Die liebsten WordPress-Plugins

Wordpress Plugin-Karneval

Unter dem Titel „Was sind Deine liebsten WordPress-Plugins?“ startet Michael vom software guide Blog einen Blog-Karneval und will wissen, welche Plugins man einsetzt oder für empfehlenswert hält. Ich verzichte hier mal auf die Auflistung aller von mir genutzten Plugins und weise nur auf die meiner Meinung nach etwas spezielleren Plugins hin, die hier und/oder beim Travelblogger im Einsatz sind:

  • Comment Justice Check
    Während Kommentare hier grundsätzlich unmoderiert sind, gibt es doch einige wenige kontroverse Posts, bei welchen ich die Kommentare zuerst in die Moderationsschleife schicken möchte. Mit Comment Justice Check lässt sich bequem festlegen, ob Kommentare zu einem bestimmten Posting moderiert werden oder nicht.
  • Add Link Attribute
    Die automatische Ausgabe der Links in der Sidebar durch WordPress stellte mich damals vor ein Problem, denn ich fand keinen (einfachen) Weg, den automatisch generierten Links ein „class“-Attribut hinzuzufügen. Add Link Attribute erlaubt es, der Ausgabe weitere HTML Tags hinzuzufügen.
  • Nofollow Case by Case
    Der Unsitte von WordPress, Links automatisch einen „nofollow“-Tag hinzuzufügen, kann mit diversen Plugins begegnet werden. Auch Nofollow Case by Case entfernt das „nofollow“ zuverlässig aus den Links, bietet darüber hinaus aber noch die Möglichkeit, einem Link trotzdem mal ein „nofollow“ zu verpassen. Äusserst praktisch in Situationen, wo der Kommentierende noch einen halbwegs passenden Text schreibt und man den Kommentar so vielleicht nicht gerade löschen will…
  • PXS Mail Form (de)
    Kurz und knapp: Endlich mal ein Mail-Formular, dass sich ohne grossen Aufwand umfassend konfigurieren lässt und auch einwandfrei funktioniert.
  • Advanced Search
    Eine schickes Replacement für die Standard-Suchfunktion von WordPress, damit die Suche auch wirklich ihren Namen verdient. Durchsucht nicht nur Beiträge sondern auch statische Seiten und lässt komplexere Suchabragen zu.
  • LiveSearch
    LiveSearch zeigt durch den Einsatz von Ajax schon beim Tippen des Suchstrings erste Ergebnisse an und soll die Suche so einfacher machen. Verwirrend allerdings, dass das Plugin nicht immer alle Treffer findet, so seinen Zweck nicht wirklich erfüllt und darum bald rausfliegen wird.

 

Weitere Posts zum Blog-Karneval:

(via Basic Thinking)

Kommentieren per Video oder Webcam

Die Kommentarfunktion in Blogs beschränkt sich bisher meist auf simplen Text mit einigen wenigen Formatierungsmöglichkeiten. Was aber, wenn nun auch Audio- und Videokommentare möglich wären? Grundsätzlich reizt mich diese Idee, auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob das bei euch Lesern überhaupt ankommt oder einfach als unnötiges Gimmick betrachtet wird.

Darum die Probe aufs Exempel: Das hier installierte WordPress-Plugin zeec embedded Uploader ermöglicht multimediale Kommentare zu diesem Post. Da das Ganze erstmal nur ein Test ist, habe ich das Plugin nur für diesen einen Post freigeschaltet. Wer also einen Kommentar zu diesem Post als MP3, Videodatei oder per Webcam hinterlassen möchte, ist herzlich dazu eingeladen…

Die Technik dahinter ist eigentlich relativ simpel: Die Multimedia-Dateien werden zu zeec.de hochgeladen und dort in meinem Account als öffentlich zugängliche Dateien abgespeichert. Das Plugin zeec embedded Uploader bindet das Upload-Tool hier im Blog ein und sorgt gleichzeitig dafür, dass die entsprechende Multimedia-Datei im richtigen Kommentar angezeigt wird. Leider vergehen vom Hochladen bis zur Anzeige der Datei im Kommentar ein paar lange Minuten, aber vielleicht wird das ja auch mal noch besser.

Wer nun meint, dass das Plugin mit der Möglichkeit, Bilder und Videos hochzuladen, optimale Bedingungen für mögliche Copyright-Verstösse bietet, hat wohl nicht ganz unrecht. In der neuesten Plugin-Version gibts deshalb im Admin-Bereich auch die Möglichkeit, lediglich Webcam-Kommentare zuzulassen und den Datei-Upload zu verhindern. Ich habe hier bewusst auf diese Einschränkung verzichtet, hoffe aber, dass ihr beim Upload auf mögliche Urheberrechte achtet. Ansonsten kann es passieren, dass euer Kommentar ziemlich schnell wieder gelöscht ist.

Noch ein Wort zum Upload: Es reicht nicht nur eine Datei hochzuladen, sondern es müssen nach dem Upload wie gewohnt auch noch die üblichen Angaben wie Name und eMail ausgefüllt und das Kommentarformular abgeschickt werden…

Der Club ihrer Wahl

Einen Monat freien Eintritt in den Club seiner Wahl hat Frank bei einem Gewinnspiel des Radiosenders 1live gewonnen. Doch nun will 1live nicht mehr, denn Franks Wahl fällt auf einen Swingerclub. Hat schliesslich keiner gesagt, dass es ein Musikclub sein muss…
Aber so schnell gibt Frank nicht auf und erklärt dem Sender in einem Brief, wieso er den Porsche einem VW Golf vorziehen würde, wenn er ein Auto seiner Wahl gewonnen hätte…

Ich bin ja mal gespannt, ob 1live Franks Wunschgewinn nun doch noch rausrückt. Immerhin hätten wir so die Chance auf Embedded Blogging aus dem Swingerclub :mrgreen:

(via wirres.net)

Map of Online Communities

Wer vom eisigen Norden her kommend erst mal die Mountains of Web 1.0 überwunden hat, findet nicht nur den Gulf of Youtube, sondern auch die Bay of Trolls. Daneben aber zeigt die Map of Online-Communities die Grösse der Internet-Communities, gemessen an der Anzahl registrierter Nutzer.

Map of Online Communities

Witzige Idee…

(via Holy Shmoly!)

Chart-Mania

Blogcharts gibts ja nun im deutschsprachigen Bereich bereits einige, doch das scheint noch nicht genug zu sein. Zumindest ist man bei Blogwerk dieser Meinung und präsentiert deshalb heute zum ersten Mal die Medienblogcharts auf medienlese und die Gadgetblogcharts auf neuerdings. Die beiden „Schwanzvergleiche“ der deutschsprachigen Blogosphäre sollen wöchentlich erscheinen und basieren beide auf den üblichen Technorati-Zahlen, die ja bereits vielen anderen Charts als Grundlage dienen.

Bei beiden Hitparaden ist in Sachen berücksichtigter Blogs wohl noch etwas Feinarbeit nötig. Dass Golem beispielsweise in den Gadgetblogcharts figuriert, ist für mich etwas schwierig nachzuvollziehen, auch wenn neuerdings dafür eine Begründung liefert:

Man kann sich darüber streiten, ob Golem.de nicht eher der Newsdienst ist, als den er sich im Untertitel bezeichnet, aber wir fanden, das Gefäss hat alle Charakteristika eines Blogs, von Kommentaren über die Registrierung bei Technorati bis zu den Tippfehlern.

Immerhin: Nun haben auch die deutschsprachigen Medien- und Gadgetblogger ihren eigenen virtuellen Schwanzvergleich und müssen sich nicht mehr mit Äpfeln und Birnen vergleichen lassen 😉

Lionel Richie – Coming Home-Tour 2007

Das Konzert von Altstar Lionel Richie im Zürcher Hallenstadion vom letzten Samstag war wohl eines der besten Konzerte das ich seit langem gesehen habe. Im Rahmen seiner Coming Home-Tour 2007 sang sich Lionel während über 2 Stunden durch sein musikalisches Repertoire und vergass dabei auch nicht, das Publikum mit Witz und Charme, aber auch mit kritischen Bemerkungen zur Weltlage, in seinen Bann zu ziehen.

Das Video, welches mit meinem Handy entstanden ist (darum die wohl ziemlich miese Qualität), vermittelt vielleicht einen kleinen Eindruck der Stimmung im Hallenstadion:

(man verzeihe dem Kameramann den sehr unprofessionellen
Schwenk und die Zoom-Versuche zwischen 5:38 und 5:50 🙂 )

Auch die als Vorgruppe Support-Act aufgetretenen Naturally 7 sind eindeutig in der Kategorie „Genial“ anzusiedeln. Während wir noch im Foyer standen, spielten die Jungs bereits und es hörte sich an, als wär da eine ganz normale Gruppe mit ihren Instrumenten am Werk. Doch weit gefehlt, wie wir nach dem Eintreten in die Halle feststellen mussten: Da waren keine Instrumente, sondern nur das Mundwerk der sieben Jungs war in Vollbetrieb. Zeitweise fragten wir uns, ob denn nicht vielleicht Naturally 7 der Hauptact war 😉

Erstaunt war ich diesmal vor allem über die Tatsache, dass Fotografieren mit kompakten Digitalkameras (per Lautsprecherdurchsage) ausdrücklich erlaubt war. Nachdem ich beim Shakira-Konzert mit meiner Digicam ein Fotoverbot erhalten hatte, war diese Ankündigung erfrischend anders. Dumm nur, dass ich als Vorsichtmassnahme dieses Mal nur das Handy als Fotoapparat mitgenommen hatte. Es wär vielleicht auch für die Veranstalter ratsam, diese unterschiedlichen Regelungen jeweils im Vorfeld des Konzerts bekanntzumachen, denn diese „einmal so, einmal so“-Regelung hilft wohl weder dem Publikum, noch dem Veranstalter bei der Durchsetzung der Regelungen…

Golem oder Heise: Wo gibts einen Backlink?

Am Rande der Geschichte um die Links zu Tippgebern kommen interessante kleine Details zur „Backlink-Strategie“ von Heise und Golem ans Licht. Während Heise-Redakteur Juergen Kuri in einem Kommentar bei Robert und auch in einem Mail an mich betreffend des fehlenden Links von einem „Lapsus“ spricht, sieht das Golem-Redakteur Jens Ihlenfeld etwas anders:

ich kann Deine Kritik nicht ganz nachvollziehen, denn sowohl bei Heise als auch bei Golem.de ist die Quelle der Nachricht, Exploit Prevention Labs, genannt. Wir haben auch explizit den Blog-Eintrag dort verlinkt.

Einen Link auf den Hinweisgeber setzen wir in aller Regel nicht, das ist wohl wahr. Das hat aber ganz pragmatische Gründe: Solche Tipps kommen oft von mehreren Lesern und nicht selten haben wir die Sache auch selbst schon entdeckt, sie wartet nur darauf, endlich geschrieben zu werden, weil alle noch mit anderen News beschäftigt sind. Wen sollen wir dann verlinken bzw. wo sollen wir die Grenze ziehen?

Heise hingegen sieht das lockerer:

[…] wenn wir nur einen einzigen Newstipp auf eine Geschichte bekommen, die wir dann bringen (so, wie in diesem Fall – > es war sonst tatsächlich noch niemanden aufgefallen, der uns einen Tipp geschickt hätte), in der Regel diese Quelle dann auch angeben.

Ich denke, das der heisische Ansatz hier durchaus in die richtige Richtung geht. Liefert nur ein einziger den entsprechenden Tipp, steht einem Backlink nichts im Wege. Persönlich noch besser fände ich die Variante, einfach grundsätzlich dem ersten „Leser-Reporter“ einen Backlink zu gönnen.

Allerdings haben es die News-Redakteure auch nicht immer ganz einfach, gehen doch z.B. bei Heise täglich zwischen 200 und 500 Tipps ein, die erst mal gesichtet und sortiert werden müssen. Da dann immer auch noch den Überblick darüber zu behalten, wer nun was gemeldet hat und ob an der Nachricht nicht schon bereits intern gearbeitet wird, ist zugegebenermassen wohl manchmal ziemlich anspruchsvoll…

Keine News mehr für Heise & Co.

Auf jeder besseren Newsseite stehen Hinweise wie „Fehlt eine wichtige Nachricht? Geben Sie uns Bescheid!“ oder „Haben wir etwas übersehen? Dann mailen Sie uns!“ Das habe ich auch schon des öfteren getan, zugegebenermassen auch etwas mit der Hoffnung verbunden, vielleicht mal „ge-heist“, „ge-golemt“ oder „ge-wasweissichdennt“ zu werden. Zwar wurden die Tipps von den verschiedenen Redaktionen auch hin und wieder veröffentlicht, doch ein Hinweis darauf, wer den Tipp gegeben hat, fehlt in den allermeisten Fällen.

Aktuelles Beispiel dafür ist die Geschichte über die Malware-Links in AdSense-Anzeigen, auf die ich Heise aufmerksam machte, da bisher keines der mir bekannten grösseren Internet-Medien darüber berichtete. Das kurze Antwortmail von Heise liess dann auch nicht lange auf sich warten:

oha, das müssen sich tatsächlich die Kollegen von Heise Security mal genauer anschauen…

Gesagt, getan, die „Kollegen“ wurden tatsächlich aktiv, waren heute morgen auch mehrmals auf meinem Blog und suchten gemäss Statistiken auch in Google nach „BetterBusinessBureau“, worauf sie wieder auf meinem Blog landeten. Und nun gibts seit 10:56 Uhr auch tatsächlich eine entsprechende Meldung im heise-Newsticker bzw. auf heise Security, ohne dass ich bzw. mein Blogpost erwähnt wird.

Auch wenn ich, wie oben erwähnt, nicht ganz ohne Hintergedanken an Heise geschrieben habe, staune ich immer wieder darüber, wie lässig man mit dem Thema Userzuschriften umgeht. Auf der Suche nach guten Stories setzen auch die Verlage immer mehr auf „Leser-Reporter“, die entsprechende Hinweise auf Geschichten liefern, sind aber umgekehrt offensichtlich nicht wirklich bereit, dem User etwas zurückzugeben bzw. ihn entsprechend zu erwähnen.

Insofern werde ich es mir in Zukunft wohl verkneifen, Heise & Co. auf irgendwelche Stories aufmerksam zu machen. Schliesslich besteht der Verlag umgekehrt ja auch darauf dass die Quelle genannt wird, wenn man eine Story schreibt, über welche man bei Heise gestolpert ist bzw. von dort zitiert.

Nachtrag:
Dasselbe gilt natürlich auch für Golem.de, die ich zeitgleich mit Heise darüber informiert hatte und um 11:52 Uhr nun ebenfalls einen Bericht darüber geschrieben haben.

Nachtrag 2 – 14:17 Uhr:
Heise hat den Link nun nachgetragen und mit Juergen Kuri stehe ich derzeit per Mail in Kontakt. So wie es aussieht, handelt es sich doch eher um ein Versehen, denn die „Linkpolitik“ von Heise sieht offenbar etwas liberaler aus als bei Golem. Mehr dazu aber im folgenden Beitrag.

Malware durch Adsense-Link

AdSense-Werbung lässt sich auch sehr gut benutzen, um den Usern Malware wie z.B. Keylogger unterzujubeln. Roger Thompson, CTO der Security-Firma Exploit Prevention Labs, schreibt in seinem Blog über einen aktuellen Fall, wo AdSense-Anzeigen bei Suchbegriffen wie „BetterBusinessBureau“ oder „Florida Business Opportunity Law“ eingeblendet wurden, die zu einer mit Malware verseuchten Webseite führten. Die Webseite nutzt eine Schwachstelle des Internet Explorers um einen Keylogger zu installieren, der sämtliche Tastatureingaben mitloggt.

Thompson erklärt weiter, dass den Kriminellen dabei zugute kommt, dass Google bei AdSense-Anzeigen auf der Suchergebnisseite keine URL in der Statusleiste anzeigt und so nicht ersichtlich ist, wohin der Link tatsächlich führt. Allerdings ist das für mich ein Argument, dass nur bedingt richtig ist, denn wer weiss schon trotz Kenntnis der URL, ob es die aufgerufene Seite auf irgendwelche Sicherheitslücken in Browsern abgesehen hat.

Google Deutschland hat den Vorfall gegenüber pressetext unterdessen bestätigt, weist aber darauf hin, dass man durch die „internen Überwachungsmechanismen“ schnell auf den Missbrauch aufmerksam geworden sei und die Ads entfernt habe. Wie schnell Google allerdings tatsächlich für Abhilfe sorgte, bleibt wohl eines der ungeklärten Geheimnisse:

Unklar bleibt auch, ob es sich nur um ein Kurzzeit-Problem gehandelt hat oder die Links schon länger online waren. Exploit Prevention Labs verzeichnet bereits seit dem 10. April eine verstärkte Aktivität jener besagten Malware-Zwischenseite. Inwieweit diese Aktivität mit anderen Google Ads zusammenhängt, konnte das Security-Unternehmen nicht sagen.

[Edit] 27. April 2007
Unterdessen berichtet Google im AdWords-Blog auch selber vom Vorfall, allerdings ohne irgendwelche Details zu nennen…