An der zweiten Keynote der MIX09, wo unter anderem offiziell der Start des Internet Explorer 8 verkündet wurde, zeigte Microsoft auch einen fünfminütigen Film, der in einer etwas speziellen Weise nochmals auf die guten und die schlechten Seiten in der Geschichte des Internets eingeht:

Wer kennt das nicht: Da schraubt man tagelang an einem neuen Design, nur um irgendwann feststellen zu müssen, dass das Design, je nach Browser, ganz anders dargestellt wird. Mit dem heute anlässlich der MIX09 in Las Vegas vorgestellten Tool „Expression Web SuperPreview“ lässt sich die unterschiedliche Darstellung der verschiedenen Browser leicht erkennen und beseitigen.
SuperPreview ist Teil des neuen Expression Web 3-Releases, das im Spätsommer 2009 erwartet wird. Microsoft hat aber bereits eine abgespeckte, kostenlose Beta-Version ins Netz gestellt. Mit dieser Version namens „SuperPreview for Internet Explorer“ lassen sich die Darstellungsunterschiede in Internet Explorer 6, 7 und 8 anzeigen. In der folgenden Vollversion ist zusätzlich der Vergleich mit Firefox, Safari, Chrome und anderen Browsern möglich.

Der Clou an SuperPreview: All die verschiedenen Webbrowser müssen nicht lokal auf dem Computer vorhanden sein, sondern die Daten werden bei Bedarf auf einer Cloud-Applikation gerendert und zurück an SuperPreview geschickt.
Mehr Infos zu SuperPreview verrät auch das Videointerview mit Erik Saltwell vom Expression-Web-Team sowie diverse weitere Blogeinträge bei Microsoft.
Nachgereicht: Der nicht ganz ernstgemeinte Einspieler vor der Keynote von Scott Guthrie, Corporate Vice President, .NET Developer Platform bei Microsoft:
Pünktlich zum Start der MIX09 in Las Vegas hat Microsoft ein Widget und eine API für den Translator freigeschaltet. Das Widget, für Seitenbetreiber ohne Programmierkenntnisse, ermöglicht es dem Besucher, eine Seite sofort in der gewünschten Sprache anzuzeigen, ohne dafür zuerst eine separate Übersetzungsseite anzusurfen. Wie das aussieht, probiert ihr am besten gleich selber aus:
Die Microsoft Translator AJAX-API wiederum soll es Programmierern ermöglichen, Übersetzungsfunktionen direkt in Web-Applikationen einzubauen. Mehr Informationen zur API gibts im Translator SDK sowie im entsprechenden Artikel im msdn (derzeit noch nicht aktualisiert).
Sowohl Widget als auch die API sind derzeit im Beta-Status und nur mit einem Invite-Code zugänglich…
Manchmal gibts mehr, manchmal weniger. Oder anders: Was ist in der Tasche, die an die MIX09-Konferenzteilnehmer abgegeben wird, denn eigentlich drin?
Neben dem offenbar unvermeidlichen Stapel mit „Papier-Promo“ gibts für die Teilnehmer auch zwei Getränkebehälter (gleich zwei, wieso das denn?), ein T-Shirt (für alle, die nix zum anziehen haben), das Buch „Sketching User Experience“ von Bill Buxton (für die, denen es an der Konferenz langweilig wird), eine Musik-CD „Live at KEXP“ (für alle, die chillen statt zuhören wollen), eine Nero 9 Trial-CD (um den Laptop mit noch mehr Zeugs zu füllen) und auch eine Taschenlampe für den Schlüsselbund (falls es mal dunkel werden sollte).
Und für alle, die nach der Registrierung und der Entgegennahme der Tasche trotzdem noch an die Konferenz wollen: Der Teilnehmer-Badge und die Konferenzagenda fehlen natürlich auch nicht…
Nach dem erstmaligen Ausflug vom letzten Jahr in die „Stadt der Unterhaltung“, wie die Tourismusbehörde von Las Vegas die Stadt neuerdings nennt, bin ich nun erneut hier gelandet. Und verändert hat sich, soweit ich sehen kann, bisher nichts (ausser vielleicht, dass der 40/40 Club einen neuen Namen bekommen hat). Das scheint aber (mit kleinen Ausnahmen) auch nicht nötig zu sein, denn auf dem Strip tummeln sich die Touristen in Massen. Die zweihunderttausend Glückspielautomaten und die surrealen Hotelbauten locken die Touristen also immer noch.
Geändert hat sich auch nichts an der etwas beschwerlichen Anreise, die im gesamten doch 18 Stunden gedauert hat und auch die Zollbeamten stellen bei der Einreise nach wie vor im Stakkato schwierige Fragen („was tun sie in Vegas“, „was arbeiten sie“, „für wen arbeiten sie“, „wieviel Bargeld bringen sie mit“). Da ist man froh, sich nach dem Einchecken erst mal eine Runde Schlaf in einer Suite des Venetian zu gönnen.
Nach einem Zimmerwechsel (zu laut, zu dunkel, keine Aussicht) gehts heute nun aber los mit der Besichtigungstour, die ich letztes Jahr fast schon sträflich vernachlässigt habe. Ab morgen allerdings wirds dann ernst, denn schliesslich bin ich nicht (nur) zum Faulenzen hier: Die MIX09, Microsofts Entwicklerkonferenz, heute mit ein paar Pre-Conference-Workshops gestartet, geht morgen dann so richtig los…