Author Archive

MIX08: Sondermeldung von der Oxygen Bar

Eine Sondermeldung direkt aus dem 40/40 Club in Las Vegas, dessen Webseiten übrigens schlechter sind, als der Club selbst: Das nachfolgende Bild zeigt Andreas Widmer vom Frogblog, bei der Frischluftzufuhr an der Oxygen Bar im 40/40.

Andi Widmer an der Oxygen Bar

Ob an der benötigten Frischluftzufuhr der Alkohol oder die hübsche Bedienung schuld ist, ist bisher nicht klar. Ich bleibe dran…

MIX08: Keynote Steve Ballmer / Guy Kawasaki

Zwar wurde der heutige Auftritt von Steve Ballmer und Guy Kawasaki vollmundig als Keynote angekündigt. Tatsächlich war es allerdings mehr ein (zeitweise sehr unterhaltsames) Frage- und Antwortspiel zwischen den beiden. Ein kleines Highlight für Web-Developer gibt es bei 56:05, denn Steve hat nicht nur Developer lieb:

Wenns nichts neues zu erzählen gibt (weil an der gestrigen Keynote schon alles erzählt wurde), macht man halt eine kleine Talkrunde…

Warum Du nie einen Gastbeitrag schreiben solltest

Ein Gastbeitrag von Marcel Widmer

Der Hausherr dieses ehrenwerten Blogs wird aufgrund seiner stattlichen Reputation von Microsoft an die MIX08 in Las Vegas eingeladen. Und macht sich Sorgen, dass sein Blog etwas ins Hintertreffen geraten könnte, während er – umrahmt von reizenden Windows-Hostessen – den Jackpot im Casino knackt. Und so schreibt er lockerflockig ein paar Blogger an – Blogger, die von Microsoft noch nicht mal zu einem Automaten-Kaffee eingeladen würden. Und die sollen die Zeit während seines Las Vegas-Trips überbrücken – gefällligst. Und so schreibt er auch mir ein Mail:

Ich wollte Dich darum anfragen, ob Du Lust hättest, einen Betirag für BloggingTom zu schreiben.

Ich schreibe zurück, dass ich die Idee zwar faszinierend finde, dass meine eigenen Blogs aber schon unter meinem momentanen Schreibstau leiden würden. Gekonnt pariert er:

Siehste, vielleicht löst das Miniprojekt Gastblogging ja auch die Schreibblockade für Dein Blog wieder 🙂

Und schon verstehen wir beide (!) meinen Einwand als Zusage meinerseits.

Das hab‘ ich jetzt davon …

Die Frist („Bis Freitagabend ist OK“) scheint wenigstens auszureichen. Das heisst: jetzt am Freitagabend um 22:45 kommen mir a) Zweifel, ob ich den Termin tatsächlich noch halten kann und b) ob mir überhaupt noch was Gescheites einfallen wird. Schliesslich bin ich ganz schön unter Druck. Wann habe ich schon mal die Gelegenheit, in einem Top-Blog einen Eintrag zu publizieren und damit meine tastaturisierten Künste einem gigantischen Publikum vorzuführen? Millionen lesen mit – und mir fällt nichts ein.

Das hab‘ ich jetzt davon …

Ahh, ich hole mir einfach die ultimative Idee aus der Flimmerkiste. Ich zappe also durch die TV-Kanäle, vielleicht bekomme ich da den ultimativen Denkanstoss: Al Bundy, 10vor10 (in der Wiederholung auf SF2), der weise Heiner Geissler in einer Talkshow, eine Rätselshow bei den Österreichern (wieso nicht mit deutschen Untertiteln?), ein Boxkampf auf ProSieben … Mann, was soll ich schreiben?

Das hab‘ ich jetzt davon …

Gut, ich könnte mal in der Grümpelkammer dieses Blogs stöbern und sehen, ob sich da ein paar Trouvaillen finden, die sich zu einem Nobepreis-verdächtigen Blogeintrag verarbeiten lassen. Da nervt sich BloggingTom über GIMP, lästert über die Preise für ein Konzertticket von Barbra Streisand, philosophiert über Bloggen gegen Money (toll, und das einzige, was es hierfür geben soll, ist ein netter Link zu meinen Blogs) – aber was soll ich daraus literatrisch Wertvolles hervorbringen? Früher hat er selbst ja für Furore in der Bloggerszene gesorgt – heute überlässt er das nach Popluarität gierenden Gastbloggern. Und ich mach mit.

Das hab‘ ich jetzt davon …

Ich sitze da und grüble. Denke an früher, an morgen. An übergestern und vormorgen. Versuche Geschichten aus der Vergangenheit an die Oberfläche zu locken. Bemühe meine grauen Zellen, krame (geistig) in meinem Speicher und hoffe, tolle Erlebnisse aus der guten alten Bloggerzeit wiederzubeleben – aus der Zeit, als wir Blogger unsere Artikel noch selbst geschrieben haben. Aber nichts,rein gar nichts will mir einfallen. Und dennoch soll ich jetzt hier was schreiben, was Euch erheitert und/oder geistig bildet. Aber mir fällt nichts ein. Und wartet gierig. Vergebens.

Das habt Ihr jetzt davon …

Trotzdem eine Bitte: um in einem Jahr nicht wieder vor dem gleichen Dilemma zu stehen:
a) Sponsoren für meinen nächstjährigen Tripp zur MIX09 in Las Vegas melden sich bitte über die Kontaktadresse in meinem Blog.
b) Blogger, die während meiner Abwesenheit als Gastblogger bei mir schreiben und damit eine steile Bloggerkarriere starten wollen, melden sich ebenfalls dort.

Marcel Widmer bloggt seit über 3 Jahren: beruflich auf dem JobBlog und persönlich auf der B-Seite

MIX08: IE8 Beta 1 und Silverlight 2 Beta 1

Was gestern am Pre-Conference Day mit vielsagen Phrasen wie „you hear a lot tomorrow“, „stay tuned“ oder auch „we have some announcements tomorrow“ halbwegs bestätigt wurde, ist nun offiziell: Microsoft hat die jeweiligen Betaversionen des Internet Explorers 8 und von Silverlight 2 zum Download freigegeben.

Wie Dean Hachamovitch, IE General Manager von Microsoft, an der heutigen Keynote erklärte, soll der IE8 nicht nur schneller sein, als alle bisherigen Browser (womit er auch Safari, Firefox & Co einbezieht), sondern sich vor allem in Sachen Kompatiblität endlich einen Namen machen. Wird ja auch Zeit, wenn man sich nicht mehr darauf konzentrieren muss, dass die Webseite auch auf dem IE ansehbar ist…

Weitere Neuerungen sind Features wie „Activities“, wo bspw. nach dem Markieren einer Adresse auf einer Webseite bspw. ein Stadtplan angezeigt werden kann. Interessant sicherlich auch „WebSlices“, womit nur ein Teil einer Seite „abonniert“ werden kann, und man stets über Änderungen des abonnierten Inhalts informiert wird. Beispielsweise können so die Status Updates bei Facebook überwacht werden, ohne gleich die ganze Seite auf Änderungen prüfen zu müssen.

Mit der neuen Version 2 von Silverlight wird sich Adobe mit ihrem Flash-Produkt wohl warm anziehen müssen. Die während der Keynote gezeigten Möglichkeiten, welche auch online bspw. auf der Webseite des Hardrock Cafe oder bei ETOnlinezu sehen sind, sind ziemlich eindrücklich. Streaming Videos, Zoomen bis ins letzte Detail und vieles mehr.

Die Keynote von heute morgen mit Ray Ozzie, Scott Guthrie und Dean Hachamovitch gibt es bei MIX Online zu sehen

MIX08: Lahme Ente…

Mann, mann, da gönnt man sich 24 Stunden kabelgestützten Internetzugang zu sagenhaften US$ 9.95 im Hotelzimmer und dann spazieren die Daten im gemütlichen Gänseschritt durch die Leitungen:

Traceroute vom Venetian in die Schweiz

Da lohnt sich die Ausgabe dann wohl doch eher nicht, zumal Wifi kostenlos erhältlich ist. Aber kabelgestützt, dachte ich, sei ich speed- und sicherheitsmässig wohl eher auf der Überholspur. Doch weit gefehlt, wie man oben sieht. An den User wird es wohl auch nicht liegen, schliesslich wird um 07:30 Uhr Ortszeit noch nicht das ganze Hotel am surfen sein.

Vielleicht sollte Peter Sennhauser also auch ganz einfach auf Wifi umsteigen und sich die US$ 9.95 sparen…

Zwei Hopfenreduzierte, bitte!

MC Winkel

Ein Gastbeitrag von MC Winkel

Der MC Winkel hier als Gastblogger beim Tom, in der schönen Schweiz. Tschja, was schreibt man denn da? Ich bin ja mehr so der Anekdötchen-Typ. Also gerne mal zwei Anekdoten, die mir als erste Schweiz-Assoziation in den Sinn kommen. Fangen wir mit einem geografischen Kurz-Fauxpas an. Als ich nämlich im letzten Jahr mit ein paar Freunden eine Zeit auf einem Hausboot im Hamburger Hafen verweilte, erwarteten wir Besuch. Es hatten sich Blogger aus ganz Deutschland angekündigt, entsprechend überrascht war ich, als ein junger Herr sich mit „Ich bin der Luca, aus Tirol!“ vorstellte. Da wollte ich mein Erstaunen natürlich sofort zum Ausdruck bringen: „Sieh‘ an, Tirol! In der schönen Schweiz gelegen! Und jetzt extra nach Hamburg gekommen?!?“. Das Schlimmste daran ist eigentlich, dass ich mich nicht einmal versprochen habe. Ich war über 30 Jahre lang wirklich der Meinung, Tirol läge hier. Bei Euch. In der schönen Schweiz. Aber egal.

Kommen wir zu etwas Schöneren: den Frauen! Natürlich. Mal abgesehen, daß ich als kleiner MC unsterblich in Paola Felix aus St. Gallen (St. Gallen liegt jetzt aber wirklich in der Schweiz, oder? Muss ich gleich mal bei Wikipedia gucken…) verliebt war, wußte ich nicht viel über die schweizer Frauen. Bis zum Sommer 1998, denn da traf ich Carmen. Aus Bern. Bern konnte ich übrigens sofort zuordnen, aber das nur nebenbei.

Bei uns in Kiel lief gerade die Kieler Woche, ein relativ populäres, deutsches Seglerfest. „Seglerfest“ klingt jetzt vielleicht sehr elitär – in echt hat die Kieler Woche auch nicht unbedingt mehr als übrige Volksfeste zu bieten: Bier- und Wurstbuden, ein paar Showbühnen, auf welchen die D-Prominenz sich um letztmögliche Honorare bemüht und: Touristen. Touristen wie z.B. auch Carmen. Aus Bern.

Carmen hätte ich von der Optik jetzt mehr so in die skandinavische Ecke einsortiert. Rotblonde Löckchen, strahlend blaue Augen und ein gesunder Teint. Kurz: bis auf den Teint gar nicht mein Beuteschema. Was ich dennoch sehr bezaubernd fand: sie trank – wie ich – Bier. Aber nicht irgendein Bier, sie brachte sich extra für die Kieler Woche eine ganze Palette „Schweizer Lager Bier“ mit. Das fand ich aus zwei Gründen super: a) wie toll ist allein schon die Begegnung mit einer hübschen, biertrinkenden Frau (dennoch schlank, übrigens), die einem b) dann kulturell auch noch etwas beizubringen vermag, was ich nämlich lernte: das schweizer Bier ist grundsätzlich weniger verhopft als das Deutsche. Vielleicht sind deshalb die Schweizer auch weniger verkopft, als das Gros der Deutschen? Das sollen andere entscheiden. Was ich weiß: ich habe sie wirklich genossen, die Begegnung mit Carmen. Aus Bern.

MC Winkel a.k.a. Mathias Winks lebt seit über 30 Jahren in Kiel und findet das auch gar nicht so schlimm. Seit 2001 schreibt er ins Internet, seit 2004 bloggt er ganz offiziell täglich frische Geschichten aus seinem Leben auf www.whudat.de.

MIX08: Die Anreise

MIX08

Für viele sind Direktflüge etwas schönes, um möglichst schnell von A nach B zu kommen. Ich allerdings war froh, mir nach 9 1/2 Stunden Flug ab Zürich in Newark erst mal etwas die Füsse vertreten zu können. Noch wichtiger aber: Endlich wieder eine Zigarette 😉

Die Einreiseprozedur in die USA ist allerdings ziemlich mühsam, und so vergingen wertvolle Minuten bis zur ersten Zigarette. Hat man das Abgeben der Fingerabdrücke, das Fotoshooting und die nervenden Fragen des Immigration Officers („Gehen Sie nach Vegas um nach einer Frau zu suchen“), erst mal hinter sich, gilt es das Gepäck abzuholen („Sorry Sir, the use of mobile phones is not allowed in this area“), um damit durch den Zoll zu gehen und es danach gleich wieder aufgeben zu dürfen. Dann, endlich die langersehnte Zigarette. Dass dabei neben mir auch der Flight Attendant meines Fluges ebenfalls zur Zigarette griff, beruhigte mich: Bin ich also nicht der Einzige, der bei solchen Flügen leidet.
Doch dann war schon wieder Beeilung angesagt um den nächsten Flieger zu erwischen. Immerhin galt es, nochmals etwas mehr als 5 1/2 Stunden in einer fliegenden Röhre auf dem Weg nach Las Vegas totzuschlagen.

The Venetian Hotel - Las Vegas

Obwohl ich mir vorgenommen hatte, nach dem Einchecken im Hotel Venetian nur noch zu schlafen kam es anders – immerhin ist Vegas eine ziemliche verrückte Stadt. In die Stadt selbst hab ich es zwar nicht mehr geschafft, aber den einen oder anderen Kilometer kann man auch hier im Hotel hinter sich bringen. Vom Markusplatz über die Rialtobrücke bis hin zum Casino gibts schliesslich einiges zu sehen. Ich kann nur sagen: Die spinnen, die Römer Amis!

Am Schluss aber war klar: Weder die zwei Fernseher oder das Sofa in der riesengrosse Suite können daran was ändern – ab ins Bett. Fragt sich nur welches, denn immerhin habe ich zwei Queen-Size-Betten hier in der Suite. Die 65m2 wollen schliesslich ausgenutzt sein…

Gastblogging

Ein Gastbeitrag von Paddy

Das Problem haben eigentlich nur die bekannteren, vielgelesenen Blogs. Der Auto geht in Urlaub und hat keine Zeit, seinen Blog zu pflegen. Der kleine Normalo-Blogger denkt darüber gar nicht nach. Der schreibt eine kurze Blog-Notiz „Bin im Urlaub“ und geht. Was seine Leser in der Zwischenzeit machen, ist ihm egal. Nein, er denkt nicht einmal daran, ob ihm das egal sein soll. Er hat Urlaub. Punkt.

Ganz anders der A-Blogger. Der macht sich natürlich seine Gedanken und fragt sich, wie er es hinbekommen könnte, während seinem Urlaub keine Leser zu verlieren. Die sind sich nämlich an zwei, drei, vier Beiträge pro Tag gewohnt. Wenn da die Kadenz einbricht, dann duften die ab. Im Voraus schreiben und auf einen Zeitpunkt veröffentlichen wäre eine Lösung. Aber zu oft hat der A-Blogger das vor sich her geschoben. Jetzt reicht die Zeit nicht mehr. Da kommt die Idee des Gastbloggings natürlich gerade recht.

Warum sollte ich bei bei BloggingTom einen Beitrag schreiben? Ich hab‘ ja mein eigenes Blog. Wenn ich schon Content produziere, dann will ich den doch auch dazu verwenden, mein Blog zu füttern, nicht das anderer. Selber schuld, dass der zum A-Blogger wurde und deshalb sein verwöhntes Publikum bei der Stange halten muss.

Anderseits, kommt da nicht auch ein Link zu meinem Blog hin, wenn ich einen Beitrag liefere? Vielleicht lässt sich so sogar der Eine oder Andere aus Toms Leserschaft abzügeln. Immerhin werden’s ein paar Hundert Leute täglich sein, die meinen Namen und den Link zu mir sehen.

Das würde aber ja bedeuten, dass ich mich in diesem Beitrag von meiner besten Seite zeigen müsste. Also, allzu viel investieren mag‘ ich nicht. Also doch nichts? Oder muss ich gar nicht so viel Zeit investieren?

Ist nicht viel mehr die Tatsache, dass der Tom mich anfragt, schon ein Zeichen, dass er meine Schreibe mag? Und der kennt ja nur die, die hier auf’m Blog ist. Und da investier‘ ich schliesslich selten viel Zeit. Also genügt das dem Tom aus qualitativer Sicht schon?

Aber wenn ich schon selber oft nicht recht weiss, wie ich wenigstens noch einen Beitrag in mein Blog bekomm‘, warum sollte ich dann noch anderen Inhalt liefern, den ich doch selber gut gebrauchen könnte? Warum? Nur wegen dem bisschen Ruhm, einem Backlink und möglicherweise ein paar Besucher?

Was heisst denn eigentlich „nur“? Für Backlinks wurde auch schon Geld bezahlt, ich kriegte den umsonst bzw. gegen Content. Und sind wir nich alle spitz auf neue Besucher? Also eine sinnvolle Investition?

Vermutlich schon. Aber da mir schlichtwegs die Zeit fehlt, lass ich’s bleiben. Sorry.

Paddy bloggt auf eigent.li/ch und spart mit dem Projekt3S nach wie vor für seinen eigenen Segway.