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Wadde hadde Turkey da?

Ob das nun ein Verzweiflungsakt der Iren ist? Das Resultat der jahrelangen Erfolglosigkeit beim Concours Eurovision de la Chanson Eurovision Song Contest mündet nun darin, dass man keinen Interpret mehr auf die Bühne schickt, sondern einen Truthahn: „Dustin The Turkey“…

OK, immerhin passt das ja irgendwie ins Konzept, mit schrägen Nummern hat ja schon die eine oder andere Nation den Contest gewonnen. Und richtig singen war in den letzten auch keine Bedingungen mehr für die Teilnahme. Eines aber muss man den Iren lassen: Einen Songtext, der sich direkt auf den Wettbewerb bezieht, hatten wohl noch nicht viele „Interpreten“.

Nun wär nur noch zu klären, ob auch der Kosovo an der diesjährigen Austragung in Belgrad teilnehmen darf…

(via Stefan Niggemeier)

Switzerland: 30 points

Eurovision Song Contest - Logo

Obwohl ich jedes Jahr aufs Neue genervt bin, konnte ich auch gestern abend einfach nicht wiederstehen, mir den Grand Prix Eurovision de la Chanson Eurovision Song Contest reinzuziehen. Und als ob ich es nicht gewusst hätte: Viel gescheites war auch dieses Mal nicht zu sehen, und treffender als Katharina könnte ich es eigentlich nicht beschreiben.
Ganz ehrlich, irgendwie hat mir der Country-Song der Deutschen gut gefallen. Oder lag das vielleicht daran, dass Olli Dittrich Schlagzeuger bei Texas Lightning war? Man identifiziert sich ja öfters mit Musik oder einer Gruppe, wenn man eine Person darin wiedererkennt.

Favorisiert hatte ich aber ganz klar den finnischen Beitrag der Gruppe Lordi, aber nicht etwa, weil mir die Musik gefallen hätte, im Gegenteil. Allerdings war das so ziemlich das Ausgefallenste, was ich seit langem an einem Eurovision Song Contest gesehen hatte. Und doch traute ich meinen Augen nicht, als die Finnen tatsächlich Punkt um Punkt aus allen möglichen Ländern einheimsten.

In Deutschland scheint man aber mit dem 15. Platz sehr enttäuscht zu sein, wie ich diversen Reaktionen entnehmen konnte. Auch Thomas Hermanns meinte in der Sendung „Grand Prix Party“ der ARD: „Wir hätten einen besseren Platz verdient, aber Deutschland hat einfach keine Nachbarn mehr, die uns Punkte geben“. Hey, das müssten wohl eher wir Schweizer sagen! Schliesslich haben wir euch Deutschen sieben Punkte gegeben (immerhin wurde das als nett bezeichnet), ihr dagegen bestraft uns rein nachbarschaftlich mit zero points!
Auch Georg Uecker meinte etwas später in derselben Sendung: „Wir liegen auf Platz 15 und damit vor der Schweiz und Ralf Siegel“. Na jetzt darf ich mich immerhin fragen, ob wir wegen Ralf Siegel oder wegen uns selbst keine Punkte vom nördlichen Nachbar erhalten haben. Aber wahrscheinlich habe ich das sowieso etwas zu persönlich genommen. Oder vielleicht doch nicht? Ach was, nur weil es letztes Jahr anstelle des üblichen „Switzerland 0 points“ endlich mal ganze 128 Punkte für die Schweiz gab, muss das nicht jedes Jahr so bleiben. Schon gar nicht, wenn wir offenbar keine Schweizer Künstler haben, die uns würdig vertreten könnten.

Aber warum auf den deutschen Äusserungen rumhauen, denn eigentlich sollten wir uns zuerst an der eigenen Nase nehmen. Ziemlich verduzt war ich nämlich ob den Kommentaren von Sandra Studer während der Übertragung der Sendung auf SF1. Ziemlich unüberhörbar äusserte Studer nämlich ihren Unmut über die Sieger aus Finnland. Von „…diese Monster können ja nicht mal sprechen“ über „die können ja nicht mal danke sagen“ bis zu „die sehen ja komisch und unsympathisch aus“ und „die sind unanständig“ war von Sandra Studer ziemlich alles zu hören, wie man auch bei Roter Stern Zürich nachlesen kann.

Überhaupt: Wollten wir nicht vor zwei Jahren ganz aus diesem Zirkus aussteigen? Jetzt wär wieder einmal Gelegenheit dazu, das würde uns manche Peinlichkeit ersparen.Gewinnen kann man eh nur mit Sympathiepunkten, und die bekommt die Schweiz sowieso nicht.

Weitere Meinungen:

Switzerland: 128 points

Helena Paparizou

128 Punkte für die Schweiz und damit der 8. Platz im diesjährigen Eurovision Song Contest… Hey das ist doch mal was!
Nachdem wir jahrelang leer ausgingen und schon diskutiert wurde, gar nicht mehr teilzunehmen lässt sich das diesjährige Resultat durchaus vorzeigen, oder? Somit müsste nur noch geklärt werden, ob wir nun als Schweiz gewonnen haben oder ob es an den estnischen Vanilla Ninja lag, die wir einfach für die Schweiz vor „den Karren“ gespannt haben.

Zugegeben, die Mädels sind zwar optisch durchaus vorzeigbar, aber aufgrund des Songs war ich mir dann doch nicht mehr so sicher, ob es punktemässig besser aussehen würde als in den letzten Jahren. Aber ich habe offenbar einen anderen Geschmack als das wählende Resteuropa 😉

Ganz schlimm(?) hat es die Deutschen getroffen, die für einmal den normalerweise für uns reservierten letzten Platz der Rangliste einnahmen. Gracia hatte keine Chance und das verwundert mich auch nicht. Obwohl das viele Leute offenbar anders sehen, war ich von ihrer Performance alles andere als begeistert. In meinen Ohren hörte sich das „Hide“ ihres Titels „Run & Hide“ eher wie ein ziemliches Gekrächze an… Keine Ahnung was sich David Brandes dabei gedacht hat, aber vielleicht war das ja der Grund, wieso er die CDs gleich selbst gekauft hat 🙂
Immerhin, und das beruhigt mich, bin ich offenbar nicht der einzige, der so denkt. Johnny war überrascht über den Dreck den Gracia da gesungen hat und der Themenmixer kann sich sogar nur noch knapp erinnern, wie die deutsche Vertreterin denn hiess.

Mit Helena Paparizou hat Griechenland, wie ich finde, durchaus verdient gewonnen. Zwar hört sich das Lied „My Number One“ im Fernsehen viel besser an als eben im Radio, aber dafür ist Helena ein ziemlicher Augenschmaus für mich. Ein weiteres Highlight für mich war auch die trommelnde Oma aus Moldavien oder Chiara aus Malta, die zwar nicht viel fürs Auge hergab, dafür fürs Ohr…

Und darum gings ja auch, oder?