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Switch ändert Domain-Registrierungsbedingungen

Switch ändert Domain-Registrierungsbedingungen

Wie die (einzige) Registrierstelle für .ch- und .li-Domains, die Zürcher Stiftung Switch mitteilt, werden die Bedingungen zur Registrierung von Domains per 1. März 2009 geändert. Neu registrierte Domainnamen können ab dann erst nach Eingang der Zahlung genutzt werden. Gemäss Mitteilung wird ein neuer Domainname zwar „wie bisher samt allfälligen Name-Servern sofort“ in die Datenbank eingetragen, der Eintrag ins Zonenfile (der für das Funktionieren der Domain nötig ist) erfolgt allerdings erst nach Zahlungseingang.

Damit rückt Switch von der bisherigen Praxis ab, Neu-Domains sofort (bzw. alle vier Stunden) ins Zonenfile einzutragen. Die Gründe dafür dürften wohl in der Tatsache liegen, dass bisher Domains registriert und für mehrere Wochen genutzt werden konnten, ohne je dafür zu bezahlen.

Wer Domains gleich bei der Registrierung mit Kreditkarte, Postcard oder Paypal (das als neue Zahlungsform eingeführt wird) bezahlt, merkt von dieser Neuregelung nicht viel, ausser dass seine Domain in kürzerer Zeit aktiviert wird. Switch kündigt nämlich gleichzeitig an, in Zukunft das Zonenfile stündlich, und nicht mehr nur vier Mal täglich zu aktualisieren. Wer allerdings Domains per Rechnung bezahlt, wird wohl einige Tage auf die Aktivierung der Domains warten müssen.

Datenschutz bei .ch-Domains

In einer Pressemitteilung von heute weist die Stiftung Switch, welche in der Schweiz für die Registrierung von .ch- und .li-Domainnamen zuständig ist, darauf hin, dass im öffentlich zugänglichen Whois seit Anfang August 2005 keine eMail-Adressen der Domainverantwortlichen mehr publiziert werden. Und weiter:

Die Abfrage der E-Mail Adressen von Kunden, die einen Domain-Namen registriert haben, ist nun nicht mehr möglich. SWITCH erbringt mit der erwähnten Änderung einen wertvollen Beitrag im Interesse der Internet Community und zum Schutz vor Spam.

Das ist zwar richtig, aber doch nicht (ganz) wahr. Zwar wird mit der Entfernung der eMail-Adressen aus den Whois-Daten beispielsweise das scriptgesteuerte Sammeln von Adressen verhindert, verschwunden sind die Daten aber natürlich dennoch nicht.

Geht man den etwas komplizierteren Weg über die Switch-Homepage, wählt „Registrieren & Verwalten“ und „Eintrag zum Domain-Namen ändern“ kommt man ohne Login(!) oder ähnliches zur gewünschten eMail-Adresse. Im Unterschied zum Whois benötigt man für diesen Weg aber z.B. den Firmennamen und den Ort des Domaininhabers, dieser ist aber ohne Probleme aus dem Whois-Eintrag zu extrahieren.

Insofern ist es wahrscheinlich auch nur eine Frage der Zeit, bis sich jemand ein Script bastelt, dass die Daten auf diesem Weg sammelt.