Geheimprojekt o-weh, ricardo.ch o-jeh!

tastaturisiert am Donnerstag, 13. August 2009 um 22:46:47 Uhr

Das war dann wohl nix – das angekündigte Geheimprojekt ist gestorben, bevor es richtig angefangen hat. Um es kurz zu machen: Das am Samstag angekündigte und am Sonntag mit einem Video vorangetriebene Geheimprojekt war eine Bewerbung für die Globeshopper Challenge des Schweizer Auktionshauses ricardo.ch. Doch offensichtlich war ich zu optimistisch, die Videobewerbung hat es nicht bis ins Finale geschafft. Was daran liegen muss, dass das Video nicht den Qualitätsansprüchen von ricardo.ch entsprochen hat – oder vielleicht auch nur daran, dass ricardo.ch heute kurzerhand die Spielregeln geändert hat.

Die Idee war nicht allzu schlecht: Speziell nachdem ricardo.ch nach dem ersten Beitrag via Trigami einen zweiten bezahlten Blogbeitrag ausgeschrieben hatte, und darum bat, speziell zu erwähnen, dass kreative Bewerbungen gefragt sind, war klar: Die bisher eingegangen Bewerbungen waren schwach. Grund genug also, mit @dwrch und @switzerbaden kurzerhand ein Video zu drehen und sich damit zu bewerben. Allerdings mit, äähm, wie man heute sehen kann, bescheidenem Bewerbungserfolg. Das ist schade, jedoch nicht das Ende der Welt.

ricardo.ch ändert Bedingungen während des laufenden Wettbewerbs
Unschön ist allerdings, dass ricardo.ch ziemlich seltsam mit den Teilnahmbedingungen umgeht und diese gern mal nach seinem Gusto ändert. Dass trotz Bewerbungsschluss am 9. August um Mitternacht auch am 11. August noch immer Bewerbungen möglich waren (und das auch aktiv genutzt wurde), ist dabei das Eine.

Als ziemlich grossen Eingriff in die Bedingungen empfinde ich jedoch die Tatsache, dass ricardo.ch heute kurzerhand und ohne auch nur ein Wort dazu zu kommunizieren, entschieden hat, anstelle der in den Teilnahmebedingungen genannten fünf Finalisten pro Destination nur noch deren zwei zu nominieren. Immerhin verringert das die Chance auf einen Finalplatz um den Faktor 2,5, und das ist, mit Verlaub, nicht sehr fair und wirft ein schlechtes Licht auf den ausgeschriebenen Wettbewerb.

Enttäuscht von der Qualität der Bewerbungen
Auf Anfrage erklärt Barbara Zimmermann, Mediensprecherin von ricardo.ch dazu, dass man sich dazu entschieden habe, weil es sehr viele schlechte Bewerbungen gegeben habe, die nicht dem Anspruch der Jury, die notabene aus ricardo-Mitarbeitern besteht, entsprochen hätten. Man sei eigentlich “enttäuscht” von den Einsendungen, denn man hätte sich mehr Qualität versprochen. Man sei deshalb zum Schluss gekommen, nur jeweils zwei Kandidaten pro Destination für das Finale zu nominieren. Schliesslich dürfe man nicht vergessen, dass es sich dabei um eine Werbeaktion handle, die ricardo.ch doch einiges an Geld koste.

Sorry Frau Zimmermann, so ganz kann ich das nicht nachvollziehen. Wo liegt denn der entscheidende Vorteil für ricardo, wenn nur zwei Finalisten pro Destination nominiert werden? Und: Will mir ricardo wirklich weismachen, dass zum Beispiel die Bewerbungen der beiden nun für Bangkok nomierten Finalisten die besten überhaupt waren? Oder: Wie schlecht müssen die Bewerbungen denn gewesen sein, dass man sich noch nicht mal traut, fünf Finalisten zu benennen? Schliesslich entscheiden am Ende ja die Stimmen der Facebook-User, wer gewinnt. Oder wird bei ricardo allenfalls am Ende auch noch Einfluss darauf genommen, wer tatsächlich auf Reisen gehen kann? Immerhin: Offenbar bin ich nicht der Einzige, der sich solche Gedanken über die Änderung der Bedingungen macht.

Facebook-Kommentare zur Aenderung der Teilnahmebedingungen durch ricardo.ch

Und um das noch klarzustellen: Ja, ich bin enttäuscht. Enttäuscht, dass ich es nicht ins Finale geschafft habe. Aber ich bin nicht beleidigt und lasse mit diesem Beitrag nicht meinen Frust einfach an ricardo.ch ab. Allerdings halte ich es doch für wichtig, auf die doch etwas seltsamen Umstände dieses Wettbewerbs hinzuweisen…

von BloggingTom, abgelegt unter Private Stuff



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