IKEA im Big Brother-Wahn?
Seltsames geht derzeit in Deutschland vor. Da lebt Nils in seiner spartanisch eingerichteten Wohnung und lässt sich von zwei Kameras beobachten. Und Nils ist ganz auf Kommunikation eingestellt. Ständig klingelt das Telefon und er unterhält sich mit den Zuschauern, er liest Mails und Briefe und twittert sogar.

Dahinter steckt, wie man nicht nur im Impressum nachlesen kann, das Einrichtungshaus IKEA. Was damit aber bezweckt werden soll, lässt sich derzeit nur erahnen. Aber aufgrund der URL warte-bis-september.de ist es naheliegend, dass Nils auf das Erscheinen des neuen Kataloges wartet und dann beginnt, seine Wohnung entsprechend einzurichten. Spannend dann, ob Nils es tatsächlich schafft, die Möbel ohne Schwierigkeiten zusammenzubauen. Aber das wird uns der Live-Stream ja sicher bald zeigen…
(via StyleSpion)
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Freitag, 22. August 2008 um 14:41:55 Uhr
Eigentlich sollte ich denen meine Idee in Rechnung stellen.
Ähnliches hab ich nämlich den Marketing-Leuten Anfang des Jahres vorgeschlagen. Projekt kam nicht zustande… bis jetzt. Frechheit.
[Ist übrigens kein Scherz.]
Freitag, 22. August 2008 um 15:05:30 Uhr
Das wär aber dicke Post, wenn die das quasi geklaut hätten. Das Problem ist wohl bloss, dass sich das so schlecht nachweisen liesse…
Freitag, 22. August 2008 um 15:10:11 Uhr
@MC: Ideen kann man an sich nicht verkaufen, nur Umsetzung.
Aber das weißt du
Aber wie sich andeutet, unterlaufen denen bei der Umsetzung ein paar *dumme* Fehler, die sie nicht gemacht hätten (hoffentlich) wenn sie Dich angeheuert hätten
)
Freitag, 22. August 2008 um 22:56:35 Uhr
@mc: was genau war denn deine idee? ein typ, der in einer leeren wohnung rumsitzt und beobachtet werden kann? kannst du das noch genauer erklären?
@oliverg: darüber denken agenturen ständig nach: wie man ideen verkaufen kann. denn das ist für viele agenturen das kerngeschäft!
Samstag, 23. August 2008 um 01:37:35 Uhr
In den Vereinigten Staaten hat Ikea vor ein paar Monaten eine ähnliche Aktion gestartet. Allerdings war es da Mark der sich vor laufender Kamera ein Zimmerchen in einem Ikea Geschäft einrichtete (Mark lives in Ikea).
Samstag, 23. August 2008 um 12:13:30 Uhr
Herrlich - der Livestream. ein paar tag in einer wohnung ist doch ok. wer hatte die Idee?
Samstag, 23. August 2008 um 12:17:35 Uhr
Genau, das : http://www.marklivesinikea.com/
… hatte ich gesehen und leicht abgewandelt für Deutschland vorgeschlagen. Die “leichte Abwandlung” sähe so aus wie … oben.
Mehr dazu bei Basic in den Comments.
Samstag, 23. August 2008 um 12:54:55 Uhr
An sich ja eine very-witzige Idee - wers halt sehen will Aber wenn der “Schauspieler” da täglich ein paar Stunden mit dem Telefon-Klingeln in einer leeren Bude sitzt, ruft er doch noch vorm September selbst in der Psych. Eppendorf an.
@MC: Das hättest Du Dir doch nicht für Geld gegeben?! Andererseits: Die Kampa wäre mit MC auf jeden Fall besser gekommen. Der Jung ist ein wenig lau.
Sonntag, 24. August 2008 um 11:29:21 Uhr
Ja - Ideen haben ist halt leider wirklich zu wenig. Die Arbeit fängt damit an dass man diese Ideen auch umsetzen muss. Und daran scheitert eben meistens alles.Und so was wie der Livestream ist ja wohl kaum patentierbar.
Montag, 25. August 2008 um 14:22:13 Uhr
Ikea als Ideendieb? Das ist ja noch viel lustiger als der Werbespot. Aber ich muss sagen, dass ich ihn nicht soo wahnsinnig toll finde. Die Idee ist eigentlich super, aber die Umsetzung ein bisschen fehlgeschlagen.
Montag, 25. August 2008 um 14:33:02 Uhr
Was geht ab? Plötzlich ist in sämtlichen Blogs nur noch von IKEA die Rede …
Das nenn ich mal Werbung, egal warum auch immer …
Dienstag, 26. August 2008 um 02:02:22 Uhr
witzige Idee
Dienstag, 26. August 2008 um 13:14:11 Uhr
Habe in meiner alten Agentur auch 2x Konzepte für die Marketing-Abteilung von IKEA angeboten, die dann erst abgelehnt wurden und zumindest eine davon nachweislich später 1:1 so stattfand. Habe das auch schon von anderen Agenturen gehört. Es sollte endlich mal eine Art Black List für solche Kunden geben …
Mittwoch, 27. August 2008 um 12:23:29 Uhr
Für den McWinkel gibts dafür ein eigenes Produkt im Katalog: Winkelklau^^
Ist das eigentlich wirklich ein Livestream oder ein sehr lange Video, welches im Loop läuft?
Donnerstag, 28. August 2008 um 09:30:23 Uhr
Ideenklau ist immer ärgerlich. Andererseits verkauft man als Berater immer erst ein Konzept, und dann die Umsetzung. Wer seine Ideen gegenüber dem Kunden schützen möchte, also die Nutzung untersagen möchte, kann dies tun. Nur heißt dies in aller Regel, dass man schon vor dem Konzept raus aus dem Rennen ist. Ein Kunde hat immer auch das Recht, sich für eine gute Idee einen anderen Umsetzungspartner zu holen, den er für geeigneter hält. Und Nordpol gehört wohl zweifellos zu den besten Kreativagenturen der Welt. Dass MC Winkel auch in diesen erlesenen Kreis aufgestiegen ist, wäre mir hingegen neu.
Eine ganz andere Frage ist, ob die Idee nicht sowieso “in der Luft” lag. Neu ist sie jedenfalls nicht. MC Winkel verweist ja selbst auf ein Vorbild. Projekte dieser Art gibt es also immer wieder mal. Vielleicht ist Nordpol sogar selbst darauf gekommen?