XING: Gebt Eure Kontaktlisten frei!
Ein Gastbeitrag von Patrick Hediger
Ich bin seit nun gut einem Jahr bei der Business Networking Plattform XING angemeldet. Bis im Herbst 2007 als normales Mitglied, dann habe ich auf Premium gewechselt. Nachdem Peter meinte, ich sei bei Xing noch recht rudimentär aktiv, habe ich angefangen, meine Kontakte auf- und auszubauen.
Neben den geschäftlichen Angaben und privaten Angaben zur Person interessieren – zumindest mich – auch die weiteren Kontakte, die jemand hat. Doch hier wird es spannend, denn diese Kontakte können auch gar nicht oder nur selektiv angezeigt werden. Konkret besteht die Möglichkeit, die Kontakte allen, niemandem, nur den direkten Kontakten, den Kontakten der eigenen Kontakte sowie Mitgliedern bis zum dritten oder vierten Bekanntheitsgrad anzuzeigen. Xing empfiehlt, die Kontaktliste allen Mitgliedern anzuzeigen. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass es meist auch so gehandhabt wird. Aber es ist auch vorgekommen, dass Kontaktlisten von bestätigten oder unbestätigten Kontakten nicht angezeigt werden. Ich finde das schade, denn man nutzt Xing ja zur Kontaktpflege und vor allem auch zum Aufbau von neuen Kontakten. Denn durch die Kontaktlisten bin ich schon viel leichter wieder auf Personen gestossen, die ich schon kannte, aber irgendwie den Kontakt etwas verloren hatte.
Gibt es plausible Gründe, die Kontaktlisten nicht anzuzeigen? Wie macht Ihr es?
Patrick Hediger ist Medienschaffender und bloggt seit Januar 2007 auf tou.ch.
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Freitag, 07. März 2008 um 10:35:32 Uhr
Ich gebe meine Kontaklisten frei, sehe auch keinen Grund, das nicht zu tun.
Gruß,
Annabell
Freitag, 07. März 2008 um 10:56:32 Uhr
In einer Vertriebsposition kann es Sinn machen, seine Kontakte vor dem Mitbewerb zu verstecken, so jedenfalls die Meinung eines früheren Arbeitgebers.
Da fällt mir ein, jetzt als Selbständige kann ich meine Kontakte wieder problemlos freigeben
Grüße,
Alexa
Freitag, 07. März 2008 um 11:20:34 Uhr
Ich gebe meine Kontaktdaten auf XING allen meinen direkten Kontakten frei, da ich der Meinung bin, dass XING sowohl öffentlich wie auch private Funktionen aufweist. Die eigenen Beziehungen zähle ich eher zu den privaten. Sprich, wenn ich jemanden kenne, dann habe ich auch kein Problem, damit dass diese Person meine Kontaktliste sehen kann.
Interessanterweise habe ich bei anderen Systemen wie Twitter, Tumbler, Facebook usw. weniger Probleme damit, dass hier die Verbindungen öffentlich sind. Ohne bislang darüber nachgedacht zu haben, aus dem Bauch heraus würde ich halt sagen, dass in XING Kontaktlisten einfach viel mehr preisgegeben wird. Aber ich muss mir das mal in Ruhe durch den Kopf gehen lassen, vorläufig, lasse ich es wohl ich mal so eingestellt…
Freitag, 07. März 2008 um 12:27:02 Uhr
Der eine oder andere wird schon seinen Grund haben seine Kontakte nicht freizugeben.
Freitag, 07. März 2008 um 13:22:27 Uhr
Auch ich gebe meine Kontakte frei, denn welchen Sinn macht es, sie zu verstecken? Damit würde Xing quasi für viele wertlos!
Am liebsten habe ich ja die Leute, die emsig in den Kontaktlisten anderer stöbern und sie “ausweiden” und selber halten sie ihre Kontakte unter Verschluss…
Freitag, 07. März 2008 um 14:04:37 Uhr
Ich sehe es als Geben und Nehmen. Wenn ich jemanden in meiner Kontaktliste habe, heisst das bloss, dass wir uns irgendwie kennen und einander gewisse Daten preisgeben. Es sagt jedoch nichts über die Art und Tiefe der Beziehung aus.
Ausserdem geben meine Kontakte ja nur die Daten preis, die sie vorher festgelegt haben. Wenn nun jemand selber mit ihnen in Kontakt treten will, muss er seine Anfrage starten.
Freitag, 07. März 2008 um 15:14:10 Uhr
Ich finde es gibt keine Grund Kontakte über mehr als 2-3 Personen Distanz freizugeben!
Freitag, 07. März 2008 um 16:34:32 Uhr
Seriös betrieben ist doch die Qualität und “Tiefe” der Kontakte entscheidend. Nicht wenige sammeln hunderte oder tausende von Kontakten an, ohne jemals miteinander gesprochen zu haben.
Auch ich bekomme ständig Kontaktanfragen von völlig Fremden Menschen, dann kann ich doch gleich alle XINGler als Kontakt führen. Welchen Sinn macht dann noch ein solches Businessnetzwerk?
Drum kommt mit dem Freigeben/Nichtfreigeben auch so eine Art Qualitätseinschätzung der Kontakte mit ins Spiel. Und das finde ich nicht falsch.
Freitag, 07. März 2008 um 21:41:11 Uhr
Das Verstecken der Kontakte widerspricht meines Erachtens irgendwie der Idee von solchen Networking-Systemen.
Montag, 10. März 2008 um 10:54:39 Uhr
kann man jetzt wieder von 2 Seiten sehen,
auf der einen natürlich das neue social -system des netzes wo es eigentlich richtig wäre viele relationen offen zu legen und
auf der anderen nimmt eventuell auch spam und andere unarten zu.
Montag, 10. März 2008 um 22:16:08 Uhr
Ich sehe keinen Grund meine Kontaktdaten nicht freizugeben. Schliesslich geht es ja um Networking.
Negative Erscheinungen habe ich bis jetzt keine festgestellt.
Freitag, 14. März 2008 um 03:47:06 Uhr
Für mich sind Kontakte nicht gleich Kontakte. Es gibt zahlreiche Branchen, da muss man der Konkurrenz nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen.
Zudem wird durch das Nichtanzeigen seiner Kontakte Xing ja nicht wertloser, da die Profile ja über die Suche nach wie vor auffindbar sind.
Der Trustfaktor sollte in solchen Netzwerken meines Erachtens viel mehr berücksichtigt werden, denn ich würde ja auch meinen Tresor nicht offen stehen lassen damit sich jeder an meinen angesammelten “Schätzen” bereichern kann.
Sonntag, 23. März 2008 um 23:16:10 Uhr
Bin ebenfalls der Meinung, dass auf Xing die persönlichen Kontakte sichtbar sein sollten, sonst kann Networking – und das ist ja der Grundgedanke von Xing – nicht funktionieren.
Mittwoch, 06. Juli 2011 um 06:57:20 Uhr
Ich würde es begrüßen,
wenn Xing endlich mal die Möglichkeit einrichten würde, pro Kontakt festzulegen ob er/sie die eigenen Kontakte sehen darf/kann/soll. Die globale Einstellung finde ich persönlich ziemlich sinnfrei. Eine dediziertere Einstellung je Kontakt würde diesen Mißstand beheben. Ich persönlich ärgere mich auch immer ein wenig, wenn neue Kontakte es nicht für nötig halten ihre Kontaktlisten freizugeben. Ich handhabe dies generell anders, würde aber im Einzelfall auch mal die gleiche Taktik fahren wollen.