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Der erste Aldi-PC für die Schweiz

Ab Donnerstag ist es auch in der Schweiz soweit: Aldi bringt seine „Preisbrecher“-PC’s auch in die Schweiz. Letzte Woche war’s noch ein Laptop und diese Woche wird es der „Medion Design MultiMedia PC Titanium MD 880“ sein, der auch uns Schweizer in Scharen in die Aldi-Läden locken soll.

In Deutschland liefern sich Aldi und Lidl seit geraumer Zeit ein Preisrennen um den PC mit dem besten Preis-/Leistungsverhältnis und versuchen ständig, sich mit mehr Features und günstigeren Preisen zu über- bzw. unterbieten.
Der Aldi-PC kann sich dabei durchaus sehen lassen: Neben einem Doppelkernprozessor (Pentium D 830) mit 3 GHz Systemtakt, 1 Gigabyte RAM, 250 GByte-Festplatte, GeForce 6700 XL, zwei optischen Laufwerken (DVD-Brenner, DVD-ROM), Kartenleser, FireWire (FW400), USB 2.0, ein internes Modem, LAN und WLAN (802.11g) gibt es inklusive auch einen Zweikanal-Tuner für den Fernsehempfang, der sowohl DVB-S- (Satellit, digital), DVB-T- (terrestrisch, digital) und analoge Signale verarbeiten kann. Mit dem zweiten Kanal kann während einer Aufnahme ein anderer Kanal betrachtet werden. Heise.de moniert allerdings, dass Medion als Betriebssystem Windows XP Home, anstelle der wohl besser geeigneten Windows Media Center Edition einsetzt.

Auch im direkten Preisvergleich zwischen Deutschland und der Schweiz kann der MD 880 gut mithalten: In Deutschland kostet das Gerät 999 Euro, in der Schweiz Fr. 1499.–. Somit ist der PC in der Schweiz sogar noch ein paar Franken billiger als im Herstellerland Deutschland. Den einzigen Unterschied, den ich bis jetzt entdecken konnte, gibt’s bei der Softwareausstattung, wo einige kleine Programm (wie Skype inkl. Guthaben) in der Schweiz nicht mitgeliefert werden.
Ab Mittwoch gibts den Medion MD 880 in Deutschland und ab Donnerstag dann auch in der Schweiz zu kaufen.

Einen etwas kritischeren Blick auf den Computer gibts auch im Blog Kundensicht (siehe auch die Kommentare).

Preisschock bei Aldi

Gestern Nachmittag wollte ich mir endlich selbst einmal ein Bild machen: Was treibt Freunde und Bekannte, immer wieder ins deutsche Jestetten zu fahren um bei Aldi einzukaufen? Kurzerhand beim Mittagessen meinen Plan angekündigt und nullkommanichts alle Mitfahrgelegenheiten ausgebucht. Meine Freundin und alle drei Töchter wollen am Einkaufsplausch teilnehmen; ist ja klar, Shopping und Frauen gehört ja irgendwie auch zusammen 😀
Nach 55 Minuten Fahrzeit auf dem Parkplatz bei Aldi angekommen, wundere ich mich schon zum ersten Mal: Die fünf Autos mit deutschen Autonummern gehören wohl dem Personal, denn sonst konnte ich nur Schweizer Autonummern entdecken: Zürich, Schaffhausen, St. Gallen… Meiner Freundin hingegen fielen nur die vielen Kartons auf, die neben den Eingang überall herumlagen.
Also rein ins Getümmel und los: Erste Verwunderung über die Warenpräsentation, die ja wohl mit den Stapeln nicht durch die Gestelle bei Migros und Konsorten vergleichbar ist. Vergleichbar hingegen sind mit kurzem Umrechnen aber die Preise, und das, das muss ich zugeben, hat mich ins Grübeln gebracht. Zwar wusste ich, dass viele Artikel in Deutschland billiger sind, aber über die Unterschiede die wir teilweise vorfanden, bin ich doch erstaunt.
Beispiele gefällig?

  Aldi* Migros* Coop*
Champignons weiss, 500g Fr.  2.00 Fr.  5.90 Fr.  6.00
Maigold-Äpfel, 3kg Fr.  3.10 Fr. 12.50
Nüsslisalat (Feldsalat), 150g Fr.  2.87 Fr.  5.85 Fr.  7.73
*) ang. ¤-Kurs: 1.55 / Preise Migros gemäss LeShop.ch / Preise Coop gemäss coop.ch / Jeweils günstigstes im Online-Shop gefundes Produkt

Dasselbe Bild bei Fleisch, Milch und Eierprodukten. OK, ein grosser Teil der Preisunterschiede geht wohl auf das Konto unserer Subventionen für den Landwirtschaftssektor, nur: Wieso bestehen diese gewaltigen Unterschiede dann z.B. auch bei

  Aldi* Migros* Coop*
Zahnpasta Fr. 0.65 Fr. 1.50 Fr. 1.50
WC-Reiniger, 1 Liter Fr. 1.16 Fr. 3.87 Fr. 3.95
*) ang. ¤-Kurs: 1.55 / Preise Migros gemäss LeShop.ch / Preise Coop gemäss coop.ch / Jeweils günstigstes im Online-Shop gefundes Produkt

Einige unter euch werden mich nun bezichtigen, Äpfel mit Birnen zu vergleichen und das ist natürlich nicht ganz falsch. Erstens ist der ganze Vergleich nicht repräsentativ, zweitens habe ich weder Fahrtkosten noch Mieten, Löhne etc. berücksichtigt. Das will ich aber auch gar nicht, denn das ganze ist eine subjektive Ansicht des Käufers. Und doch: Kann es wirklich sein, dass die Produkte hier in der Schweiz so viel teurer sind? Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es einige Absahner geben muss, denn trotz Prix Garantie und M-Budget scheinen wir noch immer eine ziemliche Hochpreisinsel zu sein.
Nach meinem positiven Ausflug nach Jestetten heisst es deshalb auch für mich: Bald wieder mal im Ausland einkaufen zu gehen, auch wenn ich, und das bin ich mir durchaus bewusst, damit in einem gewissen Grade die Schweizer Volkswirtschaft schädige. Aber, eigentlich schädigt die Schweizer Volkswirtschaft ja auch mein Portemonnaie…