Schweden. Lappland. 385 Meter über dem Meeresspiegel. Abisko. 85 Einwohner. 15 Journalisten und Blogger. Polarlicht. Aurora borealis. Hundeschlittenfahren.

Derzeit bin ich auf Einladung von Intel grad unterwegs in die nördliche Pampa in Schweden. Immerhin, der Polarkreis ist nur noch 195 Kilometer nördlich von uns. Und ich hoffe natürlich, ein paar spektakuläre Bilder für euch einzufangen – sofern das Wetter mitspielt.
(Bild: Aurora Sky Station)
„An einem Namen wie Coca-Cola oder McDonald’s ist heutzutage nichts mehr auszusetzen. In den Siebzigerjahren war das vielleicht noch der Fall.“, meint Lars Tegenfeldt vom schwedischen Finanzamt, das im skandinavischen Land auch für die Genehmigung von Vornamen zuständig ist. Und so dürfen Eltern ihre Kinder nun jach jahrelangem Verbot endlich auch nach Markenprodukten, Musikbands oder Fastfood-Restaurants benennen. Verboten bleiben lediglich Schimpfwörter sowie Gott, Allah oder Teufel, wie der Tages-Anzeiger zu berichten weiss.
Schöne neue Freiheiten: So hätte sich „Talula does the Hula From Hawaii“ schon bald einer neuen Clique anschliessen können – mit anderen Exoten wie „Heineken“, Kentucky Fried Chicken“ oder „Tokio Hotel“…
Am 17. Juni 2008 entscheidet das schwedische Parlament über einen äusserst brisanten Gesetzesentwurf. Wird das Gesetz abgesegnet, dann soll sämtlicher Datenverkehr, der über die schwedischen Grenzen geht, über Server des technischen Geheimdienst Schwedens (FRA) geleitet und die gesamte ins Land gehende und ans Ausland gerichtete Netzkommunikation abgehört werden können. Dazu sollen die Daten, zu denen auch Telefongespräche, Faxe und eMails zählen, in Echtzeit nach Schlüsselwörtern durchsucht werden. Wird verdächtiges gefunden, sollen diese durch Angestellte betrachtet und ausgewertet werden und danach interessierten Ministerien vorgelegt werden. Sogar grosse Unternehmen sollen „unter Umständen“ solche Suchaufträge abgeben können.
Während die drei Oppositionsparteien bereits Widerstand angekündigt haben, beruhigen die Befürworter mit dem Hinweis darauf, dass lediglich grenzüberschreitende Datenpakete erfasst würden und schwedische Bürger davon kaum betroffen seien. Internetdiensteanbieter reagieren aber bereits jetzt auf die möglichen Folgen des neuen Gesetzes. So hat die finnische Sonera bereits angekündigt, die rund 500’000 eMail-Konten ihrer Kunden von der gemeinsam mit dem schwedischen Provider Telia betriebenen TeliaSonera-Plattform abzuziehen und wieder in Finnland zu hosten. Auch Peter Fleischer, oberster Datenschützer von Google und weltweit zuständig für Schutz der Nutzerdaten, nannte das neue Gesetz „diktatorisch„:
The proposal stems from a tradition begun by Saudi Arabia and China and simply has no place in a Western democracy.
Er drohte zudem damit, dass Google im Falle der Annahme des Gesetzes keine Investitionen in Schweden mehr tätigen werde und keine Server innerhalb der schwedischen Grenzen mehr platzieren werde.
(via inside-it.ch)