werden. Erhalten habe ich jedoch nichts und stelle nun fest, dass das Projekt ja schon gestartet ist. Vielleicht liegt das aber auch ganz einfach daran, dass sich das Projekt gemäss Medienrauschen in der „Soft-Launch-Phase“ befindet (was immer das auch heisst).
Erster Eindruck? Auf mich wirkt die Seite irgendwie verwirrend, das Auge kann sich nirgends im Design festhalten und irrt verwirrt umher. Dass hinter dem Text „RSS-Feed“ kein Link zum Feed hinterlegt ist, ist unschön, aber wohl auch der „Soft-Launch-Phase“ zuzuschreiben.
Themenmässig scheint mir mit Ausnahme der Edelman/Technorati- und YouTube/Google-Geschichte noch nicht viel los zu sein. Aber das liegt wohl auch daran, dass gerade das die dominierenden Themen der letzten Woche waren. Trotzdem stellt sich mir die Frage, ob das Konzept dahinter aufgeht. Das Problem solcher Blogschauen besteht ja meist darin, dass man den Themen „hinterherrennt“. Somit steht und fällt das Projekt wohl mit der Schnelligkeit: Je schneller die Blogpiloten wichtige Themen präsentieren können, desto eher wird das Projekt funktionieren. Interessant also, die Blogpiloten in den nächsten Wochen etwas genauer zu beobachten…