Gmail mit IMAP-Unterstützung

Ein Feature das lange auf sich warten liess: Der Zugriff auf Mails in Googles Mailapplikation Gmail kann nun auch via IMAP erfolgen. Vorteil? Im Gegensatz zu POP3 verbleiben die Mails auf dem Mailserver (oder eben Gmail), sind damit von überall her abrufbar und lassen sich bequem mit (fast) jedem Mailclient verwalten und synchronisieren.

Allerdings braucht es, zumindest für mich, noch etwas Geduld, denn in der Gmail-Hilfe wird IMAP zwar bereits erwähnt, in meinem Account ist davon jedoch noch nichts zu sehen. Andere haben da offenbar mehr Glück 🙂

(via lostfocus)

Die kalifornischen Waldbrände im Netz

Die Waldbrände in Kalifornien nehmen gewaltige Ausmasse an. Fast eine Million evakuierte Einwohner, rund 1’500 Quadratkilometer zerstörtes Wald- und Buschland und die Feuer sind nach wie vor nicht unter Kontrolle.

Wildfires in San Diego

Doch die nackten Zahlen sagen nur die halbe Wahrheit, denn so richtig vorstellbar ist das Ausmass damit nicht. Mit der Google Map des Senders KPBS Online aus San Diego nimmt die Ausbreitung der Flammen auch visuell (etwas) Formen an:

Google Maps mit Overlay der Waldbrände in Kalifornien

Auf der Karte finden sich ausführliche Infos zu den Bränden, Evakuierungen, gesperrten Strassen und vielem mehr. Auch die LA Times bietet via Google Maps Informationen zu den Waldbränden, allerdings werden auf deren Karte „nur“ die Brände selbst verzeichnet. Beide Medien bieten zudem eine quasi „Live-Coverage“ via Twitter (KPBS, LA Times).

Mehr Informationen zu den Waldbränden in Kalifornien:

(Foto: slworking2)

Lena und die Web-kammer

Das Mail von Lena könnte man wohl auch unter der Rubrik „Spam des Tages“ verstauen:

Meine Name ist Lena Berkova.
Ich liebe Sex durch die Web-kammer
Du gibst mir die Kommandos – und ich es erfulle
Bist du interessiert?
Komm auf meine Seite
Habe ich Auch viele Freundinen
Wenn du MIR oder IHM ihre e-mail Addresse geben wirst, wirst du viel angenehm bekommen!
Danke fur die Aufmerksamkeit, meine Web-Seite: wwwasdasd.homecaredocs.ru/webcam/
, bis zu dem Treffen, kusse

Web-Kammer? Na da hat wohl wieder mal ein Übersetzungsprogramm ganze Arbeit geleistet. Aber auch der Schreiberling hat ganze Arbeit geleistet: Nicht mal die URL existiert. Ob da das Übersetzungsprogramm gleich nochmals mitgeholfen hat?

Vom Beta-Tester zum Spam-Opfer?

Spätestens in Zeiten von Web 2.0 gehören Beta-Tests für neue Websites einfach dazu. Nicht nur, aber vor allem auch Blogger unterliegen regelmässig dem Reiz, vor allen anderen ein neues Tool auszuprobieren, schliesslich kommt man so an Inhalte für einen neuen Beitrag, der nicht schon vielerorts abgehandelt wurde. Eine Steigerungsform des Beta-Hypes wird nun auf der Domain betatester-wanted.com angewandt, wo man sogar noch 500 Euro gewinnen kann, wenn man sich als Betatester registriert.
Doch: Seit wann müssen Betatester mit Geld geködert werden? Schliesslich zeigt die Erfahrung, dass sich solche „Fehlersucher“ meist problemlos im Internet rekrutieren lassen.

Also mal etwas Detektivarbeit: Was oder wer steht überhaupt hinter der vollmundig angekündigten Web 2.0-Plattform? Die Whois-Abfrage nennt einen gewissen Abdullah Saleh aus München als Inhaber, eine Google-Suche verweist jedoch mehrheitlich auf den Namensvetter Abdullah Salih, Staatspräsident der Republik Jemen. Interessanter ist jedoch die eMail-Adresse „unseres“ Abdullahs, die die Endung mymovies.de trägt. Während bis vor kurzem auf der Domain eine „Online-Videohek“ zu finden war, die offensichtlich nicht allen Ansprüchen genügen konnte, prangt heute auf der Homepage nur noch ein Logo der „mymovies online gmbh“.
Nimmt man nun für eine Suchabfrage den eingetragenen Inhaber der Domain mymovies.de, Matthias Müller, dazu, ergibt sich plötzlich ein seltsames Bild über den Inhaber der Betatester-500-Euro-Gewinn-Plattform: Man erfährt nämlich, dass Abdullah Saleh nicht nur Geschäftsführer der insolventen ad2media GmbH war, die in allerlei dubiose Aktivitäten im Internet verwickelt war, sondern unter Zuhilfenahme diverser Firmenkonstrukte auch Webseiten wie starquiz24.de, autotester24.de, reisen4free.de, movie-tester.de oder casting.ag betrieb oder betreibt, die wohl alle nicht das Prädikat „vorbildlich verbraucherfreundlich“ erhalten würden. Wen wundert es da, dass Webangebote von Abdullah Salehs Firmen auch schon mal in der Broschüre „Kostenfallen im Internet“ [PDF, 145kb] des deutschen Verbraucherzentrale Bundesverband aufgeführt werden.

Langer Rede, kurzer Sinn: Scheint es irgendwem noch sinnvoll, sich in die Warteliste mit Gewinnchance von betatester-wanted.com einzutragen? Spätestens wenn man weiss, dass es bei den Geschäften von Personen aus dem Dunstkreis von Abdullah Saleh auch um Spam geht, sollten wohl dem letzten Zweifler die Augen aufgehen…

Vietnam auf der Jagd nach meiner Domain

Nach ein paar Tagen Ferien wird man immer wieder mal mit der einen oder anderen Überraschung konfrontiert. Zum Beispiel in Form eines eMails der Schweizer Domain-Registrierstelle Switch:

A request was submitted for the domain name moon.ch on 14.10.2007 by stars8x.
Your confirmation is required before this request can be executed. You will find the request in your account, where you can confirm or reject it online. Please log on at http://www.switch.ch/en/id/ with your User ID

Soso, ein Änderungsantrag. Von stars8x. Aber ich will doch an den Registrierdaten meiner Domain nichts ändern und stars8x ist mir auch unbekannt. Aber immerhin, stars8x gibts mir gleich knüppeldick, denn er will meine Domain löschen lassen, wie es auf der Switch-Webseite heisst:

A deletion request has been submitted for this domain name. Your confirmation is necessary before this request can be carried out. You can confirm or reject the deletion by selecting „Yes“ or „No“. If we receive no reaction from you within 10 days, the request will expire.

Fragt sich nur noch, was denn dieser Vietnamese, sofern man seinem Kontoeintrag

[10182780] stars8x, stars8x stars8x, 22 nam dinh , VN-70000 nam dinh

glauben darf, mit meiner Domain anfangen wollte. Herausfinden werde ich das aber wohl nie, denn seinen Antrag habe ich soeben durch einen nervösen Mausklick abgelehnt…

Sandra vs. Ebay: 500’000 Euro bitte

Die Tage von eBay scheinen gezählt zu sein – zumindest wenn man der „einzig wahren Bloggerin“ glauben darf:

Ich jedenfalls werde euch wegen Beleidigung, Betrug und anderen Delikten anzeigen und verklage euch wegen Rufschädigung sowie Verletzung der Grundrechte auf mindestens 500.000 Euro Schmerzensgeld, in den USA sowie in Deutschland. Überdies werde ich dem Deutschen Finanzamt mitteilen, das sie ihr Geld in der Schweiz waschen, und somit provozieren, das mal ne ordentliche Nachprüfung für sie ins Hause steht.

Fragt sich nur ob eBay sich davon beeindrucken lässt oder ob wegen des Vorwurfs der Geldwäscherei nicht sogar eine Gegenklage fällig würde. Sowieso: Ich weiss gar nicht, wievielen Unternehmen Sandra schon eine Klage angedroht hat. Tatsächlich aber dürfte die Anzahl tatsächlich eingereichter Klagen verschwindend gering sein. Oder Sandra?

Internet Explorer-Voodoo

Für Webentwickler ganz praktisch: Endlich können sie den Frust über den Internet Explorer, der meist alles etwas anders darstellt als andere Browser, mit Voodoo-Techniken loswerden.

Internet Explorer-Voodoo

Der Die 21-jährige Chisa, Webentwickler aus Perth/Australien nennt auch den Grund, wieso er sie die „IE-Voodoo-Puppe“ kreiert hat:

This may seem a bit evil, but trust me, if you’re a web designer and have ever tried to get something to work nicely in Internet Explorer (especially <6) you’ll understand the feeling of wanting to stab it. Repeatedly.

Haben will? Hier die Bastelanleitung zum selbermachen…

(via heute)

Sunrise-Büchsentelefon: Einfach authentisch

Mit einer „starken, universellen, spielerischen und für jedermann verständlichen Symbolik“ will man bei Sunrise die Einfachheit der neuen Marktpositionierung aufzeigen und greift dabei für die neue Kampagne zum guten alten Büchsentelefon. Büchsentelefon? Gehört das nicht in die Kinderstube? Wer ist für das Spannen der Schnur verantwortlich? Und gibts das auch schnurlos?

Neue Sunrise-Kampagne: Einfach

Also ich weiss ja nicht genau, was an dieser Kampagne nun so toll sein soll. Das Büchsentelefon soll authentisch sein? Na dann gute Nacht. Mir kommen dabei eher Gedanken wie „Kinderstube“, „rückständig“ oder „nicht auf der Höhe der Technik“ in den Sinn. Ob diese Assoziationen bei Sunrise allerdings gewollt sind, wage ich jetzt mal zu bezweifeln. Kann man das Büchsentelefon bei einer Aboverlängerung vielleicht auch als Treueprämie erhalten? Oje…

[flv:/wp-images/multimedia/20071009-sunrisespot.flv /wp-images/multimedia/20071009-sunrisespot.jpg 320 240]

Ein Trostpflaster bleibt, denn einen ersten potentiellen Kunden für das Sunrise-Büchsentelefon kann ich vielleicht vermitteln, auch wenn er offenbar bisher mit seinen Büchsentelefon-Provider zufrieden ist:

also ich hab eins von mir zum freund zum marder zu meiner freundin un wieder zurück gezogen geht voll gut auch über so 8 km entfernung noch bester empfang

(via persoenlich.com)