Tattoo-Schweinereien

tastaturisiert am Donnerstag, 25. Oktober 2007 um 14:56:05 Uhr

Der belgische Künstler Wim Delvoye liebt schweinisches. Allerdings nicht zum essen, denn der bekennende Vegetarier tätowiert die Borstenviecher lieber:

Ich tätowiere Schweine, weil sie schnell wachsen und sich leichter tätowieren lassen als Fische. Ich tätowiere sie, wenn sie noch jung sind, und ich mag es, wie sich das Kunstwerk mit der Zeit ausdehnt und verzerrt. Im Prinzip investieren wir also in kleine Tattoos und ernten am Ende große Gemälde.

Tätowiertes Schwein

Was die armen Schweine, die unter die Nadel kommen, dazu meinen, bleibt leider im Ungewissen. Allerdings ist sich Wim der Tragweite seiner Arbeiten bewusst: Aus Gesetzesgründen züchtet und tätowiert er seine Tattoo-Schweine nämlich in China auf seiner eigenen “Artfarm”.

Bei Kunstliebhabern scheint die Schweine-Kunst allerdings beliebt zu sein: In zwei Auktionen wurden dieses Jahr Höchstpreise für die (vermeintliche) Kunst bezahlt: Einmal 57′384 Dollar und bei Christie’s gar 71′662 Dollar.

(Foto: wimdelvoye.be)

von BloggingTom, abgelegt unter Aufgeschnappt



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